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Was man im Augenblick studieren kann, das ist eine Pressekampagne [1]  gegen die Linkspartei, die sich  der schäbigsten Form von Journalismus bedient, die das moderne Deutschland aufzubieten hat: des  denunziatorischen Umgangs  mit dem Schlagwort „Antisemitismus“ nämlich, das  von seinen Benutzern als legitimationszersetzende Waffe in der  psychologischen Kriegsführung eingesetzt wird.

Was bei mir  diesen WIDERSPRUCH  hier herausgefordert hat, das war die „Außenansicht“ von Herrn Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, geäußert in der SZ vom 20. 6. 2011 und skandalisierend übergetitelt „Die Linke und die Juden“!

Dieter Graumann steht hier nur stellvertretend für das Gros der Philo-Zionisten, weshalb meine Kritik an seiner Denkweise und deren effektvoller  Propagierung durch eine Tageszeitung wie die  SZ auch alle anderen Block-Veither der Fight-For-Israel-Gruppe einbezieht, die aktiv an der Verbreitung jener Desinformationen beteiligt sind, die sich vor geraumer Zeit eine Sektion der UN namens  EUMC ausgedacht haben sollte:

„Legt man die Arbeitsdefinition[2] zum Antisemitismus zugrunde, die das European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia (EUMC) für die EU-Staaten entwickelt hat, dann überschreiten die Stellungnahmen Hecht-Galinskis die Grenzen des Zulässigen (sic). Denn in dieser Definition (sic) werden unter anderem

  1.   der Vergleich Israels mit dem Nationalsozialismus,
  2.   die Dämonisierung des jüdischen Staates,
  3.   der Vorwurf, Juden verhielten sich zu Israel loyaler   als gegenüber den  Staaten, in denen sie leben, und
  4.  die Behauptung einer jüdischen Kontrolle der Medien und Politik
    als  antisemitisch qualifiziert.“

„Vergleich“. „Dämonisierung“. „Vorwurf“. „Behauptung“: verfassungsrechtlich betrachtet reiht sich mit diesen Erörterungs-Verboten  (“Grenzen des Zulässigen”) eine Ungeheuerlichkeit an die andere, müssten doch Herr Graumann und seine Unterstützer eigentlich wissen, dass – mit Ausnahme der „Holocaustleugnung“ und persönlicher Beleidigungen – keine politische und wissenschaftliche Meinungsäußerung verboten ist und verboten werden darf.

Und dennoch üben sie diesen Tabudruck aus: WOZU?! Cui bono?

Mein Thema:
Der Kampf um die  „Definition“ von Antisemitismus

Gerade weil sie sich weigern, das Wort Antisemitismuswie ich es getan habeauf den Begriff zu bringen, das Phänomen also wirklich zu definieren, können sich  die Erfinder dieser “Definition” vor einer Beantwortung der Kernfrage herumdrücken, die da lautet: WARUM sie die oben zitierten Grenzüberschreitungen 1- 4 unbedingt als „antisemitisch qualifiziert“ – und nicht beispielsweise als Ausdruck von „Judenhass“, von „Dummheit“, von „konkurrierenden Geschäftsinteressen“ etc. anerkannt haben wollen?!

Anders gefragt: WOZU lassen die Etikettierer nur diesen einen Begriff als Erklärung von Verhaltensweisen gelten – und nicht eine Vielfalt von Begriffen, die der persönlichen Motivation des Kritisierten gerecht werden würden, wie z. B. den Begriff des „Paranoikers“?! Oder den des „Wichtigtuers“?! Oder den des „Wissenschafters“?!

Was also ist hier das erkenntnisleitende Interesse? Wieso ist man ein „qualifizierter Antisemit“, wenn man einen Vergleich anstellt, wenn man ein Land dämonisiert, wenn man einen Vorwurf äußert oder eine Behauptung?! Gelten diese Verbote nur für das auserwählte Volk, oder wie bezeichnet man jemanden, der “Deutschland dämonisiert”? Oder Monte Carlo? Wie also ist es mit dem Gleichheitsgrundsatz bestellt?

Ich warte auf die Antwort der Definierer – doch diese dann bitte spaßeshalber mal ohne Vergleich, ohne Dämonisierung, ohne Vorwurf und ohne Behauptungen: mal sehen, was dabei rauskommt…..?!

Fazit: Ich gehe kultürlich davon aus, dass die „Arbeitsdefinition“ des EUMC keinem Erkenntnisinteresse, sondern einem Geschäftsinteresse geschuldet gewesen ist, wobei sich ein Geschäftsinteresse von einem Erkenntnisinteresse dadurch unterscheidet, dass sein  Ziel/Zweck/Ergebnis in letzter Instanz immer ein Geschäft, nicht aber unbedingt – wie man es hier studieren kann – (auch) ein Erkennnisgewinn ist.

Da die Geschäftsinteressen unser Leben nun mal dominieren, geht es mir im Folgenden auch nicht um eine Entwertung des Geschäftsinteresses als solchem, sondern darum, die Deformationen in Bezug auf die erkenntnisleitenden Interessen zu entdecken und aufzuheben, von denen sich im Übrigen keiner von uns vollständig freisprechen kann.

Das Geschäftsinteresse der „Philo-Zionisten“  – als die ich sie hier einmal etitettieren möchte – besteht in ihrem Selbstverständnis darin, Israel zur „Heimstatt aller Juden der Welt“ zu machen, also die Einwanderung zu befördern – und dies insbesondere durch Angstmache, und darunter nicht zuletzt per Antisemitismuskeule, indem die Unterstützer den Auslandsjuden eine persönliche Bedrohung von der Qualität des Holocaust vorgaukeln. Der erhoffte Effekt ist die Auswanderung europäischer und nordamerikanischer Juden in ein Land, dessen Politik -  und das sage nicht nur ich -  seit 1967 konsequent und brutal das Ziel verfolgt, den völkerrechtlich anerkannten Staat Israel per völkerrechtswidriger Annexion großer Teile der Westbank zu Großisrael auszubauen, Groß-Jerusalem darin als Hauptstadt eingeschlossen. Und ihr  Hebel ist der Kampf um völkerrechtliche Anerkennung von Israel als “jüdischer Staat”, kurz gesagt: die Fundierung von nation building auf rassistischer Grundlage.

Gab es das in Deutschland nicht auch schon einmal:  zwar keinen „jüdisch-rassischen“, wohl aber einen „arisch-rassischen  Staat“ mit einer Annexionspolitik, die zur Bildung eines Großdeutschlands geführt hatte? Bis dieses dann zerschlagen und geteilt wurde.[2]

Und jetzt die moralische Frage: ist dieser Vergleich Israels mit dem Nationalsozialismus verboten? Und was passierte, wenn man den “interkulturellen Vergleich” nicht mehr zulassen würde?

Antwort: einen „Vergleich“ zu verbieten, das liefe auf ein Denkverbot hinaus und wäre  deshalb als eine verfassungswidrige Forderung zu beurteilen! (Art. 5 GG), ist doch der Vergleich die Grundlage  aller Erkenntnisse, der wirkliche Vergleich zumindest, weshalb auf ihm ja auch alle Wissenschaft gründet. Die gesamte Kreatur könnte ohne den wirklichen – also realitätsentsprechenden – Vergleich nicht existieren, weshalb der Vergleich auch funktional als die Grundlage der Regulation aller Lebensäußerungen definiert werden kann. Nur ein toter Indianer vergleicht nicht mehr – ist es deshalb ein guter Indianer?!

EXKURS

Unter der Titelzeile „Wenn die Lichter des Verstands ausgehen: Über Vergleich und Analogie im Reden über die Krise“ hat Gustav Seibt in der SZ vom 9. 1. 2012 diese meine unwiderlegliche – und deshalb ja auch unwidersprochene – Sichtweise mit folgenden Erkenntnissen illustriert:

„Alle Analogien sind geradezu der logische Gegensatz des wichtigsten systematischen Erkenntnisinstruments, das Historiker haben, nämlich des Vergleichs. Denn Vergleiche dienen in einem Feld, das nur Einzelfälle kennt, vor allem dazu, Unterschiede und Eigentümlichkeiten herauszuarbeiten. Darum war das Vergleichstabu, das 1985 im Historikerstreit über den Holocaust verhängt werden sollte, so widersinnig: Das Einzigartige lässt sich überhaupt nur durch Vergleiche dingfest machen.”

Interessant ist ja auch die Beantwortung der Fragen, wie  eigentlich die Erfinder des Vergleichsverbots in ihrer propagandistischen  Arbeit selbst damit verfahren? Halten sie sich selbst daran, keinen Vergleich anzustellen, von Dämonisierungen Abstand zu nehmen, Vorwürfe zu meiden und Behauptungen zu unterlassen?

Mitnichten, liebe Nichte. Und wie perfide sie stattdessen das praktizieren, was sie anderen untersagen, ergibt sich exemplarisch aus der Analyse eines Interviews in jungle world aus 12/2003 mit – immerhin! – dem (damaligen) Leiter des  Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin und Mitautor der Studie »Manifestations of Anti-Semitism in the European Union«, die das EUMC in 2002 in Auftrag gegeben hatte. [2]

Die Gesprächsführung hatte Danièle Weber inne, die Herrn Bergmann auch nach den Kriterien seines Antisemitismusbegriffs fragt. Daraufhin

Bergmann: Wenn man Juden in den europäischen Städten wegen der israelischen Politik angreift, dann findet eine Kollektivierung statt. Man macht sozusagen alle Juden für das Vorgehen des israelischen Staates haftbar. Das ist für uns (!) ein klares Merkmal von Antisemitismus. (…)

Weber: In der Studie stellen Sie fest, dass sich auch Globalisierungskritiker antisemitischer Stereotypen bedienen.

Auf Demonstrationen, zu denen Attac aufgerufen hatte, sind teilweise auch Rechte mit eindeutig antisemitischen Stellungnahmen mitmarschiert..

Die Annahme, dass die USA und Israel enge Verbündete sind, liefere Motive für weitere antisemitische Haltungen, heißt es in der Studie. Antiamerikanismus und Antizionismus seien in der Linken eng liiert. Woraus leiten Sie hier die antisemitische Einstellung ab?

Zur Anti-Bush-Demo in Berlin gab es beispielsweise ein Plakat auf dem Uncle Sam einen Jojo als Weltkugel am Finger hält. Sein Gesicht trägt zudem eine typische »Judennase« – ebenfalls ein antisemitisches Bild.

Häufig gesellen sich zur Kritik an der israelischen und amerikanischen Politik Weltverschwörungstheorien. Da wird angedeutet, die Juden würden die amerikanische Regierung beherrschen. Da werden Zusammenhänge, die wir aus der antisemitischen Propaganda kennen, etwa ein Weltbeherrschungsansatz, hergestellt.

Alles – „Vergleiche“, „Dämonisierungen“, „Vorwürfe“ und „Behauptungen“ – sind Meinungen, die absolut zulässig sind, die sich lediglich Kritik, nicht aber ein Verbot gefallen lassen müssen. (Oder will man auch diesen äußerst informativen Film der ARD verbieten, der unter dem – sehr bezeichnenden – Drohtitel:  Bewährungsprobe für Obama: Die amerikanisch-israelischen Beziehungen, offen und unverhüllt dokumentiert, wer in der US.Administration das Sagen hat.)

Genau den gleichen Anspruch erhebe ich gegenüber den Kritikern an meinem Vergleich von israelischer und nationalsozialistischer Politik, genauer gesagt

1. Der Vergleich von Zionismus und Nationalsozialismus

Äußerlich gemeinsam ist beiden Ideologien

  • die Bedeutung von Volk als eng gefasste Sprach-, Kultur- und Schicksalsgemeinschaft
  • die Bedeutung von striktem (Kadaver)Gehorsam gegenüber dem Gesetz, das von einer herrschenden Oberschicht gesetzt worden ist,
  • die Bedeutung von Blut und Boden – also der biologischen Abstammung und des bestimmten Territoriums – für die völkische Nationenbildung (siehe Exkurs)
  • das daraus resultierende Prinzip von Rassereinheit und die daraus abgeleitete Stelle, Stellung und der Stellenwert von Mann und Frau
  • das Selbstverständnis des Zugehörigen, einem besonderen, einem zur Herrschaft über Dritte „auserwählten“ Volk anzugehören
  • die daraus resultierende Erziehung zu einer undialektischen, doktrinären, dualistischen Weltanschauung eines „wir“ hier oben und „ihr“ da unten: von Herrenmenschen, Goy, Untermenschen, Götzendienern, Paria, Barbaren etc.
  • die daraus resultierende Intoleranz und Arroganz gegenüber allen Außenstehenden
  • die damit einhergehende Ghettoisierung und Abschottung gegenüber der als “gefährlich” definierten bzw. gefährlichen Umwelt
  • die daraus resultierende Furcht und Feindseligkeit gegenüber allem „Andersartigen“, „Fremden“, „Entarteten“
  • die religiös anmutende Gewissheit, dazu berufen und von dem selbst ernannten und vertraglich eingebundenen Gott, von der Vorsehung  etc. dazu legitimiert zu sein, das Böse ausrotten zu dürfen und zu müssen
  • die daraus resultierende gesetzmäßige Sozialisation der Gläubigen zum OPFERMENTALITÄTER!

Jeder dieser Vergleiche ist statthaft – doch jeder dieser Vergleiche soll unstatthaft sein! Das zumindest ist das Ziel der psychologischen Kriegsführung mittels der die Legitimation von Kritik zersetzenden Antisemitismuskeule.

EXKURS: Papst Benedikt XVI. veröffentlichte 2005 eine von Kardinal Ratzinger verfasste Abhandlung über den Stellenwert der Kulturen in der Geschichte des Glaubens, in der er das jüdische Dilemma zwischen dem völkisch okkupierten eigenen Gott und dem -  nach Ansicht Ratzingers – “wahren”, nämlich “nichteigenen” Gott entfaltet:

Vom Zorn Gottes und des Mose gegen den Kult des goldenen Jungstiers am Sinai angefangen bis hin zu den späten nachexilischen Propheten geht es immerfort darum, daß Israel aus seiner eigenen kul­turellen Identität und seinen religiösen Wünschen herausgerissen wird, daß es sozusagen den Kult der eigenen Nationalität, den Kult von »Blut und Boden« lassen muß, um sich dem ganz anderen, dem nicht­eigenen Gott zu beugen, der Himmel und Erde geschaffen hat und der Gott aller Völker ist. Der Glaube Israels bedeutet eine fortwährende Selbstüberschreitung der eigenen Kultur ins Offene und Weite der ge­meinsamen Wahrheit hinein.

Was Ratzinger – obwohl er es selber lebt – im Unterschied zur jüdischen Hierokratie offensichtlich nicht verstanden hat, das ist das Gotteskonzept als Geschäftsidee – doch ich glaube, ich tue ihm mit diesem Vorwurf unrecht und verbessere meine Aussage dahingehend, dass er sehr wohl weiß, dass das Christentum aus dem Judentum – sprich: aus einer Geschäftsidee -  hervorgegangen und dieses wiederum im Christentum aufgehoben worden ist (K. Marx 1844). Kein Jude käme auch nur eine Sekunde lang auf die Idee, sich “dem nichteigenen Gott zu beugen”, und dennoch gibt es – aus dem gerade genannten Grund – gerade hier praktisch kein Dilemma, insofern man gelernt hat, Wasser zu predigen und Wein zu tringen. Will sagen: die Priesterschaften aller Religionen verstehen sich dahingehend hervorragend und üben, sieht man mal von sporadischen Missionsbestrebungen der Katholischen Kirche ab, gegeneinander eine großmütige Toleranz.- EXKURS-ENDE -

Wer Houston Stewart Chamberlain studiert  hat – und auch der Begründer des wirklich antisemitischen Nationalsozialismus, Adolf Hitler, zählte offenbar dazu – der weiß, dass dieser „völkische Denker“ ein einziges, ein riesengroßes Geschäftsinteresse hatte, und das hieß bei ihm die  „Volkwerdung der Deutschen“ voranzutreiben, die sich – da dem Israel vor 2500 Jahren nicht unähnlich – eher als Stammesangehörige denn als “Deutsche” verstanden haben (was die Bayern und Baden-Württemberger heute noch so tun!).

In Chamberlains brillant geschriebenem und äußerst informativen Standardwerk „Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts“ findet man weit über 100 „positive“, genauer gesagt: lobende und bewundernde mehr oder minder lange Abhandlungen zum Thema  „Bedeutung des Judentums für die Deutschen”, die ausschließlich – und mit unübersehbarer  Eindringlichkeit – eine einzige Botschaft verkünden:

Deutsche: Von den Juden lernen heißt siegen lernen – deshalb:
nehmt euch das völkische (!) Judentum zum Vorbild, d. h.
kopiert es, transformiert es – und  negiert es dadurch!

Geradezu bezeichnend ist die Tatsache, dass die größten Israel-Fans der Welt – ich spreche von den rechtsradikalen, hypermilitaristischen Evangelikalen der USA – diesen Ansatz ebenfalls fahren: sie sind Judenhasser, die dafür Sorge tragen, dass möglichst alle Juden nach Israel auswandern, damit ihr heißgeliebtes Armageddon, die Wiederkunft des Messias, der “letzte Tag”, das “Jüngeste Gericht” endlich eintreffe! Perverse Unterstützer!

Auch von daher gesehen kann Chamberlain – wie das dennoch immer wieder in geschäftsinteressierter Absicht geschieht – nicht wirklich als Antisemit bezeichnet werden. Er hat sich im Gegenteil sogar von den sich als „Antisemiten“ bezeichnenden Zeitgenossen distanziert, was auch nicht verwundern dürfte, kriegte er sich doch  in der Bewunderung für sein eigenes macchiavellistisches Bild vom „Judentum“ (und vom „Papsttum“) vor allem deshalb nicht ein, weil er hier auf zwei historische Vorbilder für das – von ihm Germanentum getaufte – „Deutschtum“ gestoßen war, an dessen politischem Erscheinungsbild er nicht erst 1906 schon sehr viel auszusetzen gehabt hatte.

Nicht die SPD, nicht die „Bürgerlichen“, wohl aber Adolf Hitler hat die völkische Lektion des Schwiegersohns von Richard Wagner verstanden und auf seine Weise “vom Juden” gelernt – und somit „den“ Deutschen per„nationalsozialistischer“, sprich: rassistischer  Umerziehung den Weg zur völkisch-rassistischen Facette des  „Judentums“ gewiesen, die im Christentum nominell (aber mit “geistiger” Fundierung) schon über Jahrhunderte im Institut des vom christlichen Gott – der mit dem jüdischen Jahve nichts, aber auch nichts gemeinsam hat -  ebenfalls auserwählten „Kirchenvolks“ der  „alleinseligmachenden katholischen Kirche“  angelegt gewesen ist. Beispiel “Kulturkampf“.

Es war also Chamberlain gewesen, der diese „rassistischen Grundlagen“ des Judentums aufgedeckt und sie  für die Erzeugung jenes „völkischen“ Deutschtums propagiert hat, indem er mittels der “Grundlagen” dazu ermutigte, das  biologistisch-rassistische Selbstverständnis des „Judentums“ zur Grundlage des im Werden begriffenen „Deutschtumszu machen. 

Hitler hat also das Erfolgsrezept politischen Handelns von “Moses und den Propheten” abgeschrieben, genauer gesagt: aus dem Deuterionium, dem heute noch absolut verbindlichen 5. “Buch Mose”, sowie aus den Schriften seiner wahren Autoren, der Propheten aus (nach)babylonischer Zeit.

Dass Adolf Hitler,  der – wie oben referiert – die von Chamberlain propagierten  rassistisch-völkischen Doktrinen des Judentums kopiert hatte, und der mit diesem “völkischen” Ansatz einen “Erfolg” zu verzeichnen gehabt hat, der ab 1945 erst die CDU und später dann auch die SPD dazu bewogen hat, sich als “Volkspartei” zu etikettieren  – dass also der Hitler im Verlaufe des II. Weltkriegs meinte, das Original deshalb auslöschen/eliminieren zu müssen, weil er – wie Marx – um die Potenzen des Judentums als Grundlage des Christentums (sprich: Kapitalismus)[3] wusste, das ist hier nicht mein Thema, wäre aber psycho-logisch nachvollziehbar und deshalb an anderer Stelle (als Dissertation!) eine Erörterung wert.

(Aber , da sich natürlich an eine solche Untersuchung kein Karrierist herantraut, werde ich auch diese Arbeit noch selber machen müssen! Demnächst.)

Für mein Thema entscheidend aber ist, dass mit dem Untergang des Dritten Reichs auch der wirkliche Antisemitismus ausgerottet worden ist, womit ich die These aufstellen will, dass das biologistisch-rassistische Selbstverständnis des Judentums, das sowohl dem  (katholischen) Christentum, als auch dem Islam völlig fremd (gewesen) ist,  wieder auf seinen Erfinder und Bewahrer – die jüdische Hierokratie und ihre politischen Volksvertreter – zurückgefallen ist, auf jene Juden also, die die völkerrechtliche Anerkennung Israels als  einen “jüdischen Staat” erzwingen wollen.

Da von den Juden selber aber zu keiner Zeit irgendwelche „Endlösungsinteressen“ gegenüber Drittvölkern ausgegangen sind, ist im Definiens des Antisemitismus als einer eliminatorischen Doktrin eine Gleichsetzung / Analogisierung von Zionismus mit Antisemitismus / Genozid absolut unzulässig; anders gesagt:

Es gibt keinen Antisemitismus mehr, ist doch
der Antisemitismus mit der Vernichtung des NS-Systems
für alle Zeiten ausgerottet worden.

(Heute greift man ja schon zum Instrument der “humanitären Militärintervention”, wenn bestimmte Staatslenker nur damit gedroht haben, Aufständische auszurotten). Israel muss sich also eine neue, eine zukunftszugewandte Legitimation seiner staatlichen Existenz auf palästinensischem Boden suchen. Der “Holocaust” jedenfalls hat als Legitimationsgrundlage für das völkerrechtlich definierte”Existenzrecht Israels” ausgedient, was auch die Mehrheit jener Juden in der “Diaspora” weiß, die kein Interesse daran hat, ins gelobte Land “ihrer Väter” auszuwandern. Und dennoch spielen gerade von ihnen nicht wenige ebenfalls die gezinkte Karte “Antisemitismuskeule” aus!

Wenn es also prinzipiell keinen Antisemitismus mehr geben kann: WOZU dient dann den Zionisten die ständige Beschwörung von „Antisemitismus“, WOZU also dient ihnen insbesondere die Antisemitismuskeule als Waffe? [4]

Die Antwort ist schon im Titel von Moshe Zuckermanns Buch „Antisemit – Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“ gegeben worden: die Antisemitismuskeule dient der Unterbindung von Kritik an einer israelischen Beherrschung des Nahen Ostens durch Kriegsführung als Mittel der israelischen (im Selbstverständnis “jüdischen”) Außen- und Innenpolitik .  Sagt der Radikalpazifist.

Soviel an Denkanstößen zum Thema Vergleich – aber nicht Gleichsetzung – von Zionismus und Nationalsozialismus, wobei noch angemerkt werden muss, dass es sich beim ursprünglichen Zionismus in der Tat auch um eine nationale sozialistische Doktrin gehandelt hatte; während die aber inzwischen verschütt´ gegangen ist, so feiert die rassistische Doktrin im „jüdischen Staat Israel“ ihre äußerst kritikwürdige Renaissance, weil diese Doktrin – wie Marx es am Beispiel der jüdischen Emanzipation im “christlichen Staat Preußen” so hervorragend begründet hat – die Emanzipation der Menschheit vom Juden-Christentum erschwert.

Der Kopist Adolf Hitler hat mit seiner Erfindung und Praktizierung des wirklichen Antisemitismus – und das ist nicht nur nach meiner Erkenntnis einzig und allein der eliminatorische Antisemitismus – den Rubikon der Menschenrechte überschritten, und aus einem – historisch bis heute ja leider nicht verhinderbaren – Konkurrenzkampf um die Vorherrschaft in einem bestimmten Territorium einen biologistisch rationalisierten Vernichtungsfeldzug gegen sein Vorbild gemacht, der auch deshalb als Verbrechen ein Alleinstellungsmerkmal beanspruchen kann/muss, weil das Todesurteil bürokratisch durch das „biologisch definierte“ Etikett  „Jude“ definiert worden ist, ein in Wirklichkeit – und gerade auch von interessierter jüdischer Seite! – selbst konstruiertes biologistisches Merkmal also, für das man eigentlich/wirklich nicht schuldig gesprochen oder verantwortlich gemacht werden kann, weil man für sein Abstammung “nichts kann” – und das man dementsprechend auch nicht überlernen oder austauschen kann, wie z. B. der Gefolterte seine Weltanschauung zu wechseln vermöchte.

Meine Definition von Antisemitismus

ist deshalb historisch aus dieser perfiden biologistischen Etikettierung und Tötungspraxis der Hitleristen abgeleitet, und sie lautet

Antisemitisch  ist jede eliminatorische Verhaltensweise, die biologistisch -
also mit den unveränderlichen Merkmalen einer Persönlichkeit – gerechtfertigt wird.

Antisemitisch nenne ich – wie Moshe Zuckermann  mithin nur das Verhalten, welches eliminatorisch, also auf Unterdrückung und Tötung eines Menschen wegen seiner – wie auch immer definierten -  Körperlichkeit ausgerichtet ist.

Antisemitismus ist also in meinem Verständnis Ausdruck jener Ideologie, die einen Menschen – z. B. ein “unschuldiges” Baby – wegen seiner “völkischen”, “rassischen”  Zugehörigkeit verfolgen oder töten will, die zu diesem Zweck u. U. auch ein Genozid propagiert bzw. es vollführt. Die Apartheidpolitik der israelischen Staatsregierung ist dementsprechend nach meinem Verständnis nicht “antisemitisch”! Wohl aber die Denkweise bestimmter ultraorthodoxer Israelis – hier: die Konzeption des Herodesmords.  [5] Doch sie wird nicht mehr verwirklicht werden können!

Nicht antisemitisch sind dementsprechend also auch all jene Einstellungen und Haltungen, in denen lediglich Ärger, Wut und Hass zum Ausdruck gebracht wird: ein persönlicher  oder abstrakter „Judenhass“ ist – wie Deutschenhass, Hass auf Ausländer, auf Männer, auf Frauen, auf Katzen z. B. – nichts weiter als umgeleiteter Selbsthass [6] und von daher gesehen eigentlich ein Betätigungsfeld von Psychologen und Polizisten, nicht aber von Politikern (was diese allerdings anders sehen).

Folgerichtig ist es deshalb, wenn ich auch den drei anderen Kriterien für Antisemitismus, die ich einleitend erwähnt hatte, ihren „antisemitischen“ Gehalt abspreche. Sie lauteten: “antisemitisch” sei auch

2. Die Dämonisierung des jüdischen Staates,

Mit der agitatorischen Masche der „Dämonisierung“ treiben gerade die selbst ernannten Verteidiger des „jüdischen Staates“ ihr verwerfliches weil delegitimierendes/zersetzendes Spiel, wenn sie – wie Herr Graumann – mit ihrer Außenansicht „Die Linke und die Juden“ die Linkspartei als solche wg. der Meinungsäußerungen einiger ihrer Mitglieder als „antisemitisch“ abstempeln, also – in ihrer Diktion formuliert – die Linkspartei dämonisieren, eine Zielsetzung, die insbesondere auch der „Studie“ jener beiden intellektuellen Tiefflieger zueigen ist, auf die sich die Plappernde Kaste im Nachgang dann mit dem Bewusstsein ihrer publizistischen Allmacht in zersetzender Absicht „stützte“.

Und wenn schon: was man für sich selbst in Anspruch nimmt – die „Dämonisierung der Linken“ – das sollte man seinen Gegnern und Feinden nicht in Abrede stellen, sonst zieht man sich sehr schnell den Vorwurf der verfassungsfeindlichen Denke zu (s. o.); provokativ formuliert: „Dämonisieren“ ist zwar nicht nett, aber erlaubt!

3. Der Vorwurf, Juden verhielten sich zu Israel loyaler
als gegenüber den Staaten, in denen sie leben

Mein Gott: was ist denn daran „antisemitisch“, ist es doch erstens eine Tatsachenfeststellung, dass es Juden gibt – sie nennen sich Zionisten oder Antideutsche -  die „sich zu Israel loyaler“ verhalten als z. B. gegenüber Deutschland oder den USA; in dem äußerst sehenswerten “antiamerikanischen” projüdischen ARD-Film Bewährungsprobe (sic) für Obama (wann der wohl gecancelt wird: youtube?!) wird darüber offen gesprochen, wo also ist hier das Problem, geschweige denn die Rechtfertigung für die Ungeheuerlichkeit, einen Menschen der diesen „Vorwurf“ erhebt, als „qualifiziert antisemitisch“ zu entwerten?!

Die gleiche Frage gilt auch für das vierte zionistische Selektionskriterium der Marke „wie backe ich mir meinen persönlichen Antisemiten“, nämlich für

4. Die Behauptung einer jüdischen Kontrolle
der Medien und Politik

Wie es der ARD-Film “Bewährungsprobe für Obama” demonstriert, „kontrollieren“ auch in den USA einflussreiche Juden sowohl die Medien als auch – und insbesondere – „die Politik“. Wo ist da das Problem, gibt es doch zwischen Juden und Christen – politisch-ökonomisch betrachtet – keinen Unterschied!?

Wenn Marx recht hat – und er hat recht – dass nämlich Judentum und Christentum im Kapitalismus amalgamiert, also ununterscheidbar miteinander verschmolzen sind, dann ist doch das für uns einzig interessante Thema nicht die  Etikettierung  eines Kriegstreibers und Umweltzerstörers als „Jude, Muslim, Christ, Katholik“ , sondern die Beantwortung der Überlebensfrage der Menschheit:

Wie heben wir den Kapitalismus pazifistisch
also ohne Gewaltanwendung auf?

Aber auch wenn ich bei dieser Tatsachenfeststellung falsch läge: WOZU müsste ich mich für  meine dann ja wohl „falsche“ Meinung von einem Herrn Bergmann als „Antisemit“ entwerten lassen?! Statt als Dummkopf, als Geltungssüchtiger oder als Opfermentalitäter? Wie beispielsweise dieser Träger eines Plakats mit einem Gesicht, das

 zudem eine typische »Judennase« trägt – ebenfalls ein antisemitisches Bild?!

Nein, Herr Bergmann, das ist kein „antisemitisches Bild“, sondern das ist das Bild eines Menschen, von dem wir nicht wissen, was er mit dieser Metapher zum Ausdruck bringen wollte: Ärger, Wut, Hass, Zorn, Widerspruch, Antisemitismus?!

Das ist aber auch insofern absolut uninteressant, weil es nämlich, wie gesagt, aufgrund der Machtverhältnisse auf diesem Globus nie mehr diesen speziellen

Antisemitismus der Ausrottung des
„jüdischen Volkes“,

geben wird, weil eben auch jeder diesbezügliche “Interessent” – und infrage kommen hier nur hochgerüstete Industriestaaten – davon ausgehen darf, per präventivem Atomschlag innerhalb von acht Minuten von der Landkarte Euopas oder Asiens verschwunden zu sein. Wenn also dieser oder jener Jude in einer französischen Vorstadt von arbeitslosen Immigranten angepöbelt wird, so ist das keine Ausdruck/Kennzeichen von Antisemitismus, sondern das Ausagieren von Frust über die eigene soziale Lage, für das man sich einen Sündenbock sucht. [7] Pogrome sind im Übrigen kein Alleinstellungsmerkmal jüdischer Verfolgung, sondern seit Jahrtausenden weltweit verbreitet. Leider.

Die von Ihnen, Herr Bergmann, Herr Graumann, Herr Netanjahu, an die Wand gepinselte „antisemitische Gefahr“  ist also in Wirklichkeit ein Horrorszenario zur Delegitimation jeglichen Widerstands gegen die israelische Politik der widerrechtlichen Aneignung von „Judäa und Samaria“, vulgo „Westjordanland“.

Und ihr Gezeter darüber, Herr Bergmann, dass ein Bild „antisemitisch“ sein könne, verrät dem Profi, dass Sie das machen, was alle Manipulateure machen: Sie usurpieren einen historisch eindeutig zuordenbaren Begriff – Antisemitismus, der im Holocaust endete – nur aus eben diesem einzigen Grund: weil auch das Wort die eliminatorische Konnotation besitzt, ohne (!) die das Wort „Antisemitismus als Waffe für den Prozess der Zersetzung/Delegitimation von Art. 26 GG absolut untauglich wäre.

Sprach ich gerade von „Zersetzung“?! Korrespondiert dieses Wort mit Ihrer Feststellung in besagter (verworfener) Studie, „dass sich auch Globalisierungskritiker antisemitischer Stereotypen bedienen“?

Verstehe ich Sie recht, wenn ich die Hypothese äußere, dass Ihrer Auffassung nach bestimmte Worte und Bilder – darunter auch „Judennase“, „Zersetzung“ (Philo-Zionisten attackieren ihrereseits vornehm mit “Delegitimation”) oder raffendes Kapital“ – deshalb aus unserem Wortschatz zu eliminieren, de facto also zu verbieten seien, weil sie „antisemitisch“ kontaminiert seien? Ich will doch das Gegenteil hoffen, müssten Sie sich doch sonst von mir den Vorwurf verfassungswidrigen Denkens gefallen lassen, haben doch auch die Worte, Ehre, Treue, Heimat, Mutter eine nationalsozialistische Interpretation erfahren und dürften dann nach Ihrer Doktrin ebenfalls nicht mehr verwendet werden.

Nein: was Sie, Herr Bergmann, hier von sich geben, das ist der völlig unzulässige Rückschluss vom Gebrauch eines Wortes auf seinen begrifflichen Gehalt: nicht jede überforderte Mutter, die ihr Baby mit dem Wutausbruch „ich könnte Dich an die Wand klatschen“ und nicht jede Pubertierende, die ihre Mutter mit dem Wutausbruch „ich hasse Dich“ bedenkt, tut dies auch in Wirklichkeit, doch: “an ihren Taten sollt ihr sie erkennen!” Geredet, genauer gesagt: dahergeplappert wird ein so ungeheurer Stuss, dass es existentiell geboten ist, die Spreu vom Weizen sondern zu können.

Wenn Sie also Worte beurteilen – und das gilt auch für diese meine Worte und Sätze hier – so sind auch Sie – vorausgesetzt, sie haben ein Erkenntnisinteresse – gut beraten,  bei einer „Definition“ auf einer Begriffsbildung zu bestehen, was Sie, was Herr Graumann und was alle anderen leider – oder soll ich jetzt sagen – verständlicher Weise unterlassen haben, würde  doch eine wissenschaftliche Definition von Antisemitismus – wie ich sie hier vorgeführt habe – ihr  Geschäftsinteresse konterkarieren. Zwangsläufig.

Ich warte also auf eine wirkliche Definition von Antisemitismus, die diese Bezeichnung verdient. Gerne auch im WIDERSPRUCH zu meinen Thesen, deren erkenntnisleitendes Interesse die Lösung von Krisen und Konflikten auf argumentativem Wege gewesen ist.



ANMERKUNGEN

[1] DLF, TAZ , SZ , SPON und – schon seit Jahrzehnten - der Herr Reemtsma, beispielsweise.

[2] Arbeitsdefinition“ ist eine glatte Lüge, ist doch die „Studie“ von eben diesem  EUMC  (European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia) als unwissenschaftlich  verworfen  und nicht veröffentlicht worden. Dies wird von Werner Bergmann, dem damaligen Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, auch nicht in Abrede gestellt, der von seinem Institut in 2003 sagte: „Wir forschen seit 20 Jahren zum Thema Antisemitismus in Deutschland und haben unser Wissen in die EUMC-Studie einfließen lassen.” Aus: jungle world

[2] “Kurzfristig darf Bibi das Westjordanland, wo 300 000 Juden 2,4 Millionen Palästinenser besetzen, weiter verwalten. Lang­fristig trägt Bin Laden dazu bei, Israel als jüdische Demokratie zu zerstören.” (Friedman. In: Literarische Welt 11. 6. 2011) Thomas L. Friedman  ist einer der bekann­testen Kommentatoren der USA.

[3] Karl Marx hatte bereits 1844 seine Erkenntnisse über den Vergleich von Judentum und Christentum in dieser These zusammenfasst:: „Das Christentum ist aus dem Judentum entsprungen. Es hat sich wieder in das Judentum aufgelöst.“ (376) Und ich sage: Alle Religionen sind in Wirklichkeit das Resultat von mehr oder minder pfiffigen Geschäftsideen, genauer gesagt: Methoden der psychologischen Kriegsführung zwecks Ausbeutung von Menschen durch die Androhung von Terror bei Ungehorsam (Hölle) und Erlösung bei Unterwerfung/Hörigkeit  (Paradies) unter die Gebote und Gesetze der jeweiligen “kirchlichen” Hierokratie – verkauf t als “Gesetze Gottes” – sowie ihrer weltlichen Protégés:  weißer und schwarzer Adel.

Hier ein Beleg dieser These aus berufenem Munde: Israel Meir Lau sagt

“Ein Jude darf durchaus einen Nichtjuden bewirten. Er darf auch an seiner Mahlzeit teilnehmen – vorausgesetzt, der Jude ist der Hausherr. Ist der Jude dagegen bei einem Nichtjuden zu Gast und besteht deshalb die Gefahr der Assimilierung, sollen ihn die Kaschrut-Vorschriften an einer allzu großen Annäherung hindern und so ein Verwischen der geistigen und praktischen Grenzen verhüten.

Darauf wird auch in 3. Mose 20 hingewiesen, wo von der Absonderung Israels von den anderen Völkern die Rede ist. Diese Absonderung kommt u. a. auch in den Kaschrut-Vorschriften für die jüdische Küche zum Ausdruck. In Vers 24 bis 26 heißt es: »Ich bin der Herr,euer Gott, der euch von diesen Völkern ausgesondert hat .: So unterscheidet (88) zwischen reinem und unrei­nem Vieh, zwischen unreinen und reinen Vögeln! Macht euch nicht selbst abscheulich mit diesen Tieren, diesen Vögeln, mit allem, was auf dem Boden kriecht. Ich habe es für euch als unrein unterschieden. Seid mir geheiligt; denn ich, der Herr, bin heilig, und ich habe euch von all diesen Völkern ausgesondert, damit ihr mir gehört

Es ist unnötig, diesen sehr klaren Worten noch etwas hinzuzufügen. Zweifels­ohne hat das Befolgen der Kaschrut- Vorschriften entscheidend dazu beigetra­gen, daß sich das Volk abgesondert hat und seine Assimilierung unter anderen Völkern verhindert wurde. Wer weiß, ob nicht unser Schicksal ohne die Kaschrut-Vorschriften und’ ohne das Gesetz der »Beschneidung« das gleiche gewesen wäre wie das der Ammoniter, Philister, Aramäer, Phöniker, Edomiter, Kanaanäer und anderer Völker, die schon längst von der Bühne der Geschichte verschwunden sind.

Trotz aller Bemühungen, die Kaschrut-Vorschriften logisch zu erklären, gehören sie immer noch zu den sogenannten Hörigkeitsgesetzen (den verord­neten Gesetzen), an deren Befolgen. man den frommen Juden erkennt: blinder Gehorsam ohne Widerspruch gegen die Gesetze, die auf dem Berg Sinai gegeben wurden. Das hat Rabbi Eleasar ben Asarja so ausgedrückt: »Sag nicht, es sei unmöglich, Schweinefleisch zu essen; sag nicht, es sei unmöglich, sich mit Kleidern aus gemischten Geweben zu kleiden. Es ist durchaus möglich. Aber was soll ich tun, da Gott es verboten hat?« Anders ausgedrückt: Nicht etwa persönlicher Geschmack oder irgendein anderer logischer Grund bedingen diese Lebensweise, die das Befolgen der Speisevor­schriften oder das Tragen bestimmter Kleidung notwendig macht, sondern nur der Wille Gottes, daß wir unsere vorübergehenden Wünsche, Triebe und Begierden zügeln – weil er es so will. So steht es geschrieben: »Gottes Spruch ist geläutert«: Die Gebote wurden nur zur Läuterung des Menschen gegeben.

Aus: Israel Meir Lau: Wie Juden leben. Gütersloh 1988, S. 76

[4] Interessant und erhellend zum Thema der  aktuellen Bedeutung des Antisemitismusvorwurf für die Fight-For-Israel-Gruppe in Deutschland ist  ein Referat, das von Thomas Müller auf einer Veranstaltung mit dem Titel “Man wird ja wohl noch…” – Aktueller Antisemitismus in Deutschland am 2. Juli 2002 im “Haus der Demokratie” gehalten worden ist.

Hier ein Auszug:

 Zum anderen ist die „Antisemitismuskeule“ ein Einsatz im Kampf um Definitionsmacht: die Antisemiten wollen fortan selber definieren, was Antisemitismus ist. Den Juden in Deutschland soll damit ihre einzige Widerstandsmöglichkeit genommen werden: nämlich das beim Namen zu nennen, was ihnen angetan wird. Aus: hagalil.com 23-07-02

Müllers Referat ist programmatisch übergetitelt mit  “Heute wie damals?”, was für den Autor aber keine wirkliche Frage ist, sondern platt auf eine Gleichsetzung des Deutschlands von 1936 mit dem Deutschland um 2002 hinausläuft.

Dieser sein geschäftsinteressierter Unsinn mindert aber nicht den Wert des Eingeständnisses von Müller, demzufolge – wie in diesem Essay ja auch von mir nachgewiesen – der zionistisch inszenierte, skandalisierte und seit Jahrzehnten am Köcheln gehaltene  „Antisemitismusstreit“ in Wirklichkeit immer schon ein „Kampf um Definitionsmacht“ (gewesen) ist und dass die „Definition“ dessen, „was Antisemitismus ist“, exakt als das bezeichnet werden kann, was ich hier kritisiert habe: als Waffe im Kampf nicht nur um „Definitionsmacht“, sondern um  Definitionshoheit, Definitionsallmacht! Und zwar des Kampfes ausnahmslos aller deutschen Medien, mit denen also auch ich mich (wieder einmal) angelegt habe….!

Diese auch in diesem Zitat zum Ausdruck gelangende Regression der zionistischen 5. Abteilung in Deutschland auf das primitive Niveau des OPFERMENTALITÄTERs korrespondiert im Übrigen exakt mit der – hier thematisierten und entlarvten  – Weigerung, eine wirkliche, eine erkenntnisfördernde, eine diskussionswürdige Definition von Antisemitismus vorzulegen, wie ich das andererseits hier getan habe.

 Meine Prognose: es wird deshalb auch zu diesen meinen Thesen keinen wirklichen WIDERSPRUCH geben (können)!

[5] Das Gesetz der “Rassereinheit” und die daraus abgeleitete Feindschaft ist ein dreh- und Angelpunkt der ultraorthodoxen Religionsauffassung – sprich: Rechtsauffassung. Hier ein Beleg dieser These aus der SZ vom 30. 6. 2011:

Der Konflikt um Rabbi Dov Lior schwelt schon seit langem. Konkret wird ihm vorgeworfen, zum Rassismus anzustacheln, weil er sich hinter die Thesen eines höchst umstrittenen Buches namens ‘Die Torah des Königs’ gestellt hatte. Darin hatten zwei andere Rabbiner auf drastische Weise die Tötung von Nicht-Juden gerechtfertigt. So heißt es in dem 230 Seiten starken Werk unter anderem, dass nach jüdischem Recht in einem Krieg auch die Tötung von Babys auf Feindesseite erlaubt ist, wenn klar sei, dass diese Kinder später genauso schändlich wie ihre Eltern würden.

[6]   Diese einfache Wahrheit ist am Beispiel der Badenser vom Oberrhein von Christoph Meckel auf diese wohlwollende Art beschrieben worden:

Es gibt den Hochmut des provinziellen Dickschädels mit Begriffen sie SCHOLLE und BODENSTÄNDIGKEIT, und es gibt einen chronischen, vielfach ahnungslosen und beinahe gutartigen,  oder aber hartköpfig-rustikalen Chauvinismus gegen Plattdeutsche, Franzosen, Burmesen, Kinder, Studenten, Protestsänger, Schweizer, Isländer, Juden, Spaghettifresser, Chilenen, Neger, Russen und Hergelaufene (der Chauvinismus hält sich in Grenzen, sofern die Genannten lokalen Boden nicht betreten). Christoph Meckel: Suchbild. Über meinen Vater (1980)

So what: “Antisemitismus!”? Let´s laugh together!

[7]  Ich teile diese (!) Auffassung von Natan Scharansky ins WELT-Online vom 29. 4. 2004:

Vorurteile und Stereotypen gegen Juden tauchen immer wieder auf, doch dürfen sie nicht physisch und kulturell existenzgefährdend werden.

Nur existenzgefährdende Taten sind antisemitisch.