Die Hauptursachen der SPD-Niederlagen


Zitat aus SPON: Solange die SPD weiterhin diesen Eiertanz („Nicht mit der Linken, auf Länderebene JA, auf Bundesebene NEIN“)  vollführt, programmiert sie künftige Niederlagen. Von der Linken holt sie so nicht verlorene Stimmen zurück. Im Gegenteil! Etwas mehr Machtinstinkt täte der SPD gut![/quote]

Meine Antwort vom 12. November 2008:

Wie wahr. Die Niederlage der hessischen SPD ist das Resultat einer – historisch gesehen – fundamentalen Fehlentscheidung des SPD-Bundesvorstandsvorstands: ich spreche von dem fatalen Abgrenzungsbeschluss gegenüber den Mitgliedern der SED in den Jahren 1990ff..

Die SPD-Führung, das zeigen alle historischen Vergleiche, ist bis heute in jede Falle getappt, die ihr von interessierter Seite „angeraten“ worden ist. Während z. B. die „bürgerlichen“ Parteien 1949 ff. keinerlei Berührungsängste mit den 8 Millionen eingeschriebenen Mitgliedern der NSDAP gehabt hatten – sie hätten ansonsten ja sich selber ausschließen müssen – so ließ sich 1990ff. die tölpelhafte SPD-Führung von der Einverleibung der 1,3 Millionen SED-Mitglieder „abraten“, nachdem man diese von interessierter Seite vorsorglich und nachhaltig als anrüchige Diktatorenknechte kontaminiert hatte.

Dabei ist Realpolitik, also Anerkenntnis der Wirklichkeit, doch so einfach, und die „Bürgerlichen“ machen das seit Jahrtausenden ungeniert vor. So verschaffte beispielsweise Adenauer in 1949ff. Zehntausenden von Schreibtischtätern, also den wirklichen (Kriegs)Verbrechern – Gehlen, Oberländer, Globke und Co – politische Spitzenpositionen, ein hohes Einkommen, ein hohes gesellschaftliches Ansehen, eine sichere Altersversorgung, und auch der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust bediente sich 2001ff. einer „nicht regierungsfähigen“ Gruppierung von Demagogen, um seiner Partei zur Macht zu verhelfen! Hat es derselben und hat es ihnen geschadet?!

Was also ist angesagt in Deutschland?! Strategisch angesagt ist nach zwanzig Jahren der heuchlerisch beschworenen „Wiedervereinigung“ der Blick nach vorn! Angesagt ist z. B. das Ende einer Politik der Sippenhaft für DIE LINKE, ihre an die Praxis der Nürnberger Rassengesetze gemahnende Stigmatisierung als „SED-Nachfolge-Partei“.

„Massendemos, Unruhen und brennende Barrikaden, ja selbst der Tod von Rudi Dutschke haben ihren Ursprung direkt im Einfluss- und Auftragsbereich von Erich Mielke, dem Stasi-Minister der SED (heute Linkspartei). So viel auch zum Thema, ob die DDR ein Unrechtsstaat war.“ Autor: HANS-HERMANN TIEDJE, in:

http://www.bild.de/BILD/news/standar…nn-tiedje.html

Angesagt ist auch, dass einige alte Männer in der SPD ihre narzisstischen Kränkungen überwinden indem sie kapieren, dass man nicht selber die Methoden der Ausgrenzung praktizieren darf, die man am eigenen Leibe erleiden musste: „Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau“ (Adenauer)

Wirklichkeit ist: DIE LINKE ist Fleisch vom Fleische der SPD und niemand weiß das so genau wie diejenigen, die sie – die SPD! – am liebsten in der Opposition sähen. Deshalb meine Frage an Franz Müntefering und Andrea Ypsilanti: wer von euch beiden hat denn nun „lieber heißes Herz und klare Kante als Hose voll“?

Oder direkt gefragt: wann – endlich! – lernt die SPD-Führung das Kämpfen?

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