Profiteure des Alarmismus

Es gibt in Europa und in den USA keine Terrorgefahr, es gibt nur Interessenten, die an ihr verdienen.

Zitat von sysop: Experten warnen vor Anschlägen in Deutschland – wie groß ist die Terrorgefahr wirklich?

Dass es ab 1933 in Deutschland und ab 1936 in ganz Europa Terror gegeben hat, ist unbestreitbar und – sieht man von den bekannten Knallchargen ab – auch unbestritten. Doch im Deutschland von heute gibt es keine „Terrorgefahr“ mehr – und wird es auch niemals mehr eine geben.

Wenn man von „Terror“ spricht, dann sollte man also – wie ich es gerade gemacht habe – auch definieren, was man darunter versteht, setzt man sich doch ansonsten des Verdachts aus, mit diesem Terminus ein oder mehrere egoistische Geschäftsinteressen pushen zu wollen.

Dieses Interesse ist auf jeden Fall allen nicht-seriösen Massenmedien nachzusagen, lässt sich doch mit der Beschwörung einer „Terrorgefahr“ sowie mit der Berichterstattung über ein als „Terroranschlag“ qualifiziertes Verbrechen enorm viel Geld verdienen. Es ist aber auch einer Reihe von bekannten Politikern nachzusagen bzw. vorzuwerfen, die sich davon ihren Profit auf dem Markt der Wählerstimmen versprechen, indem sie Angst erzeugen und sich als den Beschützer aufspielen[1].

Ein Beleg für meine Behauptungen ist der publizistische und politisch-administrative Wirbel um die interessehalber als solche klassifizierten „Kofferbomber“, ein anderer Beleg das Wahnsinnsgetue um vier geltungssüchtige Flitschpiepen, auf die ein Prozess von zweijähriger Dauer wartet, der sie mit genau dem bedienen wird, worauf sie es zielführend abgestellt hatten: Publicity, öffentliche Aufmerksamkeit, Ansehen bei anderen Knalltüten, Honorare für die Verwertung ihrer Story und ein sorgenfreies, für sie – die Losertypen – sehr angenehmes Leben in U-Haft.

Der ganze Zauber, der um die – von interessierter, sich selbst als „Experten“ adelnde Seite -so genannte „Terrorgefahr“ veranstaltet wird, dient einzig dem bekannten Interesse an Umsatzsteigerung und persönlicher Bereicherung, denn es gibt sie nicht: die Gefahr eines wirklichen Terrors. Was es allerdings immer schon gegeben hat (und was es bis an das Ende unserer Tage auch in Deutschland geben wird), das sind Aktionen von Opfermentalitätern, also von irgendwie benachteiligten, zu kurz gekommenen, entwerteten, missbrauchten jungen Männern, die ihr Skript – nämlich der „letzte Arsch“ zu sein, „zu nichts zu taugen“, „zu dumm zu sein, einen Eimer Wasser umzustoßen“ – zwanghaft dadurch einlösen (müssen), dass sie eine Untat begehen, durch die (auch) sie wieder zum Opfer werden können. Der Volksmund spricht von der Karriere dieser Angebertypen, wie sie beispielsweise die vier Burschen der so genannten „Sauerlandgruppe“ darstellen: „er startete als Tiger und landete als Bettvorleger“ – also von OpfermentaliTätern eben!

Gegen psychisch kranke Amokläufer und andere geltungssüchtige „Krieger“ ist kein Kraut gewachsen. Einer, der erst dann mit seinen Untaten aufhört, wenn er – in seiner Denke „endlich“ – wieder zum Opfer werden, also seiner „wirklichen“ Bestimmung nachkommen kann, ein solcher Junkie lässt sich gerade durch kriegerische oder polizeiliche Prävention nicht nur nicht stoppen, sondern genau zur Untat animieren, liegt doch für ihn im Scheitern (!) der Sinn seines „eh schon verpfuschten Lebens“ (Fremd- und Selbstbild).

Fazit: wir haben damit zu leben, dass es Geltungssüchtige gibt, und wir sollten lernen, mit ihnen erfolgversprechend umzugehen, nicht aber, sie in Versuchung zu führen, sich gerade als Opfermentalitäter „beweisen“ zu müssen!

SPON 23. 4. 2009


[1]siehe folgenden Artikel:

„Terrorziel Europa – Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste“

von JÜRGEN ELSÄSSER.

Die »Wasserstoffperoxidbomber« taten ihr Möglichstes, um auf sich aufmerksam zu machen –

Ein typisches Beispiel von Hofberichtserstattung:

Nach einem Tipp eines US-Geheimdienstes hatten rund 600 (!!!)  deutsche Ermittler die Verdächtigen monatelang (!!!) überwacht und beobachtet, wie sie sich rund 700 Kilogramm Wasserstoffperoxid beschafften. Diese Menge reicht zur Herstellung von etwa 550 Kilogramm Sprengstoff aus. Beim Aufkochen der Chemikalie, die auch für die Anschläge von Djerba, London und Casablanca verwendet wurde (eine dreiste Lüge, jedenfalls laut  Jürgen Elsässer), nahm die Polizei die Männer Anfang September 2007 im Sauerland fest.

Adresse: http://www.n-tv.de/1141525.html

Fakt ist: das von den vier „Attentätern“ gewählte Verfahren  des „Aufkochens“  ist objektiv nicht geeignet einen anwendbaren / praktikablen Sprengstoff herzustellen, wohl aber mit höchster Gefahr fürs eigene Leben verbunden!

Ein weiteres Beispiel für den alarmistischen Pseudo-Reportagestil unseliger Tage ist der Beitrag von Anette Ramelsberger, der  darüber hinaus auch noch – in einen Vorwurf an die Adresse des wirklich Denken könnenden Lesers gekleidet – die politischen Zielsetzungen des Innenministers lanciert:

Der Nachbar als Terrorist

Von Annette Ramelsberger

Der Feind wohnt nebenan. Er geht in dieselbe Schule, er sitzt im selben Bus. Keine eingeschleusten Abgesandten Osama bin Ladens wollten den Terror nach Deutschland tragen, sondern fanatische Einheimische, sogenannte „home grown terrorists“, wie das die Briten nennen und fürchten, seitdem sie bei den U-Bahn-Anschlägen 2005 zum ersten Mal auf diese Spielart des Terroristen stießen. Dort waren es junge Pakistaner, die in Großbritannien aufgewachsen und integriert waren und sich dann als Selbstmordattentäter in die Luft sprengten.

Nun hat auch Deutschland seine „home grown terrorists“. Aus zwölf Kanistern mit Wasserstoffperoxid wollten sie tödliche Autobomben herstellen. Ein Arztsohn aus Ulm, ein Gymnasiast aus Neunkirchen, der Sohn eines türkischen Bauarbeiters aus Hessen, in der Bundesrepublik aufgewachsen. Die Bilder (ein BILD sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte! – GW) von den blauen Fässern, die Berichte der Polizei über die monatelange Observation der Verdächtigen lassen keinen Zweifel (wie denn auch?!) daran, dass der Heilige Krieg nach Deutschland gekommen ist.

Aber den Deutschen ist die Dimension dieser Gefahr nicht wirklich bewusst. Stattdessen dreht sich die Diskussion um ein, wenn auch wichtiges, Detail der Polizeiarbeit: die Frage, ob die Fahnder in Zukunft bei einzelnen Terrorverdächtigen heimlich auf deren Computer zugreifen dürfen, um zu sehen, was diese planen.

Aus: SZ vom 8. 9. 2007

SPON 23. 4. 2009
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Eine Antwort zu Profiteure des Alarmismus

  1. profiprofil schreibt:

    EHEC
    Eine abschließende (und überflüssige?) Analyse
    – ein sehr guter Beitrag zum Thema Alarmismus durch die Medien und seine Profiteure von Janosch Deeg.

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