Wer ist eigentlich Jude? Oder Bayer? Oder Thüringer?!

work in progress: 17. Mai 2017

Thüringer und Bayern

Prolog

Was will uns DIE ZEIT vom 25. 4. 2013 mit dieser Headline eigentlich/wirklich „sagen“:

AlbrightSusanne Mayer, die Autorin dieses Artikels, stellt (sich) zwar die Frage: „Was heißt es, jüdisch zu sein?“, doch hat auch sie nicht die Traute, (sich) darauf eine Antwort zu geben, geschweige denn die richtige (s. u.); sie verhält sich stattdessen – gemessen an ihrer eigenen Denke – lieber „jüdisch“ („warum antworten Juden auf Fragen mit Fragen“), indem sie (sich) eine neue Frage stellt: „Kann man aufhören, Jude zu sein?“ Wo es doch ihrer Auffassung nach um eine „Tatsache“ gehen solle, „um die Tatsache, dass sie Jüdin ist“.

ANTISEMITISMUS GLEICH ZIONISMUS

Die jüdische, die zionistische  und die nationalsozialistische Antwort lautet: niemand, der als Jude geboren (worden) ist, kann jemals aufhören, Jude zu sein, weshalb ja auch -nota bene! –  der nationalsozialistische Begriff von Abstammung bzw. von Rasse (Nürnberger Gesetze der NSDAP von 1935) sowohl in Art. 3 Grundgesetz wie auch im israelischen Staatsbürgerrecht seine Erwähnung gefunden hat, eine zionistische Entscheidung, der sich die jüdische Orthodoxie unterwerfen musste!

Da nun Frau Albrights Eltern sich in „ihrer Heiratsurkunde von 1935 als konfessionslos“ bezeichnet hatten, hat nicht nur die Denke von Frau Albright, sondern auch das Verständnis der Autorin vom „Jüdischsein“ – für jeden offensichtlich – nichts mit Religion und Religionszugerhörigkeit, sondern sehr viel mit biologischer Abstammung zu tun, eine Denkfigur, mit der im Übrigen ja auch der „berühmteste Konfirmand der Stadt“ – und dies nicht nur von Goebbels – als „Jude“ etikettiert worden ist. Und auch heute noch ständig so etikettiert wird!

Diesem Rassismus in uns allen bin ich an anderer Stelle nachgegangen.

Hat diese rassistische Etikettierung ihrereseits nun etwas mit „antijüdischem Ressentiment“ oder gar mit „Antisemitismus“ zu tun?! Oder aber doch damit, dass sich das Judentum selbst völkisch definiert?! Mit jüdischem Selbstverständnis also?list-of-german-jews-marx
Mit dieser Erkenntnis scheint Thomas Assheuer so seine Probleme zu haben, wenn er über Heidegger sagt: Heidegger Assheuer 1

Worin besteht denn Heideggers vorgeblicher „Ausfall gegen die Juden“?!

Nun: Assheuer findet es assheuerlich – „der einen den Atem stocken lässt“ – , dass Martin Heidegger auf den gerade von mir thematisierten innerjüdischen Widerspruch aufmerksam macht, der darin besteht, dass Juden den für sie absolut selbstverständlichen, biologistisch verstandenen Semitismus als  Hauptmerkmal des Jüdischen vertuschen, um den Anti-Semitismus ihrer Gegner und Feinde als „Gerücht“ (Adorno), als „Voruteil“, als „Ressentiment“ (Benz) kurz: als „unverständlich“ sprich: verlogen hinstellen zu können:

Heidegger Assheuer 3

Mal abgesehen davon, dass Assheuer hier dem Heidegger Böses unterstellt – denn logisch ist diese seine „um-zu“-Behauptung nicht – gilt es doch festzuhalten:

Es handelt sich hierbei nicht um Heideggers „Zuschreibung“, sondern um das zentrale, konstitutive  jüdische Selbstverständnis itself, will sagen: 

  1. jeder Jude weiß, dass auch seine „Religion“ in Wirklichkeit auf einer Geschäftsidee beruht,  genauer gesagt: eine Geschäftsidee istGoldman Geld abgreifen
  2. weiß jeder Jude, dass der zwischen G-tt und „seinem Volk“ abgeschlossene berith (Vertrag) auf der schlichtesten aller Berechnungen beruht, die da heißt: do ut des (ich gebe, wenn / damit Du gibst)!  
  3. weiß zumindest jeder Jude, dass Heidegger „den Juden“ nichts vorschreibt , sondern dass er lediglich von „den Juden“ abschreibt,dna woraus
  4. logisch folgt, dass Assheuers „Schlussfolgerung“ selbst von mir auch als „heimtückischer“ oder idiotischer  Ausdruck von intellektueller Vertuschung gegeißelt werden darf, die vom Bürgertum bemüht werden muss, um von der Tatsache abzulenken, die Heidegger in dieser Schlussfolgerung zum Ausdruck bringen möchte:

Heidegger Himmler Vergleich3Das gilt zumindest dann, wenn man – wie die Zionisten es mit dem „Judenstaat“ (Th. Herzl) vorgemacht hatten – das Rasseprinzip zur Volks- und Staatsdoktrin erhebt. Und eben das haben die Hitleristen getan – auch wenn es „jüdische Wesensart“ gewesen ist. Hier das „wesenhaft jüdische“ Selbstbekenntnis des Adolf Hitler aus Mein Kampf (1927, S. 506)

506 Jüdische Wesensart Denkart

Weghorn sagt: Adolf Hitler hat – auch nicht mit der „Endlösung der Judenfrage“ – „die“ Juden bekämpft [schließlich haben in den Jahren 1933 – 1940 über 570.000 deutschsprachige Juden „emigrieren“ können], sondern Hitler bekämpfte – selbsthassend?! – das „Judentum“ vom Standpunkt eines Zwillings (Kain oder Abel) aus, konnte er doch „das Weiterbestehen einer Vertretung des früheren Zustands nicht dulden“! Indem er die Juden als eine „minderwertige Rasse“, also als Untermenschen entmenschte, wählte auch er die Methode des Judentums, verstanden als „jüdische Wesensart“:

Herrenmenschen Goldmann

Goldmann bestätigt hier auch den völkischen Charakter des Judentums, welcher Juden im jeweiligen Land  zum Gastarbeiter, zum Gast, zum „Fremden“ [im wohl verstandenen Sinne von Fremdenverkehr, von Fremdenzimmer] werden ließ und lässt – und dies absolut nicht nur im Verständnis des „Wirtsvolks“, sondern im absoluten Selbstverständnis des Juden itself, der sich selbst nicht als jüdischer Pole, sondern als in Polen lebender (polnischer) Jude definiert / verstanden hat!

So eben auch Madeleine Albright als eine in Amerika lebende „amerikanische“ Jüdin.

[Lies hierzu: ANTISEMITISMUS, DEUTSCHTUM, ZIONISMUS, JUDENTUM und Co]

WEGHORNs FAZIT:

  1. „Das jüdische Paradoxon“ des „Überstehens“: Die Zionisten untertützten das Hitlersche Projekt „Lösung der Judenfrage“ (Variante A), weil es 570.000 Juden des „Großdeutschen Reichs“ zum Überleben verhalf, also auch ihrem zionistischen Interesse DIENTE!
  2. Das Hitler´sche Projekt „(End)Lösung der Judenfrage“ DIENTE NICHT der „Befriedigung“ einer – antideutsch fantasierten – „spezifisch deutschen“ Zwangshandlung namens  „Drang zur Ausrottung der Juden wg. persönlichen Minderwertigkeitsgefühls“, wie es die zionistischen Antisemitismus-Lügner auf Basis der psychologisierenden Ideologie ihrer Frankfurter Schule behaupten – und auch 2015 in Dresden als ihre perverse Projektion „feierten“:Antideutsche Banderole Dresden Fire Massacre 13. 2. 1945[Antideutsch-zionistisches Freudenfest zur Feier des 70. Jahrestags der vorsätzlichen Verbrennung von Dresdens Stadtzentrum und seiner Bevölkerung durch die  Royal Air Force am 13. Februar 1945: „Alles Gute kommt von oben“; „Bomber-Harris Superstar: Dir dankt die ANTIFA„; „Thanks Bomber-Harris“]
  3. Das Hitler´sche Projekt „Endlösung der Judenfrage“ (Variante B) in den Kriegsjahren 1939 bis 1945 DIENTE  – sehr „effektiv“ – dem politisch-praktischen Zweck der ethnischen Säuberung des für die deutsche Kolonialisten „im Osten“ vorgesehenen „Siedlungsgebietes“ sowie der Beseitigung überflüssiger Esser – sprich: nicht-arbeitsfähiger – Bewohner dieses Siedlungsgebietes, hatte doch die Versorgung der Reichsbürger mit Nahrungsmitteln aus den Besatzungsgebieten absolute Priorität gehabt.
  4. Auch das Hitler´sche Projekt „Endlösung der Judenfrage“ (Variante B) DIENTE – sehr „effektiv“ – dem politisch-praktischen Zweck der SOZIALISIERUNG JENES HERRENMENSCHEN, der im projektierten SS-Staat (Eugen Kogon) unabdingbar  zur BEHERRSCHUNG der (von ihm) eroberten und halbwegs „ethnisch gesäuberten“ SIEDLUNGSGEBIETE für die kommenden 100 Jahre benötigt wurde. Unabdingbar!
  5. Dem selben Zweck – Sozialisierung des Herrenmenschen – dient im Übrigen die zionistische Besetzung Palästinas einschließlich des Gazastreifens, Ost-Jerusalems und des WestjordanlandsUntermenschen

 

Herrenmensch Amira Hass[Falisifiziere: BLUEPRINTtheorie www. blueprinttheorie.de ]

Nachtrag: Eine Ahnung von dem, was der auf dem Zionismus beruhende nationalsozialistische Antisemitismus für die Hitleristen wirklich bedeutete, vermittelt diese Aussage von Timothy Snyder aus einem Interview über sein Buch Black Earth – Der Holocaust kann sich wiederholen – ein im Übrigen typisches Dokument des zionistischen Antisemitismus-Verständnisses:

Snyder deutsche Schuld

Auch Snyder ist ein Antisemitismus-Lügner, insofern er von der „deutschen Schuld“ fantasiert, aber – auch wenn er grotesker Weise als Gegenthese für die von mir entdeckten Sozialisationsfunktion der Endlösungspraxis eine von ihm imaginierte, anscheinend  bereits ansozialisierte (oder angeborene?!) Fähigkeit von   „Zehntausenden von Deutschen“ als Ursache des Holocaust erfindet an den Tatsachen kommt auch er nicht vorbei!

Und zu diesen Tatsachen gehört, dass sich die Endlösungspraxis in dem von den Hitleristen ab Juni 1941 geführten Weltanschauungskrieg  gegen ausnahmslos alle Einwohner des zukünftigen Siedlungsgebietes gerichtet hat, und zwar gegen mehr als 100 Millionen sowjetische  Zivilisten, von denen mehr als 15 Milllionen ( Juden eingeschlossen) in der Tat nicht in Vernichtungslagern, sondern an Ort und Stelle liquidiert worden sind; von den Abermillionen von Rotarmisten hier nicht zu reden.

Kleine Anmerkung vom 27. 1.2017: durch die Höcke-Äußerung vom Holocaustdenkmal als „Denkmal der Schande“ des deutschen Volkes erhob sich in den deutschen Leitmedien und allen deutschen Parteien ein Sturm der Entrüstung, sind diese doch, wie Herr Snyder, der Auffassung, dass der nationalsozialistische Antisemitismus der Varianten A und B nicht etwa das Werk einer Clique von (in Nürnberg verurteilten) Nationalsozialisten, sondern das Werk „des deutschen Volkes“ gewesen sei. Hier ein typisches Zitat, das die von mir so genannte Kollektivschuld-Lüge als Selbstbekenntnis eines deutschen Autors bekräftigt:

adenauer-verbrechen-des-deutschen-volkes

Interessant, wie Premierminister Netanjahu die – in diesem Adenauer-Artikel beispielhaft memorierte – zionistische Kollektivschuld-Lüge für sich selbst auch schon mal negiert, wenn es ihm in den Kram passt – hier: in seiner Rede vom 27. 1. 2017 in Yad Vaschem:netanjahu-regime-schoa

Nicht das „deutsche Volk“, sondern – wie auch ich es herausgestellt habe – das NS-„Regime“ hat die Lösung (Variante A) sowie die Endlösung (Variante B) der Judenfrage „ausgeführt“! [Natürlich kann man sich folgende zionistische „Relativierung“ dieser Aussage vorstellen, dass nämlich Netanjahu nur die staatspolitische „Ausführung“ eingestanden, damit jedoch  nicht die „Urheberschaft“ des deutschen Volkes an beiden staatspolitisch organisierten Projekten negiert habe….!? Der Beweis für diese Unterstellung steht aber bis heute aus, weil er nicht erbracht werden könnte.]

HASSE DEINEN NÄCHSTEN WIE DICH SELBST!!

Hitlers persönlicher (!) Hass gegen (s)ein Judentum könnte – doch wer weiß das schon?! – eine Erscheinungsform der persönlichen „Bewältigung“ Hitler Rede Ausrottung des Judentumsdes  aus (s)einer Geltungssucht resultierenden Selbsthasses gewesen sein?

Möglich / wahrscheinlich ist es, dass er (s)ein anerzogenes Gefühl der persönlichen Ohnmacht, Hilflosigkeit, Wertlosigkeit nicht als das bekunden gelernt hat, was angemessen gewesen wäre: als TRAUER über seine (vermeintliche / wirkliche) Ohnmacht, Hiflosigkeit und Wertlosigkeit (für persönlich wertvolle Dritte: seinen Vater, seine Mutter!), sondern dass auch er diese seine Trauer unter dem HASS und dem Schrei nach RACHE an einer – persönlich als übermächtig projizierten – sozialen Gestalt begraben musste, hier: in einem „Weltkrieg zur Ausrottung des Judentums“ – abstrakt formuliert: als „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ (Zick)

Und dieser persönliche Selbsthass, diese Autoaggression – Sebastian Haffner (1978) spricht von „Vernichtungswillen“  – richtete sich ja dann letztlich auch gegen „die Deutschen“selbst, hätten diese doch ihn – Hitler, „den Deutschen“ schlechthin, den von „der Haffner Hitler Deutsche HolocaustVorsehung“ als HEILand HITLER Berufenen, den Racheengel des vom Versailler Diktat gedemütigten deutschen Volkes – so schmählich verraten,  wie einstens der Jude Judas den Heiland bzw. so impotent versagt vor der Macht der (jüdisch beherrschten) Imperien USA und Sowjetunion, wie einstens der Jude Petrus vor den Römern.

Hitler persönlich hätte also mit dieser seiner Politik der „Vernichtung“ / Auslöschung des Judentums in Wirklichkeit das schwächliche Deutschtum  ausrotten wollen, und mit dieser „spezifisch jüdischen Denkart“ des jüdischen Propheten, der seinem unbotmäßiges Volk periodisch Gottes Strafgericht androht – als eine solche „Strafe Gottes“ gilt beispielsweise vielen orthodoxen Juden auch der Holocaust –  hätte sich Hitler an sein oben zitiertes Selbstbekenntnis gehalten….?!

Wir kennen Hitlers Beweggründe nicht wirklich: war sein Antisemitismus verschobener Selbsthass (auch auf sich als Deutscher) und / oder entsprang er einer politisch-ökonomischen Theorie über den Semitismus bzw. den Zionismus?! Ist also der Semitismus / Zionismus wirklich das, was die Hitleristen von ihm sagen?

Ist also die von Hitler beschworene „jüdische Gefahr“ eine zutreffende Reflexion der zionistischen (!) Welteroberungs-Strategie der USA (S. Brzezinski) gewesen?biden

Studiere noch einmal WEGHORNs FAZIT!

Ende des Prologs 

Erstes Gespräch

Ich habe selten einen Artikel gelesen, in dem so facettenreich der Frage: „Wer ist Jude“ nachgegangen wird, wie dies bei Andreas Zielcke geschehen ist. (SZ vom 26. 11. 2009)

Die Bedeutung einer Beantwortung dieser Frage: wer ist eigentlich / wirklich „Jude“ ist gar nicht zu überschätzen, trifft sie doch insbesondere „das religiöse, aber auch das weltliche Israel schwer – aufreibend wie die Konflikte um die „jüdische Identität„ohnehin sind“ (s. Kommentar vom 3. 2.). WOZU – und worin – die Antworten immer noch strittig sind, das möchte ich nun in der folgenden Kritik zu ergründen versuchen, die – wie alle meine Beiträge – als Denkanstoß und deshalb mit der Bitte um WIDERSPRUCH zu studieren ist.

Diskussionswürdig ist für mich insbesondere Zielckes Parteinahme für die „rigide halachische“ Beantwortung dieser Frage, die allein zu stellen ja für ihn schon erklärtermaßen „heikel“ ist, und zwar per se: „Darf sie außerhalb Israels überhaupt von einem staatlichen Organ gestellt – und beantwortet werden?“

Diese seine „rhetorische“ Frage finde ich – wohlwollend formuliert – wiederum mehr als „heikel“, doch ist sie zugleich auch investigativ-informativ, eröffnet sie doch dem wirklich denken könnenden Profi einen Ausblick auf Interessen, die sich hinter Zielckes verschwurbelten „Antworten“, also hinter der faktischen Nichtbeantwortung bzw.  Verneinung seiner „rhetorischen“ Frage verbergen könnten.

Zielcke nähert sich einer Beantwortung der Frage nach den Kriterien des „Jüdischen“ über die richtige Feststellung von der „Doppelnatur der orthodoxen Lehre, die das religiöse Element mit dem ethnisch-matrilinearen verschmilzt“, was, so konstatiert er zurecht, unter den Religionen der Welt eine „Ausnahme“ darstelle!

Jüdischsein also als etwas ganz Besonderers, etwas Einmaliges auf der Welt.

Dieses schon seit den Zeiten von Moses in der Thora (5. Mose 7) tapfer behauptete Alleinstellungsmerkmal „der Juden“ – nämlich das „auserwählte Volk Gottes“ zu sein – muss zumindest als Auslöser der religiös verbrämten jahrtausendealten Judenfeindschaft verstanden werden (lies unten: DAS DRITTE GESPRÄCH), eine Auffassung, die auch in den zurückliegenden 2.500 Jahren unter den Erfindern und Profiteuren der Geschäftsidee Judentum niemals strittig gewesen ist:

Jüdisches Lexikon Judenfrageund zwar nicht zuletzt deshalb, weil es den „gläubigen“ Juden untersagt geblieben ist, Nichtjuden zu missionieren und / oder sich mit Nichtjuden „einzulassen“ (Esra 9), anders gesagt: sich als ethnisch-religiöse „Volksgemeinschaft“ aufzuheben und universell  zu „verschmelzen“, wie es sich die beiden anderen monotheistischen Religionen auf ihre Standarten geschrieben haben….! (Eine diskussionswürdige Variante dieses Nicht-Integrationsinteresses „der Juden“ liefern der „Jude“ Henryk M. Broder:

Broder Parallegesellschaft AbsonderungOder Salomon Korn. Oder Heinrich Simon am Beispiel der Bedeutung der Beschneidung.)

Die offizielle rabbinische Auslegung von Esra 9. 11f. – also die göttliche Begründung des Gebots der jüdischen Rassereinheit – liefert Israel M. Meir in 1987 mit diesen Argumenten:

meir-rassereinheit-absonderung                           Aus: Israel  Meir Lau: Wie Juden leben. S. 76

Und dieser Auffassung treu geblieben ist auch der jetzige Obberrabiner David Lau (Jerusalem), können wir doch im Israelnetzwerk vom 01. November 2014 diese Kriterien des Jüdischseins nachlesen, die sich knallhart an den nationalsozialistischen „Nürnberger Gesetzen“ orientieren, was insofern auch nur den Philosemiten verwundert, weil das für die Zionisten schon 1935 akzeptiert gewesen ist: Nürnberger Gesetze Lau(Auf das Bild klicken) Klare zionistische Ansage: die vielbemühte jüdische Identität beruht  auf rassistischen und nicht auf religiösen Kriterien, eine Tatsache, die ich im Übrigen – wie hier dokumentiert – schon vor fünf Jahren und Moshe Zimmermann (siehe unten) schon in 2005 veröffentlicht hatte.

Die Zionisten wissen natürlich das, was der Weghorn weiß: dass schon in Israel 70 % der Juden sich als nicht-religiös bezeichnen (und dass es weltweit noch wesentlich mehr sind!), und dass sie das von den Zionisten inzwischen geklaute Abstammungskriterium fürs Jüdischsein – Staatsbürgerschaft bestimmt sich auf der Grundlage der Nürnberger Gesetze von 1935 – weiterhin verschweigen und stattdessen die religiöse Lüge propagieren müssen, um den Antizionismus als Antisemitismus delegitimieren zu können:

Judentum gleich Religion

Seit dem spätern 19. Jahrhundert – genauer: seit Houston Chamberlains Aufklärung über den jüdischen Rassismus als Grundlage von  Staatenbildung (Herzks „Judenstaat“)  – wissen auch wir „Deutschen„, dass der Begriff „Volk“ – im Unterschied zu „Nation“ – ohne die Kriterien „Blut und Boden“ – also ohne eine wie (und von wem) auch immer bestimmte „rassische“ Definition – „blutleer“, nichtssagend und deshalb überflüssig wäre.

Und genau deshalb ist er es auch nicht in der Politik / Praxis der jüdischen Orthodoxie bzw. der zionististischen Repräsentanten des „Volkes“ Israel!

Und genau diesen rassistisch-chauvinistischen Aspekt des orthodox-jüdischen Selbstverständnisses – gekennzeichnet durch die per Talmud interpretierte Bestimmung der Thora als  dem „Gesetz“ des persönlichen Handelns eines jeden Juden – aber redet Zielcke nun klein, versucht ihn sogar mit dem Hinweis, dass von einem „ethnisch-matrilinearen Zwang“ (zumindest in der Staatsbürgerschaftsfrage) keine Rede mehr (!) sein könne, in seiner praktisch-politischen Bedeutung zu relativieren; Fakt jedoch ist, dass ein jeder israelische Jude nur nach den „rigiden halachischen Regeln“ in den Bund der Ehe eintreten kann, beispielsweise. Und dass von der – ashkenasisch geprägten – politischen Funktionselite äthiopischen Jüdinnen Empfängnisverhütungsmittel zwangsverordnet worden sein sollen….?!

Zielcke fragt bezeichnender Weise nicht nach den zugrundeliegenden Interessen an der Beibehaltung und Modernisierung einer Weltanschauung, in der die biologische, also durch Geburt / „Abstammung“ definierte Stammeszugehörigkeit auch heute noch die ausschlaggebende Rolle spielt:

Äthiopische Juden

Davon handelt auch das tricki antizionistische Trickfilmchen Adolf Hitler bringt Multikulti nach Israel:

Hitler Mulitkulti

Auch für den zionistischen Ministerpräsidenten Netanjahu ist die Rassenfrage unbestreitbar von existentieller Bedeutung:

Chasaren rassischUnd nicht nur für ihn!

So, als wäre ihm das Phänomen Rabulistik völlig fremd, stellt Zielcke zwar einerseits die (sich geradezu aufdrängende) Frage, ob nicht „doch diejenigen „rassisch“ privilegiert (seien – GW), die eine jüdische Mutter haben“, um sie im gleichen Atemzug in ihrer praktischen Bedeutung mit der Aussage herabzuspielen, dass der orthodoxe Glaube „durchaus den Glaubensakt für den Religionseintritt hinreichen“ ließe – „wenn auch ausnahmsweise“. Und zwar sehr „ausnahmsweise“!

„Ein Nichtjude“, so Joseph Ratzinger (2005, 125), „konnte (und kann – GW) immer nur in einem äußeren Ring dieser Religion stehen. Er blieb (und bleibt – GW) „Proselyt“, weil die volle Zugehörigkeit an die blutsmäßige Abstammung von Abraham, an eine völkische Gemeinschaft gebunden war (und ist – GW)

Diskussionswürdig ist auch das vermeintlich „unbiologische“ Verständnis von „Rasse“ des britischen Race Relation Act, das Zielcke folgendermaßen zusammenfasst: „Rasse“ meint „hier vielmehr jede Bevölkerungsgruppe, die sich durch ihre Geschichte und kulturelle Tradition, durch ihre Sprache, Sitten und meist auch religiöse Bindung, oft auch durch ihre geographische Herkunft von anderen Gruppen hinreichend unterscheide.“ Ehrlich, wie er ist, gibt er im gleichen Zusammenhang auch zu, dass – so „unbiologisch“, wie dieser Begriff sein solle – er dennoch beinhalte, „dass man nur durch Geburt Mitglied einer so definierten Gruppe sein kann.“Blutlogik Judentum

Im Klartext und als WIDERSPRUCH formuliert:

Rasse“ ist ohne das konstituierende biologische Kriterium der biologischen „Abstammung“ alles Mögliche, nur nicht „Rasse“; das weiß zumindest schon mal jeder Tierzüchter, für den sich ein „Oldenburger“ von einem „Araber“ unterscheidet.

In Wirklichkeit aber weiß jeder – wenn er denn überhaupt etwas weiß – dass der Rassebegriff ein biologischer – und in der Übertragung auf den Menschen – auch ein biologistischer, ergo ein menschenfeindlicher Begriff ist, der ausschließlich negativ – und zwar vorwiegend zur Beherrschung der eigenen Leute per Verteufelung / Dämonisierung des politisch-ökonomischen Konkurrenten  – benutzt wird und deswegen als „Argument“ prinzipiell (!) verworfen werden muss, diente er doch beispielsweise während der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zur „Rechtfertigung“ des (definitionsgemäß) mörderischen Antisemitismus! Dieses Verdikt entspricht auch der Auslegung von Art. 3.3 GG, will sagen: beim Rasseverständnis gibt es keinen Interpretationsspielraum, Herr Zielcke!

WARUM aber benutzt Andreas Zielcke dennoch den Rassebegriff?!

Eine interessantere Frage: WOZU dient den Orthodoxen – und ihren politischen Nachfolgern, den modernen Zionisten – die  von ihnen mit Zähnen und Klauen verteidigte „Verschmelzung“ von Theologie und Biologie, dieses seit Jahrtausenden doch wahrnehmbare, mithin offensichtliche Bemühen der jüdischen Priesterherrscherkasten um die „Reinhaltung“ ihrer „Rasse“?! WOZU also verweigert sich Zielcke jener von ihm doch – immerhin! –  erwähnten Pflicht zur Kritik des jüdischen Rassismus, den er doch augenscheinlich akzeptiert, wenn  er fälschlicher Weise von der „theologischen Essenz der Matrilinearität“ spricht!

Wo es doch in Wirklichkeit um die biologistische Essenz / Grundlage dieser nativistischen, dieser völkischen  Theologie geht!?

Die politische Relevanz jeder rassistischen Denkschule / Politik für die Zukunft des Zusammenlebens der Völker im Vorderen Orient und anderswo ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, ist doch z. B. die Annektierung von Ost-Jerusalem und weiter Teile des Westjordanlandes durch eben diese Volk-ohne-Raum-propagierenden israelischen Politiker und Wissenschafter hauptverantwortlich für die Entstehung und Radikalisierung der islamistischen Terroristen, die seit der Kolonisierung der Zionisten dem gleichen –  ebenfalls „religiös“verbrämten – Alleinvertretungsanspruch verfallen sind.

Zionismus ist, wie ich es an anderer Stelle nachgewiesen habe, mit der Gründung des jüdischen Staates Israel vor allem durch eine Doktrin definiert, die ich auf den Begriff

Zionismus ist Rassismus als Staatsdoktrin

gebracht habe.

Dieser „heikle“ Teufelskreis von vorgeblich „religiösen“ – sprich: irrationalen – Heilserwartungen und Heilsversprechen (Eretz Israel vs. Dar al-Islam) muss endlich durchbrochen werden, und man kann nur hoffen, dass der im Dezember 2009 zu erwartende Urteilspruch des höchsten britischen Gerichts dazu einen entscheidenden Beitrag leistet, indem er dem „Biologismus“ auch politisch die Legitimationsgrundlage als Ordnungskriterium  menschlichen Zusammenlebens entzieht. Zumindest in England.

Zweites Gespräch

Jude Spaß MarcelZwei Tage später, also am 28. 11. 2009 veröffentlicht DIE WELT eine Besprechung des autobiographisch fundierten Buches von Maxim Biller „Der gebrauchte Jude“, die der (im propagierten Selbstverständnis) „Jude“  Marcel Möring verfasst hat. Das nenne ich Zufall in des Wortes schöner Bedeutung von Glücksfall, operiert Möring doch genau mit dem Begriff „Jude“ – und dies ebenfalls, ohne ihn zu definieren!

Analysieren wir also die Formulierung Mörings von der „Geschichte des jüdisch-europäischen Verhältnisses“ – eine von ihm durchgängig „gebrauchte“  Entgegensetzung – indem wir uns fragen: was will, was kann sie besagen, was soll sie bedeuten?! Doch wohl nichts anderes als das, dass Maxim Biller etwas anderes ist als ein Europäer oder ein Deutscher?! Aber was? Ein „Jude“, ein „gebrauchter“ noch dazu – was in dieser Konnotation ja nichts anderes besagen kann als ein (von wem auch immer) „missbrauchter“ Jude, ein Opfer eben.

Kein Opfer aber ohne Täter. Und wer sind denn dann die Täter? Wer bleibt da noch übrig, wenn der OPFERMENTALITÄTER nicht der Autor selber ist? „Der“ Deutsche? „Der“ Europäer?! Diesbezüglich diskussionswürdig ist auch der letzte  Satz in Salomon Korns Interview.

Was also ist eigentlich / wirklich ein ´Jude´, woran erkenne ich ihn, was macht ihn von mir unterscheidbar? – das frage ich mich und ihn, wenn ich Mörings Äußerung reflektiere, derzufolge Maxim Biller „durch das ganze Buch (…) den ´wirklichen´ Reich-Ranicki, den Jude (sic) hinter dem Mann, der ein literarisches und kritisches Monument ist in Deutschland und der behauptet für ihn sei sein Judentum nur eine Eigentümlichkeit, eine Extravaganz“ sucht

Da drängt sich doch geradezu die Frage nach dem SINN des ganzen Unterfangens auf: WOZU sucht der Biller „den“ Juden im Reich-Rainicki und in sich selbst?! Und da es in meinem BLOG, wie man weiß, ums www.wirklich-denken-koennen.de geht, interpretiere ich dieses sein „jüdisches“ Selbstverständnis als Herausforderung, wenn ich den Leser frage: handelt es sich bei Billers „Suche“  wirklich um ein objektives Erkenntnisinteresse oder nicht doch vielmehr um ein persönliches Geschäftsinteresse, das ihn zu seiner „Suche“ motiviert:  WOZU also „gebraucht“ Biller und WOZU also braucht Möring den „Juden“ in sich selbst – und in Marcel Reich-Rainicki!?

Anders gefragt: WOZU tun Biller und Möring das, welchen SINN macht diese ja durchweg selbstquälerische anmutende Suche nach „dem“ Juden in sich selbst. in dir und in mir?!

Ein solcher Denkansatz, dass es „den“ Juden als solchen überhaupt gäbe, ist mir vor allem bei den Nazis als äußerst bedrohliches Interesse aufgefallen, basierte doch auf der rassistischen „Bestimmung / Identifizierung / Abstempelung / Etikettierung / Markierung“ einer Persönlichkeit als „Jude“ auch die bürokratische Umsetzung des Führerbefehls zur „Endlösung der Judenfrage“.

Unmissverständlich formuliert: Es waren die Nazis gewesen, die sehr vielen Menschen in West- und Osteuropa das Brandzeichen „J“ in den Reisepass gestempelt und das Markenzeichen „Gelber Stern“ an den Mantel geheftet und sie dadurch überhaupt erst nicht nur als  „Juden“ kenntlich, sondern zu „Juden“ gemacht haben! Wobei sie noch den Halb- und Vierteljuden hinzuerfanden. da sie auf die halachische Lehre von der Matrilinearität zur „Rassebestimmung“ nicht mehr angewiesen waren.

„Der“ Jude ist – wie „der“ Germane oder „der“ Römer – seit tausenden von Jahren, also auch im „Tausendjährigen Reich“, ein gedankliches Konstrukt der jeweils Herrschenden – die Rabbiner hier einbezogen – gewesen, und es waren die Nazis gewesen, die in ganz Europa nach „dem“ Juden in dir und in mir (Nürnberger Gesetze von 1935) „gesucht“ haben, und die dabei auch meinen Vater gezwungen hatten, eine „Ahnentafel“ erstellen und den Nachweis seiner (und damit meiner) „arischen Abstammung“  erbringen zu lassen. Und es waren die Zionisten gewesen, die das für gut befunden haben:

Zimmermann 1935Aus: Moshe Zimmermann: Deutsch-jüdische Vergangenheit. Der Judenhass als Herausforderung. Paderborn 2005. S. 254

Was also soll diese  Scheissfragerei, Biller!!? WOZU das ganze Theater, Möring?!

Ging doch selbst noch – der von Euch als „Antisemit“ dämonisierte – Houston Stewart Chamberlain „damals“, kurz vor seinem Tod in 1927, von der gleichen jüdischen Illusion des kulturellen Fortschritts durch eine „rassereine“ Nation  aus, wenn eben „die deutsche nationale Erneuerung … nicht gewalttätig ist.“ Diese Voraussetzung bestätigten ihm 1938 sogar die Nazis selber noch:

Mystiker Chamberlain über den Mystiker HitlerAus: E. W. Möller: Der Führer. Das Weihnachtsbuch der deutschen Jugend (1939)

Ich denke, Möring zumindest „gebraucht“ diese Besonderung seiner Person als „Jude“ im Gegensatz zu „dem“ Holländer,dem“ Europäer in ihm – die es ja in Wirklichkeit ebenfalls nicht gibt, weil auch sie Gedankenkonstrukte sind – als Markenzeichen, und zwar deshalb, um sich als Opfer verkaufen zu können, und wenn ich den Titel „Der gebrauchte Jude“ interpretiere, dann drängt sich mir auch hier das Bild von Maxim Biller als Opfer „der“ Deutschen oder gar „der“ Europäer auf!?

Das aber sind sie, die Juden Biller und Möring, nun nicht wirklich, weshalb es sich auch bei ihrer Instrumentalisierung des Begriffs „Jude“ in Wirklichkeit nur um die Kopie der  erfolgreichen Marketingstrategie des „Juden“ Henryk M. Broder handelt (vgl. hierzu auch den „Kommentar“). Ich denke schon, bis zum Beweis des Gegenteils – bitte schön: ich liebe den WIDERSPRUCH“! – den Nachweis auch für diesen Tabubruch erbringen zu können:

Diese meine Interpretation von „Jude“ als Geschäftsidee wird u. a. gestützt durch die – auch hier anscheinend wieder unvermeidliche – Bezugnahme auf „Israel“ (mehr: Drittes Gespräch), wenn Möring sein Leid am „jüdisch-europäischen Verhältnis“ in folgenden Satz kleidet: „Aber so wie Israel und seine Einwohner nicht unauffällig und einfach sind, so sind die europäischen Nachkriegsjuden noch immer Fremdkörper und noch immer nicht alltäglich. Sie fühlen sich so.“

Hier nur ein Beispiel von zionistischem Agitprop aus dem Jahre 2014, wie sie ihren Niederschlag gefunden hat in der Berliner Zeitung vom 13. 9.  aus dem Springer-Verlag:

a) die Instrumentalisierung deutscher Politiker und

b) die demagogische Gleichsetzung von privatem „Judenhass“ mit politischem Antisemitismus

Demo Judenhass Berlin BZ

Evelyn Hecht-Galinski hat die politische Funktion dieser „Demo“ als das bezeichnet, was sie de facto gewesen ist: als „ein einziges Ablenkungsmanöver, um die Kriegsverbrechen des “Jüdischen Staates” zu rechtfertigen!“ Von deutschen Politikern assistiert tutete das publizistische Weckhorn der Landräuber und Kriegstreiber: „Deutsche wacht auf und  gebietet den Demonstranten gegen Krieg und Landraub auch noch, das Maul zu halten!“

Und die zionistische Belohnung ließ nicht lange auf sich warten:

BZ SpringerIch denke, der (von mir hervorgehobene) Nachsatz ist der Schlüsselsatz. Er verhilft uns zumindest zur Erkenntnis über das WARUM des literarischen Handelns von Biller und Möring: sie fühlen sich als ungeliebte Fremdlinge, als „Fremdkörper“.

Und das WOZU dieses „Gefühls“, nicht von „den“ Europäern akzeptiert zu werden, wie könnte man sich / uns das erklären?

Nun, wer – wie ich – dieses Gefühl des Nicht-Aktzeptiertwerdens zufälliger Weise  (Ironie!) ein- oder zweimal an sich selbst erfahren hat, und wer es anschließend selbstkritisch analysiert und die damit einhergehende Haltung

  • von Ärger, Wut und Hass auf den Versager, den Hilflosen, den Ohnmächtigen in mir selbst,
  • von Selbstmitleid und chronischen Selbstzweifeln am eigenen Wert  für wertvolle andere (Tauschwert)
  • von Selbstmitleid und chronischen Selbstzweifeln am eigenen Wert für sich selbst (Selbstwert)

als psychische Krankheit (WARUM) erkannt, aber auch realisiert hat, WOZU man diese seine narzisstische Kränkung „gebrauchen“ könnte: als exzellente Geschäftsidee nämlich, der kann auch nachvollziehen, WOZU ich für diesen Persönlichkeitstyp den epochemachenden Begriff des OPFERMENTALITÄTERs geprägt habe!

Opfermentalitäter ZEIT1

Möring ist im übrigen nahe an seiner Selbsterkenntnis, wenn er die Feststellungen trifft: „Richtig willkommen habe ich mich allerdings auch nie gefühlt, und es gab immer eine bestimmte Distanz, etwas Unbequemes. Die Ursache dafür könnte auch in meinem Charakter liegen.“ Wie wahr, doch als wirkliche Selbsterkenntnis seiner beachtlichen Kränkbarkeit (s. auch die zutreffenden Äußerungen von Broder im „Kommentar“) von ihm leider nicht akzeptiert….

Wir alle aber wissen – wenn wir auch sonst nichts wissen – dass nichts so machbar ist wie Gefühle, lebt doch von dieser blendenden Geschäftsidee schließlich die gesamte politische, ökonomische und kulturelle „Elite“ – und  nicht nur das Gros der Massenmedien.

Wegen dieser Erkenntnis erwarte ich von den Intellektuellen, die noch nicht „verblödet“ sind (Th. Wieczorek 2009) – zu denen ich auch Biller und Möring rechne -, dass sie sich ein Beispiel an Marcel Reich-Rainicki nehmen, welcher Biller die ironisierende WOZU-Frage gestellt hatte: „Ihnen macht es also Spaß, Jude zu sein?“

Dies war seine entlarvende Antwort auf Billers Feststellung gewesen: „Ich dachte, Sie sind ein Jude, der keiner sein will,“ eine Festschreibung durch Biller, die mir das Blut in den Adern gefrieren lässt, würde ich sie – als Drehbuchautor beispielsweise – einem SS-Mann von 1943 in den Mund legen müssen. Eine grauenvolle Denke, die ihr da praktiziert, ihr OPFERMENTALITÄTER!

A propos „Drehbuchautor“ dieser Nachtrag vom 3. 2. 2010: Littells Die Wohlgesinnten und Tarantinos Inglourious Basterds habe ich erst neulich kennen gelernt.

Gebt es doch beide zu, Biller und Möring: was wäret ihr, wenn ihr nicht euch als „Juden“ und mich als „Deutschen“ verkaufen könntet?! Möring stellt die rhetorische Frage, ob er und seinesgleichen, die er „Juden“ nennt, „durch unser Verhalten den Ärger des nichtjüdischen Teils der Gesellschaft herausfordern“, um uns dann aber leider seine Antwort vorzuenthalten.

Ich darf / muss das also für ihn tun, indem ich feststelle: So ist es, in der Tat! Der hier „den“ Europäern / Deutschen / Holländern unterstellte Antisemitismus – und da bitte ich doch meine Definition zu beachten – ist nichts weiter als eine der vielen skandalisierenden Geschäftsideen, die aber deswegen abzulehnen ist, weil sie auf der Folie eines Verbrechens der Menschheitsgeschichte operiert, wo sie doch in Wirklicheit schlicht und ergreifend einer persönlichen Beziehungsunfähigkeit („meinem Charakter“) geschuldet ist!

Dieses Geschäftsinteresse wird auch von Reich-Rainicke kritisch widergespiegelt, wenn er Maxim Biller gegenüber die Feststellung trifft: „Sie fragen mich in Ihrem Brief, ob ich der letzte deutsche Jude bin, der immer noch lieber Deutscher als Jude wäre. Was für ein Blödsinn!“ Doch Reich-Rainickis „Begründung“ seines absolut berechtigten Tadels offenbart die – von mir im Ersten Gespräch dargestellte – double-bind-Masche dieser ethisch-biologistischen Beantwortung der Frage „wer ist eigentlich ein Jude“. Er sagt: „Man kann es sich nicht aussuchen, ob man Jude ist oder nicht. Verstehen Sie?“

Leider hat Reich-Rainicki in diesem Moment eines Interviews die Tragik der völkischen Zuschreibung (s. o.) nicht erkannt und ist so  dem Biller Maxim schlussendlich doch noch auf den Leim gegangen. Was Reich-Ranicki – wie Biller und Möring – nicht wirklich verstandenen hat, das ist die Tatsache, dass Biller redet, wie es ein SS-Mann – OPFERMENTALITÄTER auch er – getan hätte: „Jude“, hätte der zu Reich-Rainicke gesagt, wenn er ihn denn erwischt hätte, „Jude ist ein Rassebegriff – und so, wie wir die Laus als minderwertige Rasse vernichten, so vernichten wir euch als das, als was auch ihr euch selbst begreift, ja, als was ihr „Juden“ euch ja (als erste auf der Welt!)  erfunden und konserviert  habt: als Volk, als „reine“ Rasse! Was sagte noch mein Führer, der Adept,  zu mir: du bist nichts, dein Volk ist alles! Das gilt dann auch für dich, Reich!“

Mein Fazit: Wer den (definitionsgemäß) völkischen Biologismus / Rassismusgebraucht„, der kommt durch ihn um, konkret: der wird  durch ihn über kurz oder lang zum Täter – und damit zwangsläufig wiederum zum Opfer! Weshalb ich ihn, den Geltungssüchtigen, erkenne als den

OPFERMENTALITÄTER!

Drittes Gespräch

Ich hatte das Erste Gespräch zuerst der SZ als „Außenansicht“ angeboten, ein Geschenk, das von der Redaktion – wie vorauszusehen –  ignoriert wurde  (ich stieß in diesem Zusammenhang allerdings auf einen Kommentar von H. Prantl aus 2003, der als Beleg dafür gewertet werden muss, wie wichtig mein Versuch einer Begriffsdefinition ist). Als vollwertigen Ersatz publizierte sie dafür aber am 12. 12. 2009 den folgenden Essay von Tony Judt, aus dem ich wesentliche Denkanstöße ins Gespräch einbringen möchte. Judts Thema lautet:

Ethnische Geiselhaft: Wie soll sich Israel definieren?

Für uns Juden (?!) lautet die alles entscheidende Frage: Wer sind „wir“? Hier in New York haben die meisten Juden, die sich mit der Geschichte des Judentums auseinandersetzen, eine streng rassenbezogene und ethno-deterministische Auffassung. Sie glauben nicht, dass „wir“ nur eine selbstdefinierte und herbeigedichtete Gemeinschaft unter vielen sind, geschweige denn, dass sich unsere Selbstdefinitionen in Reaktion auf unsere Verfolger entwickelt haben könnten. Juden, so wurde ihnen beigebracht, sind einmalig. In meinen Augen ist das ein selbstgefälliges Überlegenheitsdenken und ich halte es für angebracht, diese ethnische Unterscheidung in Frage zu stellen. (…)

Dies habe ich bereits im ersten und im  zweiten Gespräch (s. o.)  getan, im WIDERSPRUCH zu den naiven oder berechnenden Aussagen von Zielcke, Möring und Biller.

Wenn wir uns darauf einigen können, dass es das „Jüdische“ nicht gibt, stellt sich die Frage: Wie sollen wir den israelischen Staat betrachten? (…)

Israels Fortbestand hängt also nicht von der Glaubwürdigkeit der Geschichte ab, die es selber über seinen ethnischen Ursprung erzählt. Das Insistieren auf Exklusivität schadet dem Land. Erstens macht es aus allen Nicht-Juden, die in Israel leben, Menschen zweiter Klasse. Doch es gibt noch einen weiteren, hohen Preis zu zahlen: Israel behauptet heute aggressiver denn je, nicht nur für einen jüdischen Staat zu sprechen und zu handeln, sondern für alle Juden. Das macht die Juden weltweit zu unfreiwilligen Komplizen der israelischen Politik. Kein Wunder, dass der Antisemitismus wieder wächst. Wobei er sich gewandelt hat: Konventionelle Neo-Faschisten wie Jean-Marie Le Pen schätzen Israel mittlerweile, schließlich hat man einen gemeinsamen Feind.

Ich habe ein anderes Verständnis von Antisemitismus als Judt – der den Begriff so leichtfertig wie inflationär daherplappert –  setzt Anti-Semitismus doch logischer Weise die rassistische Denkweise voraus, die es aber weder bei den „Semiten“ der Hamas, noch bei den „Ariern“ des Ahmadinedschad gibt; die Ablehnung „der“ Israelis ist – wie bei den (französischen) Piusbrüdern so auch – in diesen islamischen Kreisen immer noch „theologisch“ – sprich: politisch-ökonomisch – „begründet“ und rassistisch ist alleine die Denkweise derer, die behaupten, dass sie als „Juden“ / „Semiten“ diskreditiert würden; auch diese von Broder her bekannte Ineinssetzung Judts von Antisemitismus und Israel ist falsch und gefährlich!

Der Hinweis auf Le Pen ist wichtig, gehören doch auch in den USA die schärfsten „theologisch“ fundierten Judenhasser – die Evangelikalen und andere Neoconservative – gegenwärtig zu den sichersten Unterstützern der äußerst erfolgreich agierenden Israel-Lobby:

(…) Der Grund dafür, dass das „Jüdischsein“ Israels auf lange Sicht dem Wohlergehen Israels schadet, liegt in den USA. Dort hat jener Geist eine mächtige und reaktionäre „Israel-Lobby“ geschaffen, die enorme Geldsummen eintreibt um Kongressabgeordnete dazu zu bewegen, angeblich „im Interesse Israels“ zu stimmen. Diese Lobby zensiert und diskreditiert jegliche noch so milde Kritik an Israel. Das Geld wird beschafft, indem betont wird, wie wichtig die amerikanischen Juden für den Erhalt des jüdischen Staates seien, der, wie ihnen erklärt wird, ihnen Hoffnung und Zuflucht gewährt im Falle eines neuen „exterministischen Antisemitismus“. Ich habe viele Juden getroffen, die zwar noch nie in Israel waren, mir aber erklärten, dass sie die Israel-Lobby unterstützen, weil sie das gespendete Geld als eine Art Versicherungspolice gegen „die Rückkehr Hitlers“ ansehen.

Ich habe es als erster (?) in Deutschland gewagt, zwecks Entzauberung von politisch-ökonomischen Hasardeuren, Scharlatanen und ihren edukatorischen Trittbrettfahrern den Begriff des Geschäftsinteresses in die politische Debatte einzuführen, um mir dadurch selbstredend die Wut der bigott „argumentierenden“, sich institutionell verbarrikadierenden Netzwerker, Seilschaften, Gschaftlhuber, Klüngler, Plappernden Kasten etc. zuzuziehen, die auch weiterhin institutionell dafür Sorge tragen (werden), dass mir ja nicht  widersprochen werde, sondern dass ich „besser“ weiterhin beschwiegen – sprich:  ausgegrenzt – bleibe.

Jeder Betrüger „denkt“, dass er seine egoistischen Geschäftsinteressen „besser“ nicht zur Diskussion stellen solle – obwohl ihm auch das nachweislich (Albrecht Müller: Meinungsmache. 2009) hierzulande nicht zum Schaden gereichen würde….!

Zurück zu Judt, und zu seiner Beantwortung der Frage: „Was tun?“

Vielleicht wird irgendwann sogar Washington erkennen, wie sinnlos es ist, die amerikanische Außenpolitik und das eigene internationale Prestige an den Wahn eines kleinen nahöstlichen Ethno-Staats zu binden. Das wäre das Beste, was Israel geschehen könnte. Israel wäre gezwungen, seine Grenzen und seine Begrenztheit zu erkennen. Es müsste neue Freundschaften schließen, möglichst mit seinen Nachbarländern. Ohne seine blauäugigen Verteidiger aus der Diaspora müsste Israel klügere politische Entscheidungen treffen anstatt seine Freunde moralisch unter Druck zu setzen.

Das wäre in der Tat für die Menschen dort das wirklich Beste, doch seit wann sind die herrschenden Schichten der USA und Europas daran geschäftsinteressiert (gewesen), in einer Region, die für ihr Wirtschaftssystem –  welches die „Wachstumszwänge“ seiner Profiteure  (man nehme doch nur das Wachstumsbeschleunigungs-Gesetz“ als Beleg dieser meiner Gesetzesaussage“) um jeden Preis (inklusiv Kriege gegen Menschen und Natur) befriedigen muss – von existentieller Bedeutung ist, das atomar bestückte Fort namens Israel im zu erobernden bzw. zu kolonisierenden Indianerland aufzugeben?!

Niemals von sich aus! Und das wissen auch die „Siedler“ des Wilden Nahen Ostens , denke ich jetzt mal?!

Viertes Gespräch

Wenn man erst einmal so dran ist,  wie´s der Rheinländer, mein „Landsmann“, ausdrücken würde: am Denken nämlich, dann kommt man bei einer solchen Meldung aus der SZ vom 15. 12. erneut ans Grübeln:

„Michael Kemmer hatte schon im Jahr 2007, als die Hypo Alpe Adria gekauft wurde, dem Vorstand (der Bayern LB) angehört. Und er hat dieses Engagement bis heute immer wieder verteidigt. Noch vor fünf Monaten sagte Kemmer im Aufsichtsgremium der (Bayerischen) Landesbank , auch rückwirkend betrachtet sei der Erwerb der österreichischen Finanzgruppe mit Stammsitz in Kärnten nachvollziehbar und unstrittig, „nicht zuletzt vor dem Hintergrund der landsmannschaftlichen Verbindungen zwischen Bayern und Kärnten“. So steht es im Sitzungsprotokoll.

Kemmers Begründung erstaunt. Mit angeblichen Kontakten „landsmannschaftlicher“ Art hat wohl noch nie ein Chef einer Großbank Ausgaben in Milliardenhöhe gerechtfertigt.“ (Klaus Ott – Hervorhebung, wie immer,  GW)

Lieber Kollege Ott: hier irrst Du fundamental, ist doch das, was man an den Universitäten nicht lernt, wohl aber durch seine Mitgliedschaft in einer „landsmannschaftlichen“ – früher garantiert juden-, heute garantiert türken-, in beiden Epochen aber garantiert frauenfreien! – studentischen „Verbindung„, die Erkenntnis vom fundamentalen Nutzen von „Beziehungen“, auch als „Vitamin B“ bekannt! Und nur mit diesem Schmierstoff funktioniert ein Wirtschaftssystem, dessen Wachstumsbeschleunigungsenergien vom obszönen Renditedenken des raffenden Kapitals bestimmt sind.

Deshalb ist die Übertragung der Frage „wer ist eigentlich ein Jude?“ auch auf den in Köln von einer kölnischen Mutter geborenen „kölsche Jung“ oder eben auf den im „Freistaat Bayern“ von einer bayerischen Mutter hervorgebrachten  „Bayern“ legitim, und meine unwiderleglich begründete Antwort, dass es sich beim nichtreligiösen „Juden“ in unseren säkularen Zeiten in Wirklichkeit um einen Marketinggag handele beansprucht analog dazu auch Geltung für alle Entscheider, für die die „landsmannschaftliche Verbindung“ von großem Geschäftsinteresse und von – letztlich! – ausschlaggebender Bedeutung ist. Das, was man „den Juden“ vorwirft, praktiziert man selbst. „Logisch“, wie es Karl Marx schon 1843 entdeckt und der Hitler Adolf bis zur Selbstzerstörung (auch des deutschen „Volkes“) vorexerziert hat!

Falls noch ein Widersprüchlein aufflackerte, hier also die zu beantwortende Schachmattfrage: „Wer ist eigentlich ein Bayer? Woran erkennt man ihn? Was sind seine einmaligen, unveränderlichen Kennzeichen?“ Ich bäte um Rückmeldung…..

Fünftes Gespräch

Chasaren rassischAbschließend noch die Bestätigung dieser meiner Semitismustheorie aus der Feder eines Zionisten: Antisemiten und Palästinenser behaupten, dass heutigen Juden wie der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu rassisch nicht mit dem biblischen Volk Israel verwandt seien….

Der aus dem biologistisch-rassistischen Selbstverständnis der „Juden“  resultierende antagonistische WIDERSPRUCH  wird – am Beispiel „Zukunft Israels“- hervorragend beschrieben von Peter Münch:

„(…) Um die Existenz des jüdischen Staates zu sichern, setzt Israel auf die Macht des Einmauerns.

In der globalisierten Welt, in der die Grenzen fallen, kommt Israel damit eine Sonderrolle zu – eine Rolle, der das Land einerseits seit seiner Gründung nicht entkommen kann (!), die es andererseits aber auch immer wieder bewusst einnimmt. Denn dieser Staat ist anders als alle anderen Staaten. Er definiert sich exklusiv (!) als die Heimstatt eines leidgeplagten Volkes und als dessen Rückversicherung, dass ihm niemals mehr solches Leid geschieht. Psychologisch schweißt dies eine Gesellschaft zusammen, die ansonsten wohl in ihre ausgesprochen heterogenen Einzelteile zerfallen würde. Realpolitisch aber führt die Absicherung der Existenz und der eigenen Exklusivität in manches Dilemma – und am Ende auch in ein Leben hinter Zäunen.

Denn auf Gefahren aller Art reagiert Israel mit Abschottung.“ (…)

So „beschloss die Regierung in Jerusalem den Bau des inzwischen 500 Kilometer langen Sperrwalls, hinter dem die Palästinenser teils wie in einem Gefängnis leben müssen.

Doch die Existenz des jüdischen Staates ist längst nicht mehr nur militärisch bedroht, sondern auch demographisch – und hier greift ebenfalls der Reflex der Abschottung. Der neue Zaun an der Grenze zu Ägypten, die seit 1979 eigentlich als „Friedensgrenze“ angesehen wird, ist von Premierminister Benjamin Netanjahu explizit damit begründet worden, dass illegale Einwanderer abgehalten werden müssten, „um den jüdischen und demokratischen Charakter des Staates Israelzu bewahren„.“

(…) Deshalb ist auch der Sperrwall, der große israelische Siedlungsblöcke aus dem Westjordanland herausschneidet, neben der Terrorabwehr ein Monument demographischer Abschottung. Denn wenn sich Israel nicht von den Palästinensern trennt, aber als Besatzer bleibt, wird dies zur Implosion der Staatsidee führen. Die Palästinenser mit ihrer hohen Geburtenrate würden die sechs Millionen israelischen Juden zur Minderheit im eigenen Staat machen. Israel müsste sich dann entscheiden, entweder nicht mehr demokratisch zu sein, weil die Minderheit nach Art der südafrikanischen Apartheid über die Mehrheit herrscht – oder nicht mehr jüdisch. Beides ist für Israels Gesellschaft unvorstellbar.“

Auszug aus: Die Macht der Mauern. Von Peter Münch. In: SZ vom 13. 1. 2010; Hervorhebungen von mir. Übrigens: das von Peter Münch als „unvorstellbar“ bezeichnete Paradox nennen Ignoranten der Dialektik „Dilemma“ – und Marxisten „antagonistischen WIDERSPRUCH“! Und der ist so alt wie das Judentum: s. Israel M. Meir Wie Juden leben. S. 76

Merke:
Wer mit dem WIDERSPRUCH nicht PROFESSIONELL umgehen kann,
der wird genau an dieser Unfähigkeit scheitern!

Jüngster Beleg dieser Gesetzmäßigkeit sind die „sozialistischen“ Staaten – mit Ausnahme der VR China allerdings, deren Parteiführung gelernt hat, mit dem WIDERSPRUCH, der für Marx mit der Phase der ursprünglichen Akkumulation des Kapitals verbunden ist,  professionell umzugehen! Oder die arabischen Staaten.

Veröffentlicht am 26. 11. 2009

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16 Antworten zu Wer ist eigentlich Jude? Oder Bayer? Oder Thüringer?!

  1. blogfighter schreibt:

    3. Great idea

    @cyphastrea 04. 09. 2013 at 10:19 AM

    Great idea. People are interested and obviously feel free to approach her. What is wrong with that? Why are the Jewish officials getting so excited about it? We are a mixed German/Israeli family and raised our children in Heidelberg for the first few years. With a non-Jewish mother, there was no way to approach the Jewish community there, not even for educational purposes to show the kids their roots. Same in Berlin. Went to the Synagogue without my husband. No luck there either. These communities in Germany are not very approachable in my experience. No wonder there is a certain level of ignorance. Thanks Miriam for sitting in that box and answering all our questions.

    Tipp: lies hierzu den Artikel vom 13. 6. 2012

  2. blogfighter schreibt:

    Tja: WER ist denn nun eine Jude? WAS ist denn nun „jüdisch“ an mir. Oder am Juden?! Oder an Dir?
    Da rätseln auch die Bewunderer von Mendelssohn Bartoldy schon seit Jahren herum. Wer kann hier Klarheit schaffen?

  3. blogfighter schreibt:

    Sehr informativ – und selbstverständlich keine meiner Thesen widersprechend, sondern sie illustrierend – ist der Artikel „Schlüsselfragen zum Judentum“ von Nissan Dovid Dubov.
    Hier themenbezogene Zitate:

    Denn warum sind wir dafür verantwortlich, die jüdische Tradition fortzuführen, bloß weil wir als Juden geboren wurden? Wer hat einem diese Verantwortung aufgeladen? Außerdem gibt es viele andere, die diese Tradition weiterführen. Was macht es, wenn wir uns in eine Sackgasse begeben?

    Das ist seit dem Holocaust noch wichtiger geworden. Mischehen kann man als Hochverrat am jüdischen Volk betrachten, denn anstatt mehr Juden auf die Welt zu bringen, beteiligt man sich an der Dezimierung unseres Volkes. Man steuert sozusagen zu Hitler’s „Endlösung“ bei, die er und seine Genossen beinahe erfolgreich durchgefuehrt hatten. Man kann den schrecklich hohen Prozentsatz der Mischehen als heimliche Auslöschung unseres Volkes betrachten.
    (…)
    Es ist in den Genen

    Mit der Heirat gehen zwei Menschen, sogar bei ähnlicher Herkunft ein gewisses Risiko ein. Niemand weiß vorher, wie die Anpassung aneinander verläuft und ob sie tatsächlich zueinander passen. Selbst wenn die beiden sich schon einige Zeit kennen, besteht keine Garantie für eine dauerhafte Zukunft, sobald aus ihrer Bekanntschaft eine Ehe wird und beide 24 Stunden unter demselben Dach leben. Bei ganz und gar verschiedener Herkunft mit Unterschieden, die sich über Generationen tiefliegend und langandauernd formten, besteht nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass sich beide so aneinander anpassen, um schließlich für immer zueinander zu gehören. Das wird umso schwerer sein, je feindlicher diese Verhaltensweise ihrer Vorfahren waren, z. B. die von Christen ausgehenden Pogrome und Verfolgungen gegen Juden in den letzten 2000 Jahren. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Charaktereigenschaften, und vor allem solche, die über Generationen hinweg tief entwickelt wurden, vererbt sind.

    Ehen zwischen Juden und Nicht-Juden führen früher oder später zu endlosen Reibereien und Sorgen. Auch wenn eine noch so ernsthafte Beziehung eine gewisse Übereinstimmung anzuzeigen scheint, dann bedeutet das nicht, dass dies auch nach der Hochzeit immer so bleiben wird. Im Gegenteil: Es ist unvermeidlich, dass zwei Menschen grundverschiedener Herkunft durch die ererbten Eigenschaften gegeneinander beeinflusst werden.
    (…)
    In der Tora wird die Ehe mit Nichtjuden ausdrücklich verboten. Solch eine Verbindung hat keine Grundlage und wird kein ewiges Gebäude werden. Tatsächlich ist es ein großes Unglück, wenn Jude und Nicht-Jude heiraten, und zwar nicht nur vom religiösen Standpunkt aus gesehen. Es ist auch keine ganz und gar persönliche Angelegenheit, denn das ganze jüdische Volk ist betroffen. Es gibt wenige Sünden, die das ganze jüdische Volk so stark betreffen, wie die Heirat eines Juden mit einem Nichtjuden (G-tt bewahre). Es ist eine Sünde auch gegenüber seiner eigenen Ehrlichkeit, da solch ein Schritt sowohl gegenüber der anderen Seite als auch gegenüber Verwandten und Freunden sehr unangemessen ist.

    http://www.de.chabad.org/library/article_cdo/aid/691905/jewish/Warum-ist-es-problematisch-einen-Nichtjuden-zu-heiraten.htm

  4. blogfighter schreibt:

    ZWEI ZUSCHRIFTEN VON „SAMI“

    1. shalom mr. weghorn1,

    my active german is limited, but it was reported, that you are a proponent of a ‘judenfrei’ future. well, fuck you, mister weghorn1!
    and take this assorted jewish beauty as my answer: http://jewishchicks.tumblr.com/page/3 (witzig in diesen Link hat S. das Titelfoto von http://www.dialogbuch.de eingebaut!)
    did you ever consider to change your holy rabbinic name, mr. weghorn1?! practicing jew-bashing under a jewish name doesn’t make it any better! leave the true weghorn alone. Sami 12. 7. 2011

    2. shalom mr. weghorn1,

    my german is limited, but as I understand it, your blog is promoting the idea, that jews (yet again) have lost their right to self-define nowadays, that they have vanished according to your definition. you are really denying the ongoing viability of judaism and their adherents? what are we then? wandering ghosts? we exist. and we have the right to exist. we aren’t just the material for the idle and vain speculations of a german mind.
    you call judaism a mundane business principle to exploit and suppress the non-jewish world, especially germany, right? you consider jews being nothing but a abusive quote from history? subsequently you hang ‘Jude’ in between denying quotation marks.
    this idea of yours isn’t new, but at all times it is classified as anti-semitism, isn’t it? sorry for labeling you like this, but you should question your ramblings not mine.
    I think your ideas are pretty defaming. feel free to go after me, if you feel wrongly exposed. you find a contact button on my blog. and please excuse my harsh words from the other day.
    Sami 13. 7. 2011

    p.s. you may answer in german, mister. and sorry for the nudity on my blog http://jewishchicks.tumblr.com/ ….. also jews have the right to be obscene and ribald, don’t you think so?

    JEWISH CHICK
    Sarah is the jewish chick of the century. This site is dedicated to the beauty of jewishness. Amalek, honor the jewish right to persist

    Sami: Ihr Thema ist „Identität“ – dazu habe ich Denkwürdiges geschrieben. Ihre Vorwürfe entsprechen offensichtlich Ihrem (leider sehr) aggressiven Wunschdenken, vielleicht sogar Ihrer Konditionierung als OPFERMENTALITÄTER, und auch Sie haben aus Ihrer Kränkbarkeit eine Geschäftsidee gemacht – aber wir haben etwas gemeinsam, finde doch auch ich Sarah sehr attraktiv – wegen ihrer Schgönheit, ihrer Pfiffigkeit, aber auch wegen ihrer obszönen Unbekümmertheit, und ich darf Sie bitten, sie von mir zu grüßen: best wishes to Sarah, Mr. „Sami“!

  5. profiprofil schreibt:

    Kampf gegen Araberhass

    Holocaust-Überlebender wirft Israel Rassismus vor

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731316,00.html

  6. philgeland schreibt:

    Na, neuerdings scheinen ja eine ganze Menge Gene aufzutauchen. Kein Wunder – sind ja nicht gerade wenige, die sich da in der Doppelhelix noch auf ihre Entdeckung warten.

    Krebsgen, Übergewichtsgen, Schwulengen, Judengen …

    Fehlt noch das Ariergen, aber das wird sich wohl nicht mehr lange verstecken können.

  7. profiprofil schreibt:

    Zwei Informationen zum Thema „Biologismus als Grundlage des Jüdischseins, der jüdischen Identität“:

    1. http://www.nytimes.com/2010/06/10/science/10jews.html?_r=2&emc=eta1

    2. Sind Sie Jude?
    Haben Sie jüdische Wurzeln? Gehören Sie zu den Aschkenasen? Sind Sie ein Levi oder ein Cohen?

    Es gibt bestimmte genetische Merkmale, die auf eine jüdische Herkunft hinweisen. Mit einem DNA-Test von iGENEA kann Ihr DNA-Profil auf diese Merkmale hin untersucht werden.

    Träger derselben oder ähnlicher genetischer Merkmale werden in Haplogruppen zusammengefasst. Die Zugehörigkeit zu bestimmten Haplogruppen kann auf eine jüdische Herkunft hinweisen. Ausserdem wird ein bestimmtes DNA-Profil „Cohen Modal-Haplotyp“ genannt, weil es vermehrt in der jüdischen Untergruppe der Cohanim vorkommt. Dieser Haplotyp weist deutlich auf eine jüdische Herkunft innerhalb der väterlichen Linie hin.

    Auch wenn Sie keine typisch jüdische Haplogruppe haben, können Sie trotzdem jüdische Wurzeln haben. Durch den Vergleich Ihres DNA-Profils mit allen anderen Profilen in unserer Datenbank (über 240’000), finden Sie Personen, die mit Ihnen genetisch übereinstimmen („genetische Vettern“). Wenn viele Ihrer genetischen Vettern Juden sind, dann haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch jüdische Wurzeln.

    Ist das Judentum mehr als eine Religion? Gibt es ein jüdisches Gen?

    Nach halachischem Recht ist jüdisch, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder zum Judentum konvertiert ist. Die enge Verbindung von Kultur, Tradition, Religion und Volkszugehörigkeit zeichnet das Judentum im Besonderen aus. Es entwickelte sich über die Jahrhunderte eine gewisse genetische Homogenität, die durch einen DNA-Test sichtbar wird.

    Der DNA-Test ist ab € 99.- erhältlich: Tests & Preise.
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  8. profiprofil schreibt:

    SPON vom 7. 2. 2010:

    (…) Einen „Jean Marie Le Pen mit Bart“ nannte der linke Kolumnist Gideon Levy von der Tageszeitung „Haaretz“ den Innenminister. Jischai und Netanjahu hätten aus der Geschichte nichts gelernt, wenn sie einerseits ausländerfeindliche Ressentiments schürten und andererseits wie Ende Januar der Welt predigten, die Verfolgung der Juden durch die Nazis nicht zu vergessen, sagt Levy. Das Nationaltheater Habima karikierte Jischai vor zwei Wochen in einem Sketch sogar als Nazi. „Eli Jischai ist ein finsterer Rassist“, sagt Nitzan Horowitz, Abgeordneter der linksliberalen Merez-Partei. (…)

    Unter den rund sechs Millionen Juden Israels leben nach offiziellen Schätzungen 250.000 Gastarbeiter, darunter rund 150.000 illegal eingewanderte. Für Jischai gefährden sie die „jüdische Identität“ des Staates. Selbst die gerade mal rund 1200 in Israel geborenen Gastarbeiterkinder, wie ihre Eltern ohne Aufenthaltsgenehmigung, will er abschieben. Sie seien eine „demographische Bedrohung“. (…)

    Schon der frühere Ministerpräsident Ariel Scharon, selbst ein rechter Haudegen, nannte Jischai intern einen Rassisten.

  9. philgeland schreibt:

    Man kann in der Tat sagen, dass das ursprünglich positive Anliegen der PC zum Einen von seinen Befürwortern als Motiv für neue „Hexenjagden“ und zu manipulativen Zwecken gebraucht wird, zum Anderen für deren Gegner ein willkommener „Jagdgrund“ für antisemitische und antiliberale Agitation ist. (Mit dem Begriff anti-links sollte man da vielleicht eher vorsichtig sein: „links“ ist ein zu weiter Begriff, als dass man ihn auf antiisraelische Polemik reduzieren könnte: Antisemitismus findet man in allen politischen Lagern).
    Und was „die Broders, Maxeiner/Mierschs, Giordanos und Sarrazins“ angeht, so darf man wohl sagen, dass deren Meinungsäusserungen auf unterschiedliche Beweggründe zurückzuführen sind. Mir persönlich fällt es zum Beispiel nach wie vor schwer, eine Publizisten wie Giordano mit einem Populisten wie Sarrazin in einen Topf zu werfen.

  10. profiprofil schreibt:

    Ein sehr guter Artikel zum Thema „Geschäftsidee“ von Intellektuellen und Politikern – hier geht es (in der Verkleidung von Political Incorrectnes“) um den „Kampf“ der Israel-Lobby und Konservativen gegen vermeintliche Vertreter einer „Political Correctness (PC)“ – stammt von Thomas Kirchner (SZ vom 24. 12. 2009)

    Hier ein Ausschnitt:

    Die Rattenfänger

    Entsorgt gehört PC aber vor allem, weil der Begriff gekapert, manipuliert, zweckentfremdet wurde. Amerikanische wie europäische Konservative haben ihn zu einer publizistischen Totschlag-Waffe umgerüstet, die vieles auf einmal leistet. Die Mär von den bösen „Gutmenschen“, die das freie Denken knechten, setzt denjenigen, der sie verbreitet, moralisch wie rhetorisch in Vorteil. Sie dient aber auch dazu, die Seinen um sich zu scharen. Das ressentimentsatte, leicht subversive Wir-Gefühl, das PC-Geschwafel erzeugt, kommt Rattenfängern herrlich zupass. Einer, der diesem Trick einen großen Teil seines faszinierenden Aufstiegs verdankt, ist Christoph Blocher. Für seine politischen Gegner hat der Chefstratege der Schweizerischen Volkspartei, der sich geradezu als Personifizierung des Anti-PC sieht, den Ausdruck „Classe Politique“ erfunden. Das sind die Eliten und die „feigen“ linksliberalen Medien, gegen die Blocher seit Jahren das Volk und dessen „gesunden Menschenverstand“ in Stellung bringt.

    Lässt man den PC-Popanz einfach weg, bleiben Meinungen übrig. Meinungen, die je nach Sichtweise richtig oder falsch sind. Und linksliberale Meinungsmafia? Die Andersdenkenden, die Broders, Maxeiner/Mierschs, Giordanos und Sarrazins, sie sind doch auf allen Kanälen präsent. Sie schreiben in der Welt, reden im Deutschlandfunk, bloggen in ihren Blogs.“

    Einige dieser BLOGS der deutschen Israel-Lobby:

    http://www.pi-news.net/
    http://www.israel-network.de/node/657
    http://www.achgut.com/dadgdx/
    http://www.hagalil.com/

  11. philgeland schreibt:

    Danke für den Link. Das Interview bietet nicht nur Stoff für Diskussionen, sondern ist darüber hinaus auch noch ausgesprochen kurzweilig.
    Für mich persönlich ist „jüdische Identität“ das Resultat einer „Fusion“ aus religiöser Tradition und familiären Beziehungen. So what? Die Rassismus-Keule wird immer von ein paar fundamentalistischen Spinnern geschwungen: sei es bei den Ultra-Orthodoxen unter den Anhängern mosaischen Glaubens oder bei den politischen Irrren des rechten Lagers gewisser westlicher Parteien.
    Der Begriff der Rasse ist von dem des Züchters nicht zu trennen. Wer züchtet, manipuliert ganz bewusst Lebensformen nach seinen Vorstellungen. Bei einem Rassisten verhält es sich da ähnlich.

  12. profiprofil schreibt:

    Auf die Frage von „Cicero: Was ist das eigentlich, ein Jude? Ist das die Zugehörigkeit zu einem Volk, zu einer Rasse oder zu einer Religion? Oder sind Sie einfach ein Deutscher jüdischer Kultur?“

    antwortet

    Henryk M. Broder: „Vielleicht bin ich ein Jude deutscher Kultur. Ich kann es nicht definieren. Das Wertvolle am Judentum ist gerade, dass man es nicht definieren kann. Im Kern ist Judentum wahrscheinlich eine Mischung aus gutem Essen und schlechten Manieren. Ich bin nicht nur unreligiös, ich bin areligiös und manchmal auch antireligiös, trotzdem bin ich sehr jüdisch.“(Hervorhebung – GW)

    Diese Antwort gefällt mir, weil sie nicht rassistisch ausfällt, sondern die Chuzpe wiedergibt, die auch in dieser Geschäftsidee steckt, „jüdisch“ sein zu wollen (nicht: zu müssen – wie bei den Nazis)! Broder steht zu dieser seiner Selbstvermarktungsidee, das gefällt mir an ihm!“

    Das gesamte Interview finden Sie in der Ausgabe Dezember 2009
    » http://www.cicero.de/839.php?ausgabe=12/2009
    Ausdruck von http://www.cicero.de/97.php?ress_id= 4&item= 4458

    Nachtrag vom 15. 1. 2013: der Link ist gecancelt worden.

  13. profiprofil schreibt:

    Zum Thema „jüdisch“ als Markenzeichen, als Geschäftsidee, als Marketinggag hier ein Ausschnitt aus einem Gespräch von Maxim Biller und Henryk Broder in der SZ:

    „Biller: Bist du so naiv oder ruhmsüchtig? Wenn der Spiegel vor einem jüdischen Thema Angst hat, schickt er dich los. Hmm, denkt da einer in der Spiegel-Kulturredaktion, Der gebrauchte Jude, das neue Buch vom Biller, gefährlicher Titel. Das lassen wir lieber einen von denen erledigen, dann machen »wir« keinen Fehler.

    Broder: Das ist Unsinn, du interpretierst da so viel rein.

    SZ: Warum haben Sie das Buch so heftig verrissen, Herr Broder?

    Broder: Habe ich doch nicht.

    SZ: Immerhin steht in Ihrer Kritik: „Maxim ist ein Literat, der sich selbst eingerichtet hat, in einem Universum aus Weltschmerz, Wehmut und Wehleidigkeit.“

    Broder: Im Prinzip ist meine Kritik doch eine Liebeserklärung an Maxim Biller. Ich finde, er kann schreiben. Das habe ich an drei bis vier Stellen der Rezension betont. Und Maxim, wenn ein Nichtjude dein Buch verrissen hätte, hättest du dich darüber aufgeregt, dass ein Nichtjude auf einen Juden losgelassen wird. Es wurde aber ein Jude auf einen Juden losgelassen, und das regt dich genauso auf. Weil dich alles aufregt, was dich nicht auf einen Sockel stellt mit einer Schar von Anhängern, die auf den Knien liegend zu dir aufschauen und sagen: Du bist der Größte! Weißt du was? Ich bin ein Pausenclown, aber du bist es auch. Mit dem Unterschied, dass ich einen Mehrwert daraus ziehe und du ein Drama daraus machst.“

    Mehr: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/31806

    • profiprofil schreibt:

      Hier ein Denkanstoß aus Robert Littel: Die Söhne Abrahams, Frankfurt / Main 2008, S. 128. Es spricht ein Palästinenser zu einem Rabbi:

      »Eure Liebe zu der Bergkette mitten im Land Palästina, Ihre Marotte, diese Gebiete mit ihren biblischen Namen zu nennen, Judäa und Samaria, das ist doch nichts anderes als verknöcherte Nostalgie, eine theologische Manie, die an Hysterie grenzt. Sie sprechen von einer Sehnsucht nach dem Land. Bevor Hitler auftauchte, konnte der Zionismus gerade mal ein dünnes Rinnsal Juden dafür begeistern, ins Heilige Land zu kommen, und von denen wollten sich die meisten an der Küste ansiedeln. So schmerzhaft das Eingeständnis für Sie auch sein mag, aber der logische Schluss ist unvermeidlich: Hitler, nicht Ibrahim / Abraham, muss als der Gründervater des modernen Staates Israel gesehen werden. Ohne den Holocaust würden die Juden noch heute in ihren Ghettos in Osteuropa leben, yaani. Der psychologische Schluss, den man ziehen muss, lautet: Ihr habt keine Kernidentität, ihr existiert nicht. Sartre hat den Nagel auf den Kopf getroffen, als er schrieb: „Der Jude ist ein Mensch, den die anderen Menschen für einen Juden halten … Der Antisemit macht den Juden.«

    • philgeland schreibt:

      Zu Deinem Kommentar passt auch folgender Link ganz gut. Der folgende Artikel behandelt die Ansichten von Avraham Burg. Der Autor spricht unter anderem über sein Buch „Hitler besiegen“.
      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31412/1.html

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