Antisemitismus-Vorwurf als Waffe, Bundesregierung, „Expertenkreis“

Zionisten bezichtigen Lufthansa AS        http://www.faz.net/aktuell/

Prolog

Lies auf jeden Fall: ANTISEMITISMUS-LÜGE UND HOLOCAUST-LEUGNUNG

Unter der Überschrift „Kann ein Wohltäter kein Geschäftsmann sein? Einige Anmerkungen zum öffentlichen Umgang mit Vivien Steins Biographie des Kunsthändlers Heinz Berggruen“ kommt Thomas Steinfeld in der SZ von heute seinem Redaktionskollegen Stephan Speicher mit folgendem Satz zur Hilfe: „Anstatt ihm nun Antisemitismus zu unterstellen, wäre darüber zu diskutieren, ob es für diese Kritik Gründe in der Sache gibt oder nicht. Das aber ist bisher nicht einmal in Ansätzen geschehen“

Der hier von Steinfeld bejammerte Antisemitismus-Vorwurf und seine Instrumentalisierung durch die Kritiker bzw. Feinde von Stein und Speicher istund dies nicht erst seit heute – auch in diesem Essay mein Thema:

Der Antisemitismusvorwurf als Waffe.
Vermutungen über die Erfinder und die Profiteure einer
Schlüssel-Strategie der psychologischen Kriegsführung.

Ich frage: wessen berufliche Existenz soll mit der Stigmatisierung einer Meinung als „antisemitisch“ beeinträchtigt werden, neben meiner Existenz doch wohl die von Stephan Speicher, aber wohl auch die von Vivien Stein, obwohl (oder weil?) selbige – so jedenfalls wird sie von Thomas Steinfeld referiert – „selbst keinen Zweifel“ daran gelassen habe, dass ihr Schreibmotiv  „aus ihrer eigenen jüdischen Herkunft“ resultiere. Man lasse sich dieses „Argument“ einmal wirklich durch den Kopf gehen: „jüdische Herkunft“, jüdische Abstammung – welche ICH-Botschaft wollen uns Stein und Steinfeld damit übermitteln?!

Festgehalten werden muss leider, dass außer mir keiner bisher die Frage zu stellen und wirklich zu beantworten gewagt hat, was das eigentlich sei: „jüdisch“ und „antisemitisch“ – und warum der (aufwertende/entwertende) Hinweis auf solche „Charaktereigenschaften“ gerade in Deutschland mit Vorteilen bzw. Nachteilen verbunden ist? Und für WEN: Cui bono?!

Doch ist auch dies für mich kein Wunder, handelt es sich bei beiden Begriffen um Tabus, die zu brechen gemeinhin bestraft wird mit dem Ausschluss aus dem Kreis der politischen, der pädagogischen oder der publizistischen Plappernden Kaste – polemisch ausgedrückt: mit der Vertreibung von den Buffets der Einstreicher leistungsloser Einkommen – und zwar auf äußerst rigide Art und Weise, nämlich  „nachhaltig“.

„Antisemit“, das ist der neue persönliche Judenstern, das ist das „Schlagwort“, die verbale Atombombe seiner Instrumentalisten, verleiht doch gerade diese seine uneindeutige begriffliche (Nicht)Bestimmung dem Wort seine „universelle Wendigkeit“, die von W. I. Lenin als „gibkost“ in die Philosophie eingeführt worden ist, die aber – historisch betrachtet – nichts anderes darstellt als ein Produkt der Jahrtausende alten Rabulistik des so genannten Priestertrugs.

Zu den Rabulistikern gehört  – neben ihren „theologischen“ Erfindern und Nutznießern – von je her auch die sich „wissenschaftlich“ gerierende Kaste jener Profiteure der Antisemitismus-Lüge, denen die Leviten zu lesen sich ebenfalls niemand traut bzw. sich dazu imstande zeigt! Da ich nun aber den WIDERSPRUCH sogar zu lieben gelernt habe, so traue ich mich auch IHN  darzustellen, IHN  zu verkörpern – und würde mich dementsprechend auch sehr über IHN  freuen, erschiene ER mir nun in Gestalt eines öffentlichen Kommentars auf dieser Seite – oder privat per Email: weghorn@profiprofil.de; das wird er aber nicht, und dies aus Gründen, die in der Professionalität meiner Analysen und Synthesen zu finden sind.

Antisemitismus – Begriffsbestimmung und Erscheinungsformen

so lautet das erste Thema jenes „Expertenkreises„[1], der seinen Kampfauftrag (!) in diese Formulierung gefasst hat:

Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus darf allerdings nicht in der historisch-politischen Beschäftigung mit dem Thema verharren, sondern muss (!) die Bekämpfung (!) all seiner aktuellen Erscheinungsformen als Teil der bundesrepublikanischen Staatsräson begreifen.

Wieso „muss“, WER fordert das?! Außerdem wird hier unterstellt, dass es ihn überhaupt (noch) gäbe: den Antisemitismus und dazu noch in vielen „Erscheinungsformen“; da würde man doch gerne mal den Begriff von Antisemitismus als Resultat einer Definition zu Gesicht bekommen – doch auch dieses Grundgesetz wissenschaftlicher Kommunikation wird hier ein frommer Wunsch bleiben.

Jeder Mensch, der wirklich denken kann, weiß, dass Kritik auf der Fähigkeit beruht, das Wesen einer „Sache“ im erkenntnistheoretischen Verständnis  – hier z. B. einer Aussage, eines Interesses, einer Formulierung, eines Phänomens  – erkennen zu können, wobei er weiß, dass sich das Wesen einer „Sache“  wie „Antisemitismus“ etc. nur empirisch, nämlich aus der Analyse seiner Erscheinungsformen erschließen lässt, weshalb die Formulierung der oben zitierten Überschrift neugierig auf das Verfahren und sein Resultat macht: welchen Begriff von Antisemitismus entwickelt die Expertenkommission und WIE geht sie dabei vor – das sind meine Fragen? Dazu noch die nach ihrem erkenntnisleitenden Interesse, dem WOZU ihres Tuns!

Wer den Kampfauftrag der Kommission auf sich wirken lässt, der hat schon – die richtige Analysemethode vorausgesetzt – die wissenschaftliche Begründung für den Verriss dieses Werks von immerhin 204 Seiten  wie in einem Brennglas auf den Punkt gebracht:

  1. die politisch-historische „Beschäftigung mit dem Thema“ sei sekundär
  2. primär sei die „Bekämpfung“der „aktuellen Erscheinungsformen“, die
  3. als „Teil der bundesrepublikanischen Staatsräson“ begriffen werden „muss!

In der Tat gehört die so genannte Bekämpfung des  so genannten „Extremismus  von Links und Rechts“ zur „Staatsräson“ Deutschlands, vielleicht jedoch handelt es sich bei dieser „Bekämpfung“ just der „aktuellen Erscheinungsformen“ (!) in Wirklichkeit um eine Instrumentalisierung des Antisemitismus-Vorwurfs für ganz anderer Zwecke?! Für die Tabuisierung von geschäftsschädigenden Denkanstößen, beispielsweise. Schaun wer mal!

Und wohl auch um die Bedeutung ihrer eigenen Arbeit zu unterstreichen wird von den Experten die folgende – zutreffende – Feststellung an den Anfang ihrer Ausführungen gestellt:

„Bis heute gibt es keine allgemein gültige

Definition des Begriffs „Antisemitismus“!“

O.K: das ist heute anders geworden, gibt es doch inzwischen meine BLUEPRINTtheorie!

Dass dies hier aber so ist, das ist aber wohl auch kein Zufall, macht zumindest insofern „Sinn“, als es diese „universelle Wendigkeit“ der Metapher „Antisemitismus“ ist, die für ihre User genau diesen ihren unschätzbaren WERT ausmacht: ein Pfund, mit dem man wirklich und wuchtig wuchern kann.

Warum also, so fragt man sich als gelernter Politologe und Publizist, sollte die zionistische Seite, die dieses Schlagwort ja als einzige Gruppierung überhaupt nur instrumentalisieren kann (und dies auch  mit einer Vehemenz ohnegleichen tut), warum also sollten die jüdischen Publizisten, Lobbyisten sowie die sie unterstützenden nicht-jüdischen Kreise überhaupt an einer „allgemeingültigen Definition des Begriffs Antisemitismus“ interessiert sein?! Cui bono wäre ein solches Erkenntnisinteresse im Vergleich mit dem doch viel wertvolleren Geschäftsinteresse seiner universellen Wendigkeit?!

Genau diese Erkenntnis hat dann ja wohl auch zu der ICH-Botschaft des BMI geführt: nur die Ruhe bewahren, Leutchen, denn auch mit diesem unserem „Bericht“ wird es immer noch keine „allgemein gültige Definition“ des Begriffs „Antisemitismus“ geben!

Jedenfalls nicht im Ergebnis der „Arbeit“ jener „unabhängigen Expertenkommission“ des Bundesinnenministeriums,  deren wirkliche/wahre Erkenntnis- und Geschäftsinteressen ich auf den folgenden drei Seiten in der gebotenen Kürze zur Diskussion stellen werde.

Beginnen möchte ich mit diesem Vorschlag: ein Phänomen zu „definieren“, das heißt für mich, es auf den Begriff zu bringen.

Beispiel: die Definition von Wasser ist auf den Begriff H2O gebracht worden, und die Dialektik der Phänomene, ihr innerer WIDERSPRUCH sozusagen, gebietet es, die beiden Seiten einer Medaille zu erkennen und zu durchdenken, z. B. dass es „gut“ nicht ohne „schlecht“, „schwarz“ nicht ohne „weiß“ geben kann. Was also ist der Gegensatz von Antisemitismus? Muss ja wohl Philosemitismus sein – doch beiden setzen Semitismus als Faktum voraus. eine „Rassetheorie“ mithin! Und mit „Rassetheorien“ kenne ich mich aus, weshalb ich sie ja – wie man es auch hier sieht – aufs Schärfste bekämpfe.

Drei Kriterien hält der Expertenkreis für maßgeblich

Erstens: Antisemitismus meint Feindschaft gegen Juden als Juden, das heißt der entscheidende Grund für die artikulierte Ablehnung hängt mit der angeblichen oder tatsächlichen jüdischen Herkunft eines Individuums oder einer Gruppe zusammen, kann sich aber auch auf Israel beziehen, das als jüdischer Staat verstanden wird.

Mein Kommentar:

WER aber ist eigentlich „Jude“? Im Selbstbild und im Fremdbild. Und unterscheiden sich die beiden Sichtweisen überhaupt? Ich sage: Nein! Jude/jüdisch bist du – ob „gläubig“, „religiös“ bist oder nicht – qua Geburt, auch darin sind sich die Rabbiner wie die Zionisten mit den Nazis einig gewesen. https://profiprofil.wordpress.com/2013/01/30/anti-und-semitismus-zwei-seiten-einer-medaille/

Und was ist „jüdisch“ an Israel, das – von wem eigentlich, von mir jedenfalls nicht – „als jüdischer Staat verstanden wird“, etwa so, wie Deutschland 1933ff. von den Nazis als „arischer Staat“ verstanden worden ist, mit all den furchtbaren Konsequenzen für „fremdrassige“ Mitbürger?! Oder anders?! Aber WIE dann?

Was also heißt „jüdischer“ Staat für den jüdischen und den nichtjüdischen Mitbürger Israels?! Und was bedeutet hier „Feindschaft„?!

Jude“ und „jüdisch“ werden – im Gegensatz zu mir – vom EK ebenfalls nirgendwo explizit definiert, doch wird das jüdische, sprich: biologistische Selbstverständnis von „Jude“ dem Leser mit der Charakterisierung „Mensch von jüdischer Herkunft“ (s. Prolog) gleichsam klammheimlich untergejubelt. Jude ist also – auch hier – nicht das, wovon die christlichen Mitglieder der „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ ausgehen dürften: ein religiöser Begriff nämlich, sondern im Gegenteil ein völkisch-biologistischer Begriff, bezieht sich doch das Selbstverständnis des – zumindest in Israel – einzig als „Jude“ geltenden Israeli auf seine Abstammung aus Abrahams Samen (Gen. 17, 19); krass gesagt: niemand wird in Israel als „Jude“ akzeptiert, der nicht die Anerkennung des staatlich (!) kontrollierten Oberrabinats, vorweisen kann. Und die basiert nur äußerst widerwillig auf Konversion[2].

Diese – vom „Expertenkreis“verschwiegene [3] – Tatsache, dass  nämlich „Jude“ gerade im jüdischen Selbstverständnis ein religiös verbrämter „rassisch“ determinierter Begriff ist – wird unausgesprochen jeder  seiner von ihm erfundenen sieben „Begründungsformen“ von „Antisemitismus“ (s. u.)   unterstellt.

Unberücksichtigt bleibt dabei, dass Feindschaft gegen jeden Amerikaner „als Amerikaner“ beispielsweise normaler Weise als das angenommen wird, was sie wirklich ist: als das Resultat eines Ressentiments von OPFERMENTALITÄTERN, von narzisstisch gekränkten, kränkbaren und kränkenden Persönlichkeiten also, die man gemeinhin als Geltungssüchtige, Besserwisser, Rechthaber,  Intriganten kurz: als Idioten, Islamisten, Terroristen  oder Arschgeigen bezeichnet – zu Recht oder zu Unrecht soll hier offen bleiben.  Mehr

Anders gesagt: persönlicher Ärger, Wut und Hass sind in Wirklichkeit Ausdrucksformen von persönlichen Minderwertigkeitserlebnissen, und wenn Wut und Hass chronisch werden, dann darf sich das Objekt dieser Aggression zurecht als Feind des Hassenden verstehen (ohne es de facto sein zu müssen!). Beispiele: „Islamisten, Antisemiten, Taliban, Juden, Amerikaner, Terroristen, Schiiten, Sunniten, Kroaten, Serben, Iraner, Freiheitskämpfer“ etc. pp. Feinderklärungen können auch sehr systemstabilisierend sein: die zionistische Regierung Israels benötigt geradezu Hisbollah, Hamas und den Iran als Freindbild, um die ethnische Säuberung des Westjordanlandes und Jerusalems rechtfertigen zu können.

Das alles ist unschön, lässt sich aber auch – angesichts der Macht der Plappernden Kaste – de facto nicht ändern, wohl  aber, wie man es auch hier studieren kann, vom Profi zumindest  souverän meistern.

Feindschaft ist also das Resultat von – manigfach begründeter/verursachter –  Beziehungsunfähigkeit (bzw. Beziehungsunwilligkeit) und mithin ein weltweit verbreitetes Phänomen; das heißt – auf unser Thema Antisemitismus bezogen – dass jeder Mensch auf der Welt Feinde haben kann (und hat), dass also auch die Anfeindung kein Alleinstellungsmerkmal von Juden, sondern eine psychologische Kategorie ist, die man – als anthropologische Grundkonstante „F“  für Feindschaft – vor die Klammer der Beurteilung einer Persönlichkeit ziehen kann.

Jeder Stoß ein Franzos´! Jeder Schuss ein Russ´!

Was aber macht „der Jude“ (Joh 19,38) – und wenn bei mir von „dem“ oder  „den“ Juden die Rede ist, dann immer und ausschließlich im Selbstverständnis (!) der Erfinder, Propagandisten bzw. Profiteure jener Geschäftsidee namens „Judentum“  – was also macht der Jude mit dieser Wahrheit? Er leugnet sie und reklamiert stattdessen „Anfeindung, Diskriminierung, Diffamierung, Verfolgung etc.“ als sein Privileg/Exklusivrecht, als Resultat seines Selbstverständnisses von Auserwähltheit unter den Völkern – und er erfindet für alle seine zum Feind Erklärten ein exklusives, in höchstem Maße abwertend aufgeladenes/konnotiertes Wort, nämlich: ANTISEMIT! Und er vermeidet es tunlichtst, dieses Wort zu definieren, will sagen: es auf den Begriff zu bringen. So z. B. auch Moshe Zimmermann: Deutsch-jüdische Vergangenheit – der Judenhass als Herausforderung. (2005)

Dass dieses egoistische Selbstbild eines OPFERMENTALITÄTERS von anderen OPFERMENTALITÄTERn/Feinderklärten  manchmal nicht widerstandslos hingenommen wird, nimmt der Jude in Kauf, weil er – gerade auch wegen der damit verbundenen Diskriminierungen und Verfolgungen – das völkische Prinzip der rassereinen Abstammung/Herkunft/Exklusion in den eigenen Reihen aufrechterhalten bzw. durchsetzen kann – man studiere hierzu nur die Schriften aller nachexilischen Propheten, die von dieser Priester-Strategie ein beredtes Zeugnis ablegen: „Der Gott, der uns aus Ägyptenland geführt hat.“

Wenn es also auch unter Nichtjuden Menschen gibt, die einen Nichtjuden als Nichtjuden hassen – einen „Deutschen“ als „Deutschen“ beispielsweise und „Deutschland“ daraufhin in Schutt und Asche legen (wollen) – warum wird diese Feindschaft nicht ebenfalls durch den Begriff „Antisemitismus“ als verwerfliches menschliches Verhalten geächtet, warum also ist völkisch legitimierte Feindschaft nicht gleich völkisch legitimierter Feindschaft?! Warum darf nur der Jude seine Feindschaften völkisch rechtfertigen?! Warum tut er das überhaupt? Besser: WOZU tut er es überhaupt?!

Wir sehen: das erste „Kriterium“ des Expertenkreises ist alles andere, nur kein Kriterium im eigentlichen, sprich: im erkenntnistheoretischen Sinne. Es ist vielmehr das Resultat eines Auftrags des Bundesministeriums des Inneren (BMI), dessen Beamte sich diesbezüglich nur zu bereitwillig haben über den Löffel balbieren lassen, werden sie sich – zur Rede gestellt – doch selbstverständlich darauf hinausreden können, dass nicht sie, sondern ein „Expertenkreis“ – ein „unabhängiger“ noch dazu – ihnen die Verantwortung für diese tendenziöse Kampfschrift abgenommen habe.

Festhalten möchte ich, dass einzig das „Verständnis“ des Expertenkreises von  „Antisemitismus“ als Ausdruck einer persönlichen Feindschaft gegen einen Juden „als Jude“ – „Antisemitismus“ also als eine „völkisch“ begründete persönliche Feindschaft –  in seiner universellen Wendigkeit auch extrem gut dazu geeignet ist, persönliche Feindschaften und „Abneigungen“ (sic)  zu „politisieren„, wie dies beispielhaft vorgeführt word ist  in der Verleumdungsklage Hecht-Galinski gegen Broder. Und dass auf diesem Wege  aus  einem Politikum namens Antisemitismus ein pädagogisches Programm gemacht werden kann, das ist eine Geschäftsidee, aus der auch das Zentrum für Antisemitismusforschung seine Existenzberechtigung und Finanzierung ableitet.

Die als „rassische“ charakterisierte Begründungsform von Antisemitismus (s. u.) korrespondiert zwar mit meinem Verständnis von Antisemitismus, steht aber insofern noch im Widerspruch zu meiner Definition von Antisemitismus, als ich den Begriff Antisemitismus nicht auf eine persönliche Haltung bzw. Einstellung anwenden würde – hier spreche ich weiterhin von Judenhass, Judenfeindschaft, Judenabneigung –  sondern ausschließlich als Ausdruck von Doktrin und Programm einer gesellschaftlichen Gruppe – genauer: einer Staatsdoktrin – angewendet wissen möchte, einer Gruppierung im übrigen, die politisch auch imstande sein müsste, das „zweite Kriterium“ (s. u.)  zu erfüllen, das da heißt: „existenzielle Vernichtung“ aller Juden auf der Basis einer eplizit „rassistischen“ Rechtfertigungsideologie; dazu aber wären beispielsweise die Knallchargen der NPD und der Kameradschaften – auch wenn sie so tönen – nie und nimmer imstande, weshalb auch sie nur die ordinäre, alltägliche kapitalismusimmanente Fremden-/Judenfeindschaft zelebrieren, und weshalb denn auch die von ihnen ausgehende Kriminalität nur ein Arbeitsauftrag für Lehrer, Sozialarbeiter, Sozialpolitiker, Journalisten, Polizei und Rechtsprechung, nicht jedoch eine  „Gefährdung unserer Demokratie“ darstellt – und es niemals werden könnte. Diese Leute sind nämlich eines absolut nicht: „gesellschaftsfähig„.

Und das ist der Grund dafür, dass ich die „Definition“ von extremistischen Handlungen dieser sich politisch maskierenden  Gewalttäter als „Begründungsformen des Antisemitismus“  für irreführend und gefährlich erachte.

Eine „Definition“ als Gefährdung der Meinungsfreiheit

Zweitens: Antisemitismus kann sich unterschiedlich artikulieren: latente Einstellungen, verbalisierte Diffamierungen, politische Forderungen, diskriminierende Praktiken, personelle Verfolgung, existenzielle Vernichtung.

Mein Kommentar:

Das zweite Kriterium ist eine Beschreibung von „Artikulationen“ jeder „völkisch“ definierten Feindschaft und braucht hier deshalb nicht weiter diskutiert zu werden, da diese Meinung auch gegenüber jedem anderen Menschen geäußert werden kann und geäußert worden ist.

Beispiel: Der Hass bestimmter Tschechen und Polen gegenüber „Reichsdeutschen“ in der Tschechoslowakei und in Polen 1945ff..

Verfolgung, Vertreibung, Vernichtung: sie haben viele Menschen mit einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit ebenfalls erleiden müssen weshalb sie kein Alleinstellungsmerkmal konstituieren , wie es der Holocaust sehr wohl für sich beanspruchen darf; sie  sind deshalb für den einzig zulässigen, weil wirklichen Antisemitismusbegriff akzidentiell.

Ich komme nun zum dritten „Kriterium“ von Antisemitismus:

Drittens, Antisemitismus kann in verschiedenen Begründungsformen auftreten: religiös, sozial, politisch, nationalistisch, rassistisch, sekundär (sic) und antizionistisch. Auf grundsätzlicher Ebene ist Antisemitismus eine Sammelbezeichnung für alle Einstellungen und Verhaltensweisen, die den als Juden wahrgenommenen Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen aufgrund dieser Zugehörigkeit („Zugehörigkeit“ WOZU?) negative (sic) Eigenschaften unterstellen (sic). Ist etwa die Abneigung gegen Juden ausschließlich durch deren individuelles Auftreten motiviert, so kann man nicht von einer antisemitischen Einstellung sprechen. Ergibt sich die Abneigung (sic) gegen eine jüdische Person aus deren Zurechnung zur jüdischen Religionsgruppe, ist demgegenüber sehr wohl von einer antisemitischen Haltung auszugehen.

Mein Kommentar:

Diesem unabhängigen Expertenkreis gehörten vier Professoren, vier Doktoren und zwei wissenschaftliche Mitarbeiter an (S. 4), weshalb man davon ausgehen sollte, dass sie alle wussten, welche Ansprüche an eine Aussage gestellt werden muss, damit selbige als „Definition“ beurteilt werden kann/muss.

Was allerdings der Expertenkreis der Öffentlichkeit hier vorlegt, das würde ich als primitives Machwerk beurteilen und mit der Bemerkung zurückgeben: „Thema verfehlt“!

Drei Begründungen meiner Kritik

  1. Was eigentlich sind „Begründungsformen“ im Kontext eines psychologisierenden, individualisierenden  Antisemitismusverständnisses (s. These 2) anderes als „Meinungen“ – und WER, bitte schön – soll / will eigentlich WIE und WOMIT herausfinden und bestimmen, auf welchen MOTIVEN eine je persönliche  „Abneigung“ (sic) basiert?! Eine Untersuchung mit dem Lügendetektor, eine Hausdurchsuchung vielleicht?!
    Und weil man ein persönliches Motiv nicht herausfinden kann, wird der Antisemitismus-Vorwurf – also die Unterstellung, eine persönliche Meinung oder ein persönliches Verhalten sei eliminatorisch (s. u.) motiviert – zur universell einsetzbaren Waffe in einer Diskussion, zum Totschlagwort, sozusagen. Diese absolut unwissenschaftliche Etikettierungs- bzw. Stigmatisierungsmethode stellt mithin eine eklatante Gefährdung von Art. 5 GG dar! Und sie entspricht der ns-Vorgehensweise gegenüber den Juden.
  2. Antisemitismus – das ist ja  fataler (weil hier psychologisierender) Weise die persönliche „Abneigung“ „gegen einen Juden als Jude“- dieser Antisemitismus also könne in verschiedenen „Begründungsformen“ – gemeint sind hier wohl auch persönlichen Verkleidungen? – auftreten, die sich grundsätzlich dadurch auszeichnen sollen, dass ihr Träger dem „Juden als Jude“ – und nicht etwa als seinem Kollegen – „negative Eigenschaften unterstellt“. „Unterstellen“, sagen die „Experten“ und zementieren damit ihre Generalthese, die da lautet: der von uns auf den folgenden 196 Seiten geoutete „Antisemit“ habe keinen wirklichen Grund zur „Abneigung“ – z. B. den Hass auf das Programm der ethnischen Säuberung des Westjordanlands – denn  gerade ein „Jude als Jude“ besitze per definitionem keine „negativen Eigenschaften“, er sei nur gut, und wann immer ein Herr Broder beispielsweise kritisiert oder bekämpft wird, dann sei das eine bösartige, nein: eine „antisemitische“ Diskreditierung/Delegitimierung/Dämonisierung einer „an sich/per se/qua Abstammung“ ehrenwerten Persönlichkeit.
  3. Wurde im ersten Kriterium die „Zugehörigkeit„des Juden noch – klammheimlich zwar, aber zutreffend  – völkisch definiert, so wird hier nun die Lüge „kommuniziert“, dass Antisemitismus, genauer gesagt: die persönliche „Abneigung“ (sic)  „religiös“ begründet sei, sich also nicht aus der „tatsächlichen jüdischen Herkunft“, sondern aus der „Abneigung gegen eine jüdische Person (wegen) deren Zurechnung (sprich: Zugehörigkeit) zur jüdischen Religionsgruppe“ herleiten ließe. Solch ein Quatsch, interessiert doch die Religionszugehörigkeit eines Menschen schon seit dem Aufkommen eben des (völkisch-rassistischen) Antisemitismus niemanden mehr; Karl Marx z. B., der  – interessanter Weise – bis auf den heutigen Tag ja ausnahmslos als „Jude“ apostrophiert wird, obwohl er der protestantischen „Religionsgruppe“ angehörte, wäre von den wirklichen Antisemiten, den nationalsozialistischen (ns) Staatsterroristen nämlich, als „Jude“ verfolgt worden.
    Einzig die jüdische Religion – und das ist doch das Thema meines Tabubruchs – ist im Selbstverständnis eines Juden biologistisch gegründet (s. Anm. 2 und 5), woraus „logisch“ folge, dass jede „persönliche Abneigung“ gegenüber einem Juden ja nur biologistisch = antisemitisch gemeint/begründet sein könne. Eine echte double-bind-Falle: „was du auch machst und sagst: es ist falsch!“ Es ist eben „antisemitisch“ – und damit nicht diskussionswürdig. Sondern strafwürdig.

Wer also – wie ich –  nach der Veröffentlichung dieser „Definitionen“ des BMI noch an einem völkisch agierenden Juden, wie z. B. den Herren Netanjahu und Lieberman, Kritik üben würde, der hätte bei dieser hermetischen Definition von Antisemitismus als  rassisch-begründeter feindlicher Meinungsäußerung immer die Arschkarte auf der Hand und sähe sich einem Rechtfertigungsdruck ausgesetzt, der darauf hinausliefe, dass man ihn – und nunmehr sogar auf Basis eines regierungsamtlich edierten Dokuments –  erst einmal prophylaktisch (und  auch nicht strafrechtlich zu belangen) als „Antisemiten“ abstempeln, also beleidigen und ihn dann damit beauftragen könne, doch gefälligst selbst den Nachweis seines Philosemitismus/Semitismus durch Motivations-Konfession zu liefern.

Gratulation, denn diese Waffe der psychologischen Kriegsführung aus dem Hause Friedrich (CSU) ist das, was der Fight-For-Israel-Karrieristen-Kameradschaft (FFIKK) gerade noch gefehlt hat, arbeitet sie doch schon seit 2001 daran, den absolut legitimen „Antizionismus“ per Antisemitismus  = Holocaustkonnotation zu delegitimieren und seine User zu dämonisieren.

Ich kann und will nicht bestreiten, dass es auch heutzutage nicht nur unter Juden, sondern auch unter Deutschen (oder Amerikanern) völkisch denkende Bürger gibt, doch unbestreitbar ist ebenso, dass diese noch keinen „Juden als Jude“, also aus Gründen rassistisch motivierter Feindschaft, umgebracht haben – sehr wohl aber eine große Anzahl „Fremder“. Insofern dient die hier vom BMI sanktionierte Antisemitismus-Lüge ausschließlich der publizistischen und strafrechtlichen Verfolgung von Menschen, die ihr Grundrecht auf Meinungsfreiheit wahrnehmen wollen, zu dem gehört (auch wenn das schmerzt!), dass man nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen hassen und ihnen feindlich begegnen darf (!), müsste man ansonsten doch so gut wie jeden Menschen hinter Schloss und Riegel bringen, weil niemand frei ist von Ärger, Wut und Hass auf andere – und auf sich selbst!. Es soll ja momentan schon wieder so etwas wie „Deutschenfeindlichkeit“ geben, und wer weiß wieviele Juden sollen auch „Deutschland“ und „die Deutschen“ hassen, sagen zumindest die Antideutschen. Und das dürfen sie auch: „hassen“ und ihren „Hass“ als Meinung zum Ausdruck bringen, sind (auch) Ärger, Wut und Hass doch Symptome einer Sucht-Krankheit namens Geltungssucht! Man studiere hier nur die publizistischen Umgangsformen des Journalisten H. M. Broder (in: CICERO 12/2009).

Fazit

Ich habe ja den Nachweis erbracht, dass es einen Antisemitismus nicht mehr geben wird, weil das wirkliche Kritierium für Antisemitismus: die „Endlösung der Judenfrage“ i. S. eines staatlich organisierten, systematischen Völkermords, praktisch nicht mehr ausgeführt werden kann, endete doch ein jeder Interessent schon beim ersten schüchternen Versuch von Holocaust im atomaren Fegefeuer Israels und der USA. [4] (Dennoch wird der iranischen Staatsführung mit der Antisemitismus-gleich Holocaustkonnotation von Seiten Israels und der US-Administration ein Angriffskrieg angedroht, wobei die  publizistische Kriegsführung seit heute auch auf Deutschland ausgedehnt worden ist.)

Aber nicht nur deshalb hat grundsätzlich keine Staatsführung, und insbesondere der dämonisierte iranische Ministerpräsdident nicht, ein – selbstredend schwachsinniges, „selbstmörderisches“ (Avi Primor) – Interesse, daran, die Welt per Holocaust vom jüdischen Gedankenkonstrukt namens „Rasse/Abstammung“ zu „befreien“, sondern auch deshalb nicht , weil  der Islam – im krassen Gegensatz zum „Judentum“ – eine Bindung von Kultur/Religion an eine „leibliche Abrahamskindschaft“ nicht kennt, sondern – wie auch die Katholische Kirche – seine Exklusvität/Auserwähltheit einzig „theologisch“ herleitet.

Als Beleg für die Existenz dieses jüdischen Gedankenkonstrukts sind auch diese Ausführungen von Joseph Ratzinger zu beurteilen, die allerdings auf einer grandiosen Selbsttäuschung basieren:

Vom Zorn Gottes und des Mose gegen den Kult des goldenen Jungstiers am Sinai angefangen bis hin zu den späten nachexilischen Propheten geht es immerfort darum, daß Israel aus seiner eigenen kul­turellen Identität und seinen religiösen Wünschen herausgerissen wird, daß es sozusagen den Kult der eigenen Nationalität, den Kult von »Blut und Boden« lassen muss, um sich dem ganz anderen, dem nicht­eigenen Gott zu beugen, der Himmel und Erde geschaffen hat und der Gott aller Völker ist. Der Glaube Israels bedeutet eine fortwährende Selbstüberschreitung der eigenen Kultur ins Offene und Weite der ge­meinsamen Wahrheit hinein. Die Bücher des Alten Testaments mögen in vieler Hinsicht weniger fromm, weniger poetisch, weniger inspiriert erscheinen als bedeutende Stellen der heiligen Bücher anderer Völker. Aber sie haben doch ihre Einzigartigkeit in diesem Streitcharakter des Glaubens gegen das Eigene, in diesem Aufbruch aus dem Eigenen her­aus, der mit Abrahams Wanderschaft beginnt. Der Ausbruch aus dem Gesetz, den Paulus aufgrund seiner Begegnung mit dem auferstande­nen Jesus Christus erkämpft, führt diese Grundrichtung des Alten Te­staments zu ihrem logischen Ziel: Er bedeutet vollends die Universali­sierung dieses Glaubens, der vom Eigenen einer völkischen Ordnung gelöst wird. Nun sind alle Völker eingeladen, in diesen Prozess der Überschreitung des Eigenen einzutreten, der zuerst in Israel begonnen hat.

Aus: “. Joseph Ratzinger  * Benedikt XIV.:   Aus: Glaube – Wahrheit – Toleranz. Das Christentum und die Weltreligionen. Freiburg 2005, S. 160 f.

Kein Jude (Joh 19,38) käme auch nur auf die Idee, sich vom „Kult der eigenen Nationalität“, dem Kult von „Blut und Boden“, dem Konzept der „völkischen Ordnung“ des jüdischen Staates Israel loszusagen, sondern im Gegenteil! Und dies, obwohl jeder (auch und gerade der Jude!) weiß  –  dass Persönlichkeitseigenschaften nicht angeboren, sondern erlernt/kultiviert sind, und dass sie mithin auch nicht biologisch-rassisch „vererbt“ werden können –  da dies also spätestens seit 1945 jedermann weiß, so wird es zwar weder die Gefahr noch einen wirklichen „Antisemitismus“ selbst – also: ein Genozid als rassistisch „gerechtfertigte“ Staatsdoktrin – mehr geben, wohl aber aus Gründen der psychologischen Kriegsvorbereitung von Seiten der Fight-For-Israel-Karrieristen-Kameradschaft lauthals propagiert werden. Und jetzt auch noch vom „Bundesinnenministerium und vom Deutschen Bundestag!

Wobei doch nur diese rassistische „Begründungsform“ von Antisemitismus sicherheitspolitisch überhaupt von Belang wäre! Und damit ein Thema des BMI.

Die so genannten Rechtsextremisten beispielsweise, darunter auch die von interessierter Seite so genannten „Neonazis„, sind – obwohl sie rassistische Sprüche kloppen – als solche, also per se, nicht „gesellschaftsfähig“ – und bilden genau deshalb auch absolut keine „Gefahr für unsere Demokratie“. Begründung: In den USA, wo „Holocaustleugner“ sich auch unter Juden frei und ungeschoren bewegen dürfen, weiß das zumindest in der US-Administration ein jeder Entscheider.

Und dies wissen natürlich auch unsere zehn „Experten“, und dennoch hat es sie nicht davon abgehalten, just den „Antisemitismus“ als politischen Kampf-Begriff zu küren, um insbesondere die Kritiker und Feinde Israels oder einer jüdischen Gemeinde als potentielle Morduben etikettieren und sie in ihren jeweiligen Bezugssystemen bekämpfen zu können. Was genau dieses Schlag-Wort „Antisemitismus“ für die kompromisslose Durchsetzung der zionistischen staatspolitischen Zielsetzungen so tauglich macht, das ist ja die Tatsache, dass einzig dieses Wort mit der Konnotation „Auschwitz“ versehen ist, auf die unsere Experten und ihre Auftraggeber aus dem oben dargelegten Geschäftsinteresse am Verbot einer  kritischen Meinungsäußerung zum Thema Judentum und „jüdischer Staat“ deshalb auch den allergrößten Wert legen.

Anders gesagt: hätte das Wort „Antisemitismus“ nicht die unauflösliche Holocaust-Konnotation, dann wäre diese Metapher für ihre heutige Funktion als Waffe – insbesondere im Kampf der Zionisten gegen die Kritiker der israelischen  Besatzungs- und Apartheidpolitik auf palästinensischem Gebiet – stumpf und absolut unbrauchbar.

Die von der „Expertenkommission“  vorgenommene „Ausdifferenzierung“ in sieben (!) „Begründungsformen“ von Antisemitismus (s. o.) ist also deshalb so verwerflich, weil jeder dieser Pseudo-Definitionen die Auschwitz-Konnotation aufgedrückt wird, obwohl nur eine der sieben – die „rassistische“ – damit zumindest assoziiert werden dürfte! Nicht aber beispielsweise die „antizionistische“ oder die „sekundäre“! Israel ist in seiner staatlichen Existenz von außen nicht gefährdet, wohl aber als „jüdischer“ Staat von innen, weswegen Liebermann und Konsorten den theologisch etablierten Rassismus zur Staatsdoktrin ausgebaut haben.

Diese Rabulistik des Expertenkreises (und des jüdischen Establishments weltweit) hat also mit einer wirklichen Definition absolut nichts zu tun, zeichnet sich ein Begriff doch genau durch seine Trennschärfe aus, die hier bewusst vermieden bzw. verwischt wird. Sie ist das Gegenteil: eine Waffe gegen Kritiker und Partisanen zwecks Abstempelung als „Antisemit“ und „Terrorist“!

Die Masche, mit der die Antisemitismus-Lüge öffentlichkeitswirksam implementiert wird, das ist also die Vertuschung des rassistischen Charakters des Zionismus durch die Monstranz der „religiösen“ Karte, wie sie auch in dieser Konstruktion durchscheint:

Der einzelne Jude wird nicht als Individuum, sondern als Angehöriger eines konstruierten Kollektivs mit verbindender Agenda wahrgenommen.

Wer diesen Satz liest, der hat entweder keine Ahnung von dem, was „Judentum“ wirklich bedeutet [5] oder er belügt die Öffentlichkeit wissentlich, weiß doch zumindest jeder Jude wenn er auch sonst nichts weiß, dass es sich beim Judentum – wie beim Deutschtum oder beim Christentum, allgemein bei jeder Tümelei, bei jedem Ismus, bei jedem gesellschaftlichen System – in der Tat um eine von Profiteuren ersonnene Geschäftsidee handelt, die eines „konstruierten Kollektivs“ – nennen wir es (auserwähltes) Volk, Gesetz, Nation, Staat, Bewegung, Kirche, Partei, Gemeinde  – bedarf, dessen „verbindende Agenda“ bisher von keiner anderen Metapher wirkungsvoller dargestellt werden konnte als vom „Glauben“ an die „Reinheit der Lehre“ und – die „Reinheit des Blutes“.

Dass auch dieser (Irr)Glaube, diese Meinungsäußerung keine Diskriminierung oder Verfolgung eines Menschen rechtfertigt, das muss gerade von mir nicht betont werden, und dass derjenige, der mittels einer kollektiv praktizierten rassistischen Doktrin von nation building seine Interessen kompromisslos und gewalttätig meint durchsetzen zu dürfen, mich dazu zwingt, ihn als meinen Feind zu definieren und zu behandeln, das müsste von mir eigentlich ebenfalls nicht mehr betont werden! Das ist beides bekannt.


[1] Antisemitismus in Deutschland. Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze. Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus. Herg. Bundesministerium des Inneren (BMI) 2011

[2] DLF Studiozeit „Aus Religion und Gesellschaft“: Im Ausland Jude, in Israel nicht – Einwanderer kämpfen bei israelischen Behörden um ihre Anerkennung als Juden. Eine Sendung vom 23. 11. 2011

Dazu Israel Meir Lau:

„Ein Jude darf durchaus einen Nichtjuden bewirten. Er darf auch an seiner Mahlzeit teilnehmen – vorausgesetzt, der Jude ist der Hausherr. Ist der Jude dagegen bei einem Nichtjuden zu Gast und besteht deshalb die Gefahr der Assimilierung, sollen ihn die Kaschrut-Vorschriften an einer allzu großen Annäherung hindern und so ein Verwischen der geistigen und praktischen Grenzen verhüten.

Darauf wird auch in 3. Mose 20 hingewiesen, wo von der Absonderung Israels von den anderen Völkern die Rede ist. Diese Absonderung kommt u. a. auch in den Kaschrut-Vorschriften für die jüdische Küche zum Ausdruck. In Vers 24 bis 26 heißt es: »Ich bin der Herr, euer Gott, der euch von diesen Völkern ausgesondert hat: So unterscheidet (88) zwischen reinem und unrei­nem Vieh, zwischen unreinen und reinen Vögeln! Macht euch nicht selbst abscheulich mit diesen Tieren, diesen Vögeln, mit allem, was auf dem Boden kriecht. Ich habe es für euch als unrein unterschieden. Seid mir geheiligt; denn ich, der Herr, bin heilig, und ich habe euch von all diesen Völkern ausgesondert, damit ihr mir gehört

Es ist unnötig, diesen sehr klaren Worten noch etwas hinzuzufügen. Zweifels­ohne hat das Befolgen der Kaschrut- Vorschriften entscheidend dazu beigetra­gen, daß sich das Volk (!) abgesondert hat und seine Assimilierung unter anderen Völkern verhindert wurde. Wer weiß, ob nicht unser Schicksal ohne die Kaschrut-Vorschriften und‘ ohne das Gesetz der »Beschneidung« das gleiche gewesen wäre wie das der Ammoniter, Philister, Aramäer, Phöniker, Edomiter, Kanaanäer und anderer Völker, die schon längst von der Bühne der Geschichte verschwunden sind.

Trotz aller Bemühungen, die Kaschrut-Vorschriften logisch zu erklären, gehören sie immer noch zu den sogenannten Hörigkeitsgesetzen (den verord­neten Gesetzen), an deren Befolgen. man den frommen Juden erkennt: blinder Gehorsam ohne Widerspruch gegen die Gesetze, die auf dem Berg Sinai gegeben wurden. Mehr

Aus: Israel Meir Lau: Wie Juden leben. Gütersloh 1988, S. 76 (Anm. 5)

Mein Kommentar: Für mich wurden vielleicht die „10 Gebote“, nicht jedoch „die Gesetze“ auf dem Berg Sinai „gegeben“, doch dieser „Katechismus“ ist  es, jene 248 Gebote und 365 Verbote, die die Priesterherrschaft begründen und die die Hörigkeit gegenüber der Hierokratie befestigen.

[3] „Verschleiert“ deswegen, weil hier „Feindschaft gegen Juden als Juden geschrieben wurde, nicht aber das, worum es eigentlich geht, nämlich um Feindschaft gegen Juden als JUDE.

[4] Avi Primor: „Iran hat keine Selbstmordpläne: Es ist schwer sich vorzustellen, dass Iran Selbstmordambitionen hegt. Iran, das in Wirklichkeit gegen seine erdölproduzierenden Nachbarn vorgehen will, benutzt die Hasspropaganda gegen Israel als Mittel im Machtkampf innerhalb der islamischen Welt. Dagegen könnte Israel einen glaubwürdigen Friedensprozess ins Leben rufen, der Iran den Wind aus den Segeln nimmt.“ Aus: SZ vom 9. 11. 2011

[5] Siehe Anm. 2. „Dieses Buch“ von Rabbi Lau, so  der „Hinweis für den Leser der deutschen Ausgabe“, ist „in Israel zu einem Bestseller geworden“. Sein Originaltitel lautet: „Judentum –  Halacha in der Praxis“. „Es soll eine Antwort sein auf das wiedererwachte und erneuterte Interesse an einer Rückkehr zu den Quellen; denn selbst wenn dieses Interesse nicht von einem wahren, tiefen Grlauben begleitet ist, so es es doch wesentliche (!) Voraussetzung  für ein Verständnis der Auferstehung der Nation und des Geheimnisses seiner (sic) Existenz im Laufe der Generationen.“

Aufschlussreich auch die Confessio des Henryk M. Broder:

Cicero: Was ist das eigentlich, ein Jude? Ist das die Zugehörigkeit zu einem Volk, zu einer Rasse oder zu einer Religion? Oder sind Sie einfach ein Deutscher jüdischer Kultur?

Henryk M. Broder: Vielleicht bin ich ein Jude deutscher Kultur. Ich kann es nicht definieren. Das Wertvolle am Judentum ist gerade, dass man es nicht definieren kann. Im Kern ist Judentum wahrscheinlich eine Mischung aus gutem Essen und schlechten Manieren. Ich bin nicht nur unreligiös, ich bin areligiös und manchmal auch antireligiös, trotzdem bin ich sehr jüdisch. (Cicero 12-2009)

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6 Antworten zu Antisemitismus-Vorwurf als Waffe, Bundesregierung, „Expertenkreis“

  1. blogfighter schreibt:

    Parlament beschließt Resolution zur Bekämpfung des Antisemitismus – Die Linke enthält sich

    Zentralrat Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden, begrüßte den Beschluss. Er zeige, dass es im Bundestag »die notwendige Sensibilität für das Thema Antisemitismus« gebe. Ein unabhängiges Expertengremium sei nach wie vor unverzichtbar, »denn offenbar gibt es keine dauerhafte Heilung gegen die Krankheit von Rassismus und Antisemitismus«. Graumann erinnerte die Parlamentarier aber auch daran, dass der Kampf gegen Antisemitismus nicht nur im Verabschieden von Resolutionen bestehe.

    »Wer Antisemitismus in Deutschland nachhaltig bekämpfen will, muss zum Beispiel dafür auch nachhaltig Geld ausgeben wollen.« Ein Gutachten des Zentralrats habe erst jüngst gezeigt, dass eine dauerhafte Finanzierung entsprechender Initiativen und Projekte rechtlich möglich sei. »Überall muss die Erkenntnis wachsen: Der Kampf gegen Antisemitismus ist kein lästiges Pflichtprogramm und kein bloßes Nischen-Thema – sondern geht uns alle gemeinsam an«, sagte Graumann.

    Aus: Jüdische Allgemeine Zeitung

  2. blogfighter schreibt:

    Sehr geehrter Herr Steinberg: Sie schreiben

    ich verstehe Judäophobie, ein Begriff, der besser zu dem passt, was mit Antisemitismus gemeint ist, als ein Ressentiment. Ein Ressentiment ist eine Gefühlshaltung. Gefühlshaltungen entziehen sich allzu strenger empirischer und begrifflicher Erfassung. Aus dieser Sachlage heraus dürfte jeder Versuch misslingen, Judäophobie stringent zu definieren.
    Dennoch existiert Judäophobie, und Judäophilie ist nicht ihr Gegenteil, sondern nur eine ihrer Abarten (siehe Springer-Verlag). Wie jede Phobie offenbart sie sich durch Worte, Gesten oder Mimik, schlimmenfalls durch Taten.
    Phobien bestehen sowohl gegen reale wie irreale Objekte. Insofern ist für das Ressentiment gegen Juden völlig gleichgültig, wer oder was Juden denn nun sind: Rassenangehörige, Gläubige, eine Kulturgruppe… Denn der Phobiker bestimmt in seiner Phobie, wer Jude ist: ein Reicher, ein Armer, ein Kapitalist, ein Kommunist, einer mit Brille, einer mit Wulstlippen, einer an der Wall Street… je nach Ausprägung der Phobie. Die Nazis kannten jüdische Physik, verjudete Presse, entartete Kunst – alles war jüdisch.
    Wobei die, die Judäophobie verbreiten, gar nicht selber phobisch sein müssen.
    Dito mit Islamophobie (Broder), Xenophobie (Pro Köln) etc

    Ich kritisiere an Ihrem Schreiben folgende Tatsachen:

    es handelt sich hierbei nicht um eine Antwort auf meine (implizite) Kritik an ihrer „Definition“ von Antisemitismus, sondern um eine Gleichsetzung von Antisemitismus mit Judenhass/Judäophobie, wobei sie sich ebenfalls bei Ihrem Terminus „Judäophobie“ einer Definition mit der gleichen „Rechtfertigung“ verweigern, die ich schon beim „Expertenkreis“ als Ausrede gegeißelt habe.

    In Ihrem Vortrag vom 9. 11. 2002, auf den ich im Folgenden kritisch eingehen werde, haben Sie folgende „Begriffserklärungen“ von Antisemitismus zur Diskussion gestellt.

    1. Antisemitismus ist Abneigung oder Feindseligkeit gegen Juden. Als Semiten werden dagegen Sprecher bestimmter Sprachen – phönizisch, maltesisch, hebräisch aramäisch, arabisch, amharisch, tigrina – bezeichnet. Wenn der arabisch-sprachige Karsli von der FDP sagt, er könne gar nicht Antisemit sein, weil er selber Semit ist, so gibt er den Till Eulenspiegel.

    2. Die Ursache für Antisemitismus ist bei den Antisemiten zu suchen, nicht bei den Juden. Antisemiten „haben etwas von ihrem Antisemitismus“ – wie überhaupt diskriminiert und unterdrückt wird um eines Vorteils willen.

    3. Wer die Erklärung für Antisemitismus bei Juden sucht, ist selbst des Antisemitismus verdächtig.

    4. Häufig dient den Antisemiten gerade dasjenige Verhalten von Juden als Rechtfertigung für ihren Antisemitismus, das durch den Antisemitismus erst hervorgerufen wurde.

    Hier finde ich „Abneigung“ und „Feindseligkeit“ als vorgebliches „Erkennungszeichen“ von Antisemitismus das erste Mal veröffentlicht, eine psychologische Kategorie, die vom „Expertenkreis“ ebenfalls als Grundlage von Antisemitismus deklariert worden ist ; meine Kritik an diesem Psychologismus habe ich – bisher unwidersprochen, weil unwiderleglich – dargelegt, ist doch das wirkliche Erkennungszeichen von Antisemitismus der Holocaust, zu dessen Ausführung nur ein Staat imstande ist, den es nicht mehr gibt, und den es nicht mehr geben wird.

    Aufgrund dieser unwiderlichen Tatsache ist Antisemitismus Geschichte und deshalb die Instrumentalisierung dieses Wort Ausdruck eines Denkfehlers oder aber Ausdruck einer Strategie der Dämonisierung, Delegitimierung und Destruktion Andersdenkender,, der auch die Denkfehlerteufel als Informelle Mitarbeiter der Kriegstreiber zuarbeiten.

    Sie, Herr Steinberg, gehören bis zum Beweis des Gegenteils zu diesen Denkfehlerteufeln, eine These, die ich jetzt mal en passant folgendermaßen belege:

    Ihre oben referierte Behauptung „Antisemitismus ist Abneigung oder Feindseligkeit gegen Juden“ erfüllt nicht im Mindesten die Anforderungen, die an eine Definition gestellt werden müssen, ist also keine „Begriffserklärung“, sondern eine persönliche Meinungsäußerung.

    Ihre Behauptung: „Die Ursache für Antisemitismus“ – also für persönliche Abneigung und Feindschaft – „ist bei den Antisemiten zu suchen, nicht bei den Juden“ wird ebenfalls nicht begründet, und dass sie stattdessen als Schutzbehauptung definiert werden muss, ist ebenfalls offensichtlich, könnte aber auch noch von mir noch begründet werden.

    WEN aber – und WOZU – müssen/wollen Sie schützen, Herr Steinberg? Der „Expertenkreis“ hat ja immerhin als „antisemitisch“ nur diejenige Meinungsäußerer stigmatisiert, mit der eine „Abneigung gegen den Juden als Juden“ zum Ausdruck gebracht werden solle, die also den Juden ernst nimmt, insofern dieser gar nicht anders gesehen werden will denn eben „als JUDE“!

    Wo also bleibt Ihre Definition von „jüdisch, Jude, Judentum“, Herr Steinberg: wann ist ein Jude ein „Jude“, dabei wohl bedenkend, dass Sie bei mir mit der „religiösen“ Schiene nicht weiter kommen werden, habe ich doch den Nachweis erbracht, dass die jüdische Theologie rassistisch/biologistisch ist. Will sagen: wenn Sie einen Juden als Juden ernst nehmen wollen, dann müssen Sie akzeptieren, dass dieser sich selbst als Teil eines „auserwählten Volkes“ betrachtet, dessen Selbstverständnis auf der „leiblichen Abrahamskindschaft“ basiert! Also: kein Mitleid mit jüdischen Rassisten: sie legen auf diesen Philosemitismus vom Zuschnitt der deutschen „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ oder der us-amerikanischen Evangelikalen höchstens aus taktischen Gründen Wert.

    Sie schreiben „Antisemiten haben etwas von ihrem Antisemitismus – wie überhaupt diskriminiert und unterdrückt wird um eines Vorteils willen“ und verstehen gar nicht, dass Sie mit „überhaupt“ Ihrem diffamierenden Schlag-Wort Antisemitismus das (eigentlich notwendige) Alleinstellungsmerkmal wegnehmen, ist doch in der Tat jeder „Ismus“, jede Tümelei wie das Juden- oder Deutschtum, jedes „System“ das Resultat einer Geschäftsidee. Und hier jetzt zu behaupten, dass im Konkurrenzkampf dieser Geschäftsideen – nehmen Sie nur einmal den Dreißigjährigen Krieg – alleine schon die schiere Existenz eines Konkurrenten keine Ursache für dessen Bekämpfung und Vernichtung abgeben würde, das ist mehr als geschichtslos und weltfremd: Die wirkliche Ursache für die jahrtausendealte Judenfeindschaft – den „Antisemitismus“ als Wort gibt es erst seit 1879 – ist selbstverständlich politisch-ökonomisch begründet, will sagen: die „theologischen“ Ableitungen sind, wie allseits üblich, nur Camouflage von materiellen Bereicherungsinteressen, und der Judenhass ist selbstverständlich vom Judentum mitverursacht worden, lesen Sie doch hierzu nur Lion Feuchtwangers „Jud Süß“! Ich habe biographisch den Hass von Katholiken auf Protestanten noch am eigenen Leib erleben müssen: für Verfolgung und Vernichtung gibt es kein jüdisches Alleinstellungsmerkmal.

    Ihr Komplizentum mit den Profiteuren der Antisemitismus-Lüge wird insbesondere in diesem Satz für jeden offen sichtlich: „Wer die Erklärung für Antisemitismus bei Juden sucht, ist selbst des Antisemitismus verdächtig“, demonstrieren Sie doch in verräterischer Offenheit, dass auch Sie sich als Hauptverwaltung Ewig Wahrheiten etablieren möchte, die Andersdenkende, Abweichler meint „verdächtigen“ zu dürfen.

    Diese meine Kritik einer totalitären Denkweise, für die diese Ihre Zeilen kennzeichnend sind, müsste Sie eigentlich zur Selbstkritik veranlassen – das ist jedenfalls mein Ziel, möchte ich Sie doch absolut ungern als Informellen Mitarbeiter der Strategen einer Militarisierung der deutschen Außenpolitik
    bezeichnen müssen.

    Mit Ihrer vierten Meinungsäußerung, in der Sie die für jeden Juden (!) ungeheuerliche Behauptung verbreiten, dass er sich an die Sitten und Gebräuche seiner (christlichen, moslemischen) Umgebung hätte anpassen und deshalb „das Gesetz“ hätte aufgeben müssen bzw. aufgegeben, verraten Sie Ihre absolute Unkenntnis des Geheimnisses, das wir als Judentum in seiner 2500 jährigen historischen Entwicklung bewundern durften – allen voran H. St. Chamberlain, der Propagandist des jüdischen Konzepts von nation building, in seinem Standardwerk „Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts“. Auch Sie, Herr Steinberg, sollten dieses Buch studieren, ehe Sie sich philosemitisch zu einer Parteinahme aufschwingen, die Ihnen von den Profiteuren der Antisemitismus-Lüge nur deshalb gedankt wird, weil sie aus dieser Laudatio ihren „Vorteil ziehen“ können.

  3. blogfighter schreibt:

    Werbung für COMPACT 12/2011: „Krieg gegen Iran?“

    „Wenn Funktionäre sich in Modefragen mit Verboten einmischen, kann es lustig werden. Zuletzt bewies das Charlotte Knobloch, langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland. Objekt ihrer Maßregelung war ein frisch gebackener Parlamentär der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus. Obwohl er bereits vierzig Lenze auf dem Buckel hat, kleidet sich Gerwald Claus-Brunner gewöhnlich im Outfit spätpubertärer Hausbesetzer mit Latzhose und Kopftuch. Das Ergebnis ist zum Schießen, fällt aber in Berlin, der Hauptstadt des Schlabber- und Gammellooks, nicht weiter auf.

    Anstatt einige launige Anmerkungen über die seltsame Kostümierung zu machen und damit die Lacher – wenigstens außerhalb Berlins – auf ihrer Seite zu haben, holte Frau Knobloch die Keule raus. „Ob Sie wollen oder nicht, solange Sie dieses Tuch tragen, bringen Sie damit auch Einverständnis und Unterstützung des Kampfes gegen Israel und die Juden zum Ausdruck“, schrieb sie an den Abgeordneten. Das Stoffteil sieht nämlich nur aus wie ein Küchenhandtuch, in Wirklichkeit handelt es sich aber um einen, so der Volksmund, „Palästinenserfeudel“. „Bewusst oder unbewusst“ signalisiere das, so Frau Knobloch weiter, eine nationale, antijüdische Gesinnung und Sympathie für Gewalttätigkeit. Danach hätte eigentlich der Narhalla-Marsch eingespielt werden müssen – aber der gilt vermutlich auch schon als rechtsradikal.

    Die knoblochsche Büttenrede passt gut zu den Tollen Tagen im Nahen Osten, die etwa zur selben Zeit begonnen haben. Allerdings geht es dort nicht um einen schlechten Witz, sondern um knallharte Kriegsvorbereitung. Beelzebub soll der iranische Präsident Mahmud Ahmadinendschad sein, dem mit ähnlichen Methoden wie dem Berliner Piraten Antisemitismus vorgeworfen wird.

    Als Beleg dient ein Zitat von ihm aus dem Jahre 2005, wo er angekündigt haben soll, „Israel von der Landkarte zu tilgen“. Dabei ist längst erwiesen, dass es sich dabei um eine böswillige Falschübersetzung handelt. Nach monatelangem Briefwechsel räumte die deutsche Presseagentur das am 13. Juni 2008 auch ein: „Die dpa wird in Zukunft bei der Berichterstattung darauf achten, dass der Iranische Präsident, Mahmud Ahmadinedschad, nicht die Auslöschung Israels oder dessen Tilgung von der Landkarte gefordert hat.“ Auch die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, der NDR (insbesondere tagesschau.de) und das ZDF haben den Fehler eingestanden. Trotzdem liest man dieses falsche Zitat immer wieder.

    Ähnlich verhält es sich mit dem angeblichen Atombombenprogramm Irans. Trotz modernster Satellitenaufklärung und ständigen Kontrollen durch die Internationale Atomenergieagentur gibt es keinerlei Beweise dafür, sondern nur windige Indizien, ganz wie damals bei den halluzinierten Chemiewaffen Saddams. Dass trotzdem Israel im November einen Erstschlag gegen Iran ankündigte und stolz eine dafür geeignete Interkontinentalrakete erprobte, ist ein Alarmzeichen. Noch empörender:

    Die Bundesregierung schweigt dazu, ebenso die versammelte Opposition. Obwohl Deutschland seit den 90er Jahren insgesamt fünf atomwaffenfähige U-Boote der Dolphin Klasse an den jüdischen Staat geliefert hat, co-finanziert mit unseren Steuergeldern, die nun bei einem Angriff zum Einsatz kommen könnten. Auch die Friedensbewegung findet nur noch im Internet statt – von ihr war schon im Falle der Libyen-Aggression nichts auf der Straße zu sehen. Mit anderen Worten: Israel hat freie Hand – und 200 Nuklearsprengköpfe in seinem Arsenal. (weiterlesen in der Printausgabe COMPACT 12/2011)“

  4. blogfighter schreibt:

    Die Strategie der Denunziation von Kapitalismuskritik mit dem universell wendigen Antisemitismusbegriff der „Expertenkommission“ durch die politisch incorrecte antideutsche Fight-For-Israel-Karrieristen-Kameradschaft kann anschaulich studiert werden in diesem sehr gut recherchierten Beitrag von Sebatian Müller über die publizistische Bekämpfung der Occupy-Bewegungen: Irrungen und Wirrungen.

  5. blogfighter schreibt:

    Eine anschauliche Demonstration des Desasters, wohin der von mir hier kritisierte denunziatorische „Begriff“ von Antisemitismus als „persönliche“ Verfehlung führen kann, liefert Severin Weiland in seinem Beitrag „Skandal-Biografie über Heinz Berggruen: Perfides Spiel mit der „Judenkarte“ in SPON vom 18. 11. 2011.

    Hier ein Auszug aus seiner „Begründung“ der Behauptung „perfides Spiel“:

    Die Autorin (es handelt sich um eben jene eingangs von mir erwähnte Jüdin Vivien Stein – GW) kennt kein Maß. Es ist eine ermüdende Attacke von vorne bis hinten. Selbst Berggruens Nachfahren werden nachträglich in Haftung für die angeblichen Beweggründe des Vaters genommen: „Heinz Berggruen hat seinen Erben mit seinem Vermögen auch seine Zauberformel weitergegeben: Ihr könnt von den Berlinern alles bekommen. Ihr müsst nur sagen: Wir lieben euch und möchten euch ein Geschenk machen!“, schreibt sie.
    Es ist der Satz, mit dem sie endgültig die Grenze überschreitet. Solche perfiden Methoden wandten einst die Nazis gegen ihre Feinde an. Sie nannten es „Sippenhaftung“.

    Interessant an dieser Philippika ist – neben dem Antisemitismusvorwurf („endgültig ! die Grenze überschreitet“) gegenüber einer grundgesetzlich geschützten Meinungsäußerung – aber auch, dass Weiland itself mit dem – von jüdischer Seite absolut untersagten – „Vergleich“ der „Methoden“ eines Juden – hier einer Jüdin – mit den „Methoden“ der Nazis den Ansatz wählt, ohne den man – wie von mir behauptet – nun einmal nicht auskommen kann, vorausgesetzt, dieser „Vergleich“ erfüllt die Gütekriterien, die an einen „Vergleich“ gestellt werden müssen – was bei Weiland nicht der Fall ist. Der Philosemit schnallt es nicht einmal, wenn seine Unwissenschaftlichkeit ihn selbst zum „Antisemiten“ stempelt, weil der Stein!, den er erhoben hat, ihm auf seine eigenen Füße fällt. Und notwendiger Weise auch fallen muss, wie ich es auch in diesem Essay unwiderleglich begründet habe.

  6. blogfighter schreibt:

    Im Zusammenhang mit der Analyse der Ursachen des Rechtsextremismus kommt Anetta Kahane zu folgender Forderung:

    „Gesellschaft und Staat sollten endlich aufhören zu glauben, dass Deutschsein etwas mit der Blutsherkunft zu tun hätte und dass es echte und nicht ganz echte Deutsche gäbe. Die alte Wunde ist mit vielen dreckigen Verbänden zugedeckt, die Haltung zu Einwanderung und Einwanderern gehört ohne Zweifel dazu. Das alles ist nötig, wenn der neue Schmerz der alten Wunde aufhören soll.“

    Die „alte Wunde“, das ist im Anfang das „jüdisch-christliche Erbe“ dieser Hypostasierung, dieser Vergöttlichung, dieser Vergötzung jenes – mehrdeutigen – „Blutes“ (Abrahams wie Christis), des Judentums also, aus dem das Christentum hervorgegangen und in dem es sich als Blut-und-Boden-Ideologie bis auf den heutigen Tag erhalten hat, sei es als „auserwähltes Volk Gottes im verheißenen Land (Eretz Israel)“, sei es als katholisches „Kirchenvolk“, sei es eben auch als „Deutsches Volk“ (Reichstag).

    Anetta Kahane, 57, die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, arbeitet seit 1989 gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit, vor allem in den neuen Bundesländern. Aus: SZ vom 26. 11. 2011

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