Das Falsifizierungsinteresse (!) von Gerd Weghorn

work in progress: 16.Juli 2020

Schon Kurt Tucholsky wusste es: Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen – und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch.

Aus: Die Weltbühne vom 13.10.1921. [Sein Totschweigen würde ich zutreffender als unterdrücken bezeichnen]. 

Ich persönlich habe meinen „Erfolg“ noch nie an der Zahl der Zugriffe  gemessen, weil mein BLOG  immer an Persönlichkeiten adressiert (gewesen) ist, die ihre Ansichten zu meinem Themengebiet Antisemitismus / Zionismus in wissenschaftlichen und journalistischen Beiträgen veröffentlicht hatten. Das waren von 2014 bis heute immerhin mehr als 3.000 Personen, denen ich eine kritische Würdigung ihres Beitrags mit der Bitte um deren kritische Würdigung  meiner Kritik habe zukommen lassen, wobei meine Betreffzeile lautete

  • Diskussionsinteresse von Gerd Weghorn oder
  • Falsifizierungsinteresse von Gerd Weghorn.

Jeder, der das gelesen hat, muss sich schon sehr gewundert haben, ist doch bisher auch Ihnen noch kein Autor mit der Bekundung eines Interesses an der Falsifizierung seiner eigenen Theorie bzw. der Dikussion seiner kritischen Würdigung Ihres Beitrags begegnet!? Weiterlesen

Verschlagwortet mit , , , , | 7 Kommentare

BLOG-Inhaltsverzeichnis und Impressum

Alle meine Beiträge,
bei denen es sich ausschließlich um Essays handelt,
dürfen bzw. sollen
falsifiziert,
kopiert und plagiiert werden.

Damit das einfacher geht, veröffentliche ich hier die zielführenden BLOG-Links

Weiterlesen

Kommentare deaktiviert für BLOG-Inhaltsverzeichnis und Impressum

Anti- und Semitismus: zwei Seiten einer Medaille named Rassismus

work in progress 23. Februar 2019

Moshe Zuckermann und ich haben eine gemeinsame Zielsetzung, die ich mal journalistisch betiteln will als

Bekämpfung der
zionistischen Instrumentalisierung
des Antisemitismus-Begriffs als Waffe!

Kippa Davidstern Zionismus LeserkommentarSelbstredend ist auch dieser zionismuskritische LESERKOMMENTAR  von der SZ nicht veröffentlicht worden! Weiterlesen

Verschlagwortet mit , , , , | 6 Kommentare

Schach dem ZEIT-Geist Josef Joffe!

work in progress: 14. April 2021

Kein Jude von BerufDas unterscheidet den Juden Lewinsky wohltuend vom Juden Joffe!

Und noch ein Unterschied zum Zionisten Joffe:

„Mord im Weißen Haus zum Beispiel“

Zwei Tage nach der Vereidigung des Präsidenten läuft am 22. Januar 2017 der ARD-Presseclub zum Thema „Trump im Amt – Können wir uns auf Amerika noch verlassen?“. Von einer Zuschauerin wird die Frage gestellt, ob es „noch einen Ausweg aus der Trump-Katastrophe“ gebe. Nach der Antwort von Constanze Stelzenmüller äußert sich Josef Joffe (Die Zeit): „Mord im Weißen Haus zum Beispiel“ Darauf gibt es amüsierte Reaktionen unter den Gesprächspartnern im Studio und die Äußerung von Constanze Stelzenmüller: „Josef, ernst bleiben.“ Moderator Volker Herres interveniert nicht.

Und auch ein Unterschied zu CNN: CNN fantasiert über Mord an Donald Trump

Es gibt wohlmeinende Zeitgenossen, die mich angesichts meines publizistischen Kampfes gegen den „Antisemitismus-Vorwurf als Waffe des publizistischen Zionismus“ besorgt oder vorwurfsvoll fragen, ob meine Kritik an der „zionistischen Instrumentalisierung des Holocausts [1] zwecks Legitimierung der völkerrechtswidrigen israelischen Siedlungs- und Kriegsdrohungspolitik“ nicht doch „gewisse obsessive“ Züge aufweise, und dass meine Entdeckung, der zufolge es heuer keinen „Antisemitismus“ mehr gäbe – und es auch nie mehr einen geben könne! – nicht doch auch als Legitimation für den unüberhörbaren weltweiten „Israelhass“ instrumentalisiert werden könne!?

Darauf antworte ich mit Ja und Nein, will sagen: ich bejahe die Tatsache der Unerbittlichkeit meines pazifistischen Kampfes gegen jede biologistisch definierte und legitimierte Staatsräson und Politik („jüdischer“ Staat Israel) sowie die Möglichkeit der Instrumentalisierung meiner Erkenntnisse durch Israelhasser, doch definiere ich auch „Hass“ nicht nur als ein Menschenrecht, sondern immer auch als das Resultat von Frustration über die eigene (vermeintliche) Ohnmacht, Hilflosigkeit und Wertlosigkeit – kurz: Beziehungs- und Führungs-Inkompetenz – gegenüber einem Übermächtigen, heiße der nun Vater Staat, Mutter Kirche oder christlicher / jüdischer / muslimischer Gott! Oder einfach nur „Terrorist“.

Tötet sie alleIsraelfeindlichkeit ist also legitim, denn sie ist verursacht, verhält sich der Mächtige selbst  doch feindselig gegenüber dem Unterworfenen. Und ich bekämpfe in diesem Zusammenhang die perfide, volksverhetzende  zionistische Taktik der Gleichsetzung von legitimer und völkerrechtlich legaler Israelfeindlichkeit mit Antisemitismus, wie sie beispielsweise hier von Frau Knobloch und Herrn Netanjahu vorgeführt wird:antisemitismus-definition-zdjDenn Fakt ist und bleibt:

Der Übermächtige, der Goliath,  der Gefährder des Weltfriedens im Nahen Osten von heute heißt Atombombensupermilitärmacht Israel / USA – und nicht Iran, nicht Hamas und auch nicht Hisbollah! Eine Feststellung im Übrigen, die ebenfalls unwiderleglich ist – und die auch die gut gemimte jüdische Furcht vor dem kleinen David aus dem Landstrich der Philister als mehr oder gut gemimt offenbart! [Ich möchte in diesem Zusammenhang aber auch nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass es eine Reihe von zionistischen Militärs in Israel gibt, die Netanjahus Menetekel eines „zweiten Holocaust“ als persönliche Beleidigung der Mitglieder des Generalstabs von IDF,  US-Navy, US-Army, US-Air Force bzw. als peinliche zionistische Lüge zurückweisen, weiß doch inzwischen sogar die Plappernde Kaste Deutschlands, dass „in Wirklichkeit“ nicht der Netanjahu, sondern der Weghorn  die Wahrheit spricht!)

Im Kontokorrentvertrag der jüdischen Geschäftsidee namens „Altes Testament“ (Konzentrat: „Deuteronium“) – in dem ich mich auskenne wie kein Zweiter hierzulande – ist dem „kleinen Hirtenjungen“ David auch deswegen diese historisch herausragende „königliche“ und leitmotivische Position [2] bescheinigt worden, weil er genau das vorgeführt haben soll, was ich unter der Marke „professionelle Beziehungs-, Führungs- und Kampf-Kompetenz (BFKK)“ als Resultat meiner ProfiProfil-Geschäftsidee verkaufe und von deren Güte ich nun auch hier mit dieser Kritik der Polemik [3] des in Deutschland geschäftsführend leitartikelnden jüdischen Zionisten Josef Joffe ein weiteres Mal eindrucksvoll Zeugnis ablege, der allerdings in punkto Demuts- und Unterwerfungsgesten ausgestochen wird vom us-amerikanischen Vize-Präsidenten Joe Biden mit seiner Confessio: I am a Zionist. You don´t be a Jew to be a Zionist Hillary Bidenbzw. dem Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE, dem sich ebenfalls lauthals  bekennenden  „nichtjüdischen Zionisten“ Mathias Döpfner:

Döpfner Zionist

Dies deshalb – wie für meinen Gesprächs-Führungsstil charakteristisch – auch verbunden mit der Bitte um den WIDERSPRUCH, der dieses Gütesiegel verdient, einer Aufforderung zur KRITIK also, die als Bereicherung der Beteiligten bewertet werden kann/muss! Wie eben diese hier. (Tipp: auf die Abbildung klicken)

MEINE ZIELSETZUNGEN

Da ich nicht davon ausgehen kann, dass meine zielführenden Artikel, auf die ich hier verlinke, vom Leser (m/w) auch wirklich studiert werden, möchte ich das, was ich mir mit dieser Kritik vorgenommen habe, in diesen beiden Aufgabenstellungen thesenartig voranstellen:

Ich stelle die Behauptung auf,

  1. dass es Herrn Joffe darum gehe, das rassistisch operierende zionistische Regime vor berechtigter und für Israel überlebensnotwendiger Kritik zu schützen;
  2. dass Jost Joffe sich zu diesem Zweck bestimmter siegorientierter Kampfmethoden bedienen müsse, die nur als Methoden der publizistischen Kriegsführung beurteilt und bewertet werden könnten!

Joffe US-BomberDer Versuch einer Falsifikation dieser Thesen wird den Schwerpunkt meiner Kritik bilden, geht es mir hier doch in der Hauptsache darum, die Methodik jener siegorientierten Kampfkompetenz aufzudecken, die deutschlandweit zur publizistischen Kriegsführung verwendet wird

METHODIK DER SIEGORIENTIERTEN PUBLIZISTISCHEN KRIEGSFÜHRUNG

Methode Numero 1:

„Ich bin doch nicht so blöd, ein Wort zu definieren, das ich noch als Schlagwort missbrauchen will!

Jost Joffe schreibt einleitend

Die Causa Broder/Augstein, davor Günter Grass nebst Tausenden von Auslassungen in Print und Digital erlauben es, ein Gesetz zu formulieren: Es ist heute schlimmer, jemanden einen Antisemiten zu nennen, als einer zu sein.“

Joffe kommt hier direkt zu seiner Sache, insofern er zugibt, den Antisemitismus-Vorwurf als Waffe zu gebrauchen und insofern er sein Verständnis von „Antisemitismus“ preisgibt, das sich in der Gestalt einer psychologischen Kategorie namens „Antisemit“ erschöpft!

Diese Fehlinterpretation – ich habe unwiderleglich nachgewiesen, dass dieser …ismus ein soziales Systgem bezeichnet, also nur mit sozialwissenschaftlichen Kategorien erfasst und verstanden werden könne – diese seine Fehlinterpretation aber ist der Dreh- und Angelpunkt in der Debatte über „Antisemitismus heute“.

Doch mit dieser Manipulation steht Joffe nicht alleine im Raum, sondern das von interessierter Seite systematisch und nachhaltig produzierte fundamentale Missverständnis AS-Monster SZvon Antisemitismus als Ausdruck einer individuellen Gesinnung namens Judenhass, dieses Missverständnis von Antisemitismus zeichnet auch diejenigen „Israelkritiker“ aus, die von ihm süffisant in die publizistische Pfanne gehauen werden: Augstein und Co, eigentlich die gesamte Plappernde Kaste Deutschlands, so auch den Kritiker des Artikels von Franziska Augstein (SZ) in DIE ZEIT (Abb. 1): „Hat da jemand nicht nachgedacht? Oder eben doch gedacht, und zwar etwas durch und durch Antisemitisches?“ hört man den Kritiker raunen: „durch und durch antisemitisch“ –  und was war dagegen der Holocaust?!

(Ein Klick auf die Abb. erhöht das Lesevergnügen)

Joffe spricht des Weiteren von einem „Gesetz“, ein Begriff, der sich allerdings normaler Weise – rabulistisch, also willkürlich/voluntaristisch, ist nur das jüdische Verständnis von „Gesetz“ (227/266) –  durch Definitionen als Gesetz ausweisen müsste, was aber von Joffe verständlicher Weise vermieden und stattdessen durch Apercus ersetzt wird:

Früher – im Kaiserreich – war der Antisemitismus (AS) eine respektable Position, und im Dritten sogar Staatsreligion.

Ohne dass ihm das bewusst gewesen wäre – sonst hätte er diesen Satz mit Sicherheit nicht veröffentlicht – hat Joffe mit seinem zweiten Halbsatz nun die einzig absolut richtige Aussage seines Artikels gemacht, denn in der Tat zeichnet heute den von zionistischer Seite verwendeten rassistischen (!) Antisemitismusbegriff – den auch Joffe und Co. einzig als Waffe missbrauchen – die historische Tatsache aus, in jüngster Zeit einmal „Staatsräson“ gewesen zu sein. Nürnberger Gerichtshof

Und zwar im  „Dritten Reich“! Und zwar einzig daselbst – und nirgendwo anders auf der Welt! Unwiderleglich, von mir als BLUEPRINTtheorie auf den Punkt gebracht. Falsifiziere sie – oder übe Dich in der Tugend der kritischen Würdigung eines Andersdenkenden:Blogfighter Logo

Tatsache ist, dass es heute weltweit noch einen Staat gibt,  der den Rassismus zur Staatsräson erklärt hat und diese grundgesetzwidrige Existenzgrundlage mit allen politischen und militärischen Mitteln ausbaut und verteidigt, Herr Döpfner!

Und genau sie, die gem. Art. 3 GG grundgesetzwidrige Existenzgrundlage namens Rassismus, wurde im „Dritten Reich“ alleinverantwortlich  implementiert und exekutiert durch Joffes und meine Kaste: durch das akademisch gebildete deutsche Bürgertum. Und nicht etwa durch den „kleinen Mann auf der Straße“, nicht etwa durch Leute, wie sie das Fußvolk auch der „Neonazis“ ausmachen!

Träger und Profiteur des Antisemitismus, um den es hier und heute geht, war einzig das deutsche Bürgertum, der typische ZEITleser, wenn man so will….! Und dafür gab es Gründe.

Für Joffe – und nicht nur für ihn, sondern auch für den famosen „Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus“, der mit seinem Elaborat (auf das sich in punkto „Erhebungen“ auch Joffe bezieht) den gesamten Deutschen Bundestag hinters zionistische Tabuisierungs-Licht hatte führen können – schnurrt der objektiv sozialwissenschaftliche Antisemitismusbegriff zusammen auf die psychologistisch missbrauchte Kategorie namens „Judenhass“, wenn er fortfährt:

Dieser AS ist heute tabu – ausgewandert an die Ränder und in die islamische Welt (wo der Hass täglich von memri.org dokumentiert wird). Ist er wirklich weg? Die Erhebungen ermitteln  »20 Prozent latenten AS«. Da liegt Deutschland  im europäischen Mittelfeld.

Auch hier wird der Missbrauch des Antisemitismusbegriff ersichtlich, wird er doch als Gesinnung mit dem Zentralkriterium „Judenhass“ erhoben. (Zum Thema Ideologie der Gleichsetzung von Antisemitismus mit „Judenhass“ gleich mehr von Horkheimer / Adorno). Und wird er – als „latenter“ AS – gegen Überprüfung und Kritik abgeschirmt. Ich hätte gerne eine Antwort auf meine Frage, was den latenten vom nicht-latenten AS unterscheidet, was das ist: ein „latenter“ AS, und wie/womit der ermittelt wird….?! Alles Bluff! Stattdessen:

Unwiderleglich formuliert:

Der Antisemitismusvorwurf der FightForIsraelKarrieristenKameradschaft (FFIKK) auf ZEIT-Online sowie der ihres Leitartiklers, dem ZEIT-Herausgeber Josef Joffe, steht und fällt mit der Konnotation „Antisemit“ gleich DEM „Judenhasser, für den das Programm „Endlösung der Judenfrage“ per  „Holocaust“ und „Auschwitz“ noch ansteht. Genau den aber gibt es nicht mehr, lässt man psychisch kranke Menschen außerhalb der Betrachtung, die nur für ihr persönliches Umfeld eine Bedrohung darstellen könnten.

(WIDERLEGE / FALSIFIZIERE meine „ultimative“ Antisemitismus-Definition in KEIN ANTI-SEMITISMUS OHNE SEMITISMUS sprich: ZIONISMUS)

Als Prototyp für den Topos [5] „Antisemit“ wird von der FFIKK bei Bedarf der von interessierter Seite als „neuer Hitler“ (Netanjahu) dämonisierte iranische Staatspräsident Ahmadinedschad herangezogen; oder aber – auf ZEIT-Online – der mit dem Schlag-Wort „Antisemit“ delegitimierte „Israelkritiker“ Gerd Weghorn:

Dr. SammetDass hier nach der Devise „Haltet den Dieb“ verfahren wird, das ist offensichtlich, waren doch „die größten Kritiker der Elche früher selber welche“ . Und dass diese üble Nachrede des Hasbara-Agenten @dr.sammet nicht nur nicht mit (s)einem Publikationsverbot geahndet, sondern ihm im Gegenteil mit dem Publikationsverbot seines Kritikers auf ZEIT-Online entgolten worden ist – als Abschussprämie sozusagen – darauf lässt sich nur sarkastisch reagieren mit: Waidmanns-Heil, Herr „Doktor“ und: die Wahrheit einer Aussage basiert immer noch  auf Fakten, Theorien und Begriffen! Wie bei mir zu studieren.

HaaretzQuelle: http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/12/18/israels-falsche-freunde_5254

Methode Numero 2: Schlagworte referieren statt Begriffe definieren

Dass sich Joffe und Co. den „Antisemitismus“ psychologistisch, also als pseudopsychologische Kategorie, zurechtpfriemeln statt die den wirklich bedrohlichen Antisemitismus kennzeichnende  STAATSDOKTRIN „Endlösung der Judenfrage“ staats- und sozialwissenschaftlich zu verstehen und zu erfassen – diese Masche versuchen sie mehrfach durch das Hervorkramen von Wörtern zu adeln, die auf Meinungsäußerungen von Autoritäten beruhen sollen:

„Kramen wir deshalb einen Vortrag von 1962 her – vor, in dem Adorno vom „versteckten“ oder „sekundären“ AS sprach, den er mit Begriffen wie “Abwehr“, „Entlastung“ und „kollektiver Selbstverteidigung“ verknüpfte, und zwar just wegen des „offiziellen Tabus“.

Nota bene: interessant ist das – auch hier unbeabsichtigte – Eingeständnis von der Existenz eines „offziellen Tabus“, kurz: der deutschen Staatsräson.

Was Joffe statt Aufklärung an Schlagworten referiert, das ist das psychologisierende, also vermenschelnde Verständnis, das Adorno (wohl auch) vom Phänomen Antisemitismus gehabt hatte, was in diesem Kontext 1962 ja von einem „sekundären“, also einem Antisemitismus nach Auschwitz, hatte Kunde geben sollen, was aber dennoch ein falscher Gebrauch dieser Katogorie gewesen ist.

Zielführender in diesem Zusammenhang ist meine Erkenntnis, worin sich die tagespolitisch begründeten, moralisch und wissenschaftlich unhaltbaren Kollektivschuldthesen Adornos aus 1962 von der Horkheimer-Adorno-Studie  aus 1942 – ich spreche hier von Dialektik der Aufklärung – unterscheiden, in der Horkheimer et al. jene Erkenntnisse veröffentlicht hatten, die auch meinen bahnbrechenden Schlussfolgerungen aus 2008 zugrunde liegen [4], die Tatsache nämlich, dass der Begriff (!) Antisemitismus einzig dann von politischer Bedeutung ist, wenn die Ideologie den Rang einer „Staatsreligion“ (Joffe) – besser gesagt: den Rang einer „Staatsräson“ (Merkel), noch besser: den Rang einer „Staatsdoktrin“ (Weghorn) – einnehmen kann, wie das im „Dritten Reich“ nicht nur der Fall gewesen war, sondern wie das ab 1941 zum absoluten Alleinstellungsmerkmal des Naziregimes geworden ist!!

Doktrinär formuliert

lautet die wirkliche, also die einzig zulässige, weil „gesetzmäßige“ (Joffe) Aussage über Antisemitismus folgendermaßen:

Einzig „RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN (Gerd Weghorn) – und diese Doktrin gesehen im Verbund mit einer Staatsmacht, die nicht nur die „Endlösung der Judenfrage“ proklamierte, sondern die sie auch per III. Weltkrieg realisieren könnte – einzig diese Strategie darf „nach Auschwitz“ (Adorno) auch vPanzer an der Grenze zu Gazaon Adorno noch als „zeitgemäßer Antisemitismus“ (s. Zitat unten) bezeichnet werden, woraus folgt, dass jede davon abweichende Verwendung dieses Begriffs als Vorwurf den Tatbestand der Volksverhetzung („20% latenter AS in Deutschland“ entspricht nach zionistischem AS-Verständnis einer zionistischen Aufhetzung gegen 16 Millionen Deutsche!) erfüllen könnte, und dies insbesondere dann, wenn die Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs als diskreditierende Waffe in letzter Instanz der Verschleierung der völker- und grundgesetzwidrigenVorbereitung eines Angriffskriegs“ (Art. 26 GG) dienen soll.

Und Joffe US-Bomber BuWegenau diese Funktion hat sie bei Josef Joffe beispielsweise, der in „US-Bomber über Mittelost“ (DIE ZEIT 41 – 2014) moniert, dass die deutsche Bundeswehr bei einem zionistischen Angriffskrieg mitnichten die „Existenz“ des Aggressors Israel militärisch „sichern“, also Merkels Pazifismus GeisSchwur von „die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson“ mitnichten einlösen könne, da der Deutschen „ihre Armee ein Witz“ sei.

In diese Kerbe schlägt auch Mathias Geis, wenn er bemängelt: „Deutschland tut nur so, als ob es sich an Auslandseinsätzen (!) militärisch stärker beteiligen wolle. Alles Attrappe“. (DIE ZEIT 43 – 2014)

Pointiert formuliert bedeutet diese Erkenntnis, dass der zur publizistischen Kriegsvorbereitung  umfunktionierte zionistische Antisemitismus-Vorwurf  des SWC aus Los Angeles gegenüber Jakob Augstein beispielsweise juristisch gleich gestellt werden müsste mit der den Art. 5 GG verletzenden  so genannten „Holocaust-Leugnung“ (Begründung). Wird er aber nicht, und für diese Ungleichbehandlung gibt es Gründe!

Der „zeitgemäße“, also historisch zutreffende Antisemitismusbegriff von Horkheimer und Adorno fokussiert EBENFALLS den staatspolitisch betriebenen Antisemitismus – den Antisemitismus als Staatsdoktrin, sozusagen – der auf dem massenmedial und „politisch“ hergestellten „Ticketdenken“ des Einzelnen beruht, in einer Diktatur: beruhen kann – aber nicht muss. Horkheimer / Adorno:

„Eben weil die Psychologie der Einzelnen sich selbst und ihre Inhalte nur noch (!) durch die gesellschaftlich (präziser: staatlich – GW) gelieferten synthetischen Schemata („Tickets“ – GW) herstellen lässt, gewinnt der zeitgemäße (!) Antisemitismus das nichtige, undurchdringliche Wesen. (….)

Die Menschen, die als Juden unters Dekret (der „Endlösung“ – GW) fallen, müssen durch umständliche Fragebogen erst eruiert werden, nachdem unter dem nivellierenden Druck der spätindustriellen Gesellschaft die feindlichen Religionen, die einst den Unterschied konstituierten, durch erfolgreiche Assimilation [1] bereits in bloße Kulturgüter umgearbeitet worden sind.

Die jüdischen Massen selber entziehen sich dem Ticketdenken so wenig wie nur irgend die feindlichen Jugendverbände. [1]

Der faschistische Antisemitismus muss sein Objekt gewissermaßen erst erfinden. Die Paranoia verfolgt ihr Ziel nicht mehr auf Grund der individuellen Krankengeschichte des Verfolgers.

Zum gesellschaftlichen Existential geworden, muss sie es vielmehr im Verblendungszusammenhang der Kriege und Konjunkturen selbst setzen, ehe die psychologisch prädisponierten Volksgenossen als Patienten sich innerlich und äußerlich darauf stürzen können.“

In meinen Worten ausgedrückt sagen Horkheimer und Adorno, dass es zur psychologischen Prägung des „Volksgenossens“ eines alle gesellschaftlichen Spielfelder aktiv gestaltenden staatlichen „Über-Ichs“ (1933 ff: des Hitlerismus) bedurfte, dass also der „faschistische“, der „zeitgemäße“ Antisemitismus nicht länger mehr – wie noch im „Kaiserreich“  und eben auch von Joffe und Co. ! –  das Produkt einer individuellen Krankengeschichte sei, sondern dass „Antisemitismus“ für das Individuum „zum gesellschaftlichen – besser: staatlichen – Existential geworden“ sein müsse und – ganz entscheidend! – dass es zur Entfaltung der mörderischen Potentiale (im Holocaust) unabdingbar (!) des „Verblendungszusammenhangs der Kriege und Konjunkturen“ bedürfe!

Diesen – ausschließlich in einer Diktatur herstellbaren – „Verblendungszusammenhang“ aber gibt es nicht mehr – und es wird ihn aus strukturellen und pragmatischen Gründen auch niemals mehr geben (können)!

Mein Fazit

Auch ohne Kriege wird es zwar weiterhin Araber- oder Judenhass geben – so, wie es Menschen geben wird, die Deutsche, Türken oder Taliban hassen, beispielsweise – doch es wird ohne Weltanschauungskriege keinen Antisemitismus mehr geben, und dies nicht zuletzt auch deshalb nicht, weil Israel das am besten geschützte Land der Welt ist!

Herr Broder ist nicht dumm, er weiß, dass ich recht habe, auch er weiß, dass Antisemitismus nur als Staatsdoktrin die „zweite Endlösung der Judenfrage“ bewerkstelligen könnte, weshalb er die Supermacht-Position Israels leugnet und stattdessen – natürlich psychologisierend – seine autoaggressiven „Vernichtungsphantasien“ auf einen ohnmächtigen Jounralisten und Politiker projiziert:

Augstein sei zwar weder willens noch in der Lage, eine „zweite Endlösung der Judenfrage“ zu organisieren, aber indem er Israel zum Aggressor und den Iran zum potenziellen Opfer erkläre, liefere er „die Begleitmusik zu Ahmadinedschads Vernichtungsphantasien“.

Hier spricht der OPFERMENTALITÄTER selbdritt, denn auch ein Broder glaubt nicht an seine Mär einer Bedrohung der Juden „von unten“ – von irgendwelchen Bloggern, Demonstranten, Schlägertypen, Synagogenzündlern, Grabsteinbeschmierern und Selbstmordattentätern – auch ein Broder weiß natürlich das, was alle Zionisten wissen: dass heuer nur noch ein Atomwaffenbesitzer wie das zionistische Regime itself einen zweiten Holocaust realisieren könnte…..!

Methode Numero 3: Beschneidung der Meinungsfreiheit

Joffe hat „eigentlich“ nichts gegen Kritik und Kritiker, konstatiert er doch schmunzelnd:

Israel wird in diesem (Deutsch)Land reichlich und lustvoll kritisiert“, um fortzufahren: „Schon das Wörtchen »Israelkritik« lässt eine kleine Bewusstseinsindustrie erahnen, die keinem anderen Land außer Amerika zuteil wird; es gibt keine »Italien-« oder gar ››Palästinakritik«. Nun ist Kritik noch kein AS. Hellhörig muss man werden, wie Joschka Fischer 2004 notierte, bei »einer  bestimmten Art, über Amerika, auch über Israel, zu reden«.

Da Josef Joffe nicht ganz aus Welt gefallen ist, ringt er sich in einem Nebensatz immerhin zu der Erkenntnis durch, dass zwar „Getuschel“, jedoch „Kritik noch keine Antisemitismus“ sei, doch das sagt er nur, um sich vor Kritik zu schützen, denn genau darauf reduziert sich in Wirklichkeit ja sein Antisemtismus-Begriff: auf die „Israelkritik“, die er für unzulässig erachtet, zumindest die Kritik der „bestimmten Art“.

Zwischenbemerkung zum Thema Antisemitismuskeule:

Im folgenden Interview wird die  Analyse einer staatspolitischen Entscheidung der ungarischen Staatsregierung  von Herrn Joffes Mitarbeiten dazu missbraucht, in einer Tatsachenfeststellung (!) des ungarischen Ministerpräsidenten die Gesinnung  „Antisemitismus“ zu wittern, um damit  Orbans diskussionswürdige Motive nachhaltig zu delegitimieren – und nebenher Zionismuskritik und Antizionismus zu diskreditieren:

Timmermans Soros und Antisemitismus

Why the hell sollte es „antisemitisch“ sein, im Falle Soros von einem „amerikanischen Finanzspekulanten“ zu sprechen?!  Auch dass Soros ein „Jude“ sein soll, das kann ihn doch nicht davor schützen, als das bezeichnet zu werden, als das er sich selbst bezeichnet: als „amerikanischen Finanzspekulanten“ nämlich?!

Soviel sei zu seiner Ehrenrettung gesagt: Soros ist kein „Jude von Beruf“, also ein Jemand, der als ewig jammernder OPFERMENTALITÄTER („Sohn eines Holocaustüberlebenden“ etc. pp.) „sein Jüdischsein wie eine Fahne vor sich herträgt“ (Dieter Graumann, ZdJ).

[Und dass der „Vizepräsident der EU-Kommission“ hier alle Register des zionistisch konditionieren und gestreamten, also verlogenen BETROFFENHEITSFANATIKERS zieht – „You don´t be Jew to be a Zionist“! – das darf und wird den Kenner von Propaganda (Bernays) nicht weiter erstaunen.]

Ich weiß nicht, lieber Leser (m/w), ob Sie mit mir die Ungerheuerlichkeit, das Furchterregende dieser „bestimmten Art“ über Kritiker zu urteilen, wahrnehmen, weshalb ich mein Entsetzen doch noch auf den Begriff bringen möchte, der da heißt: Reglementierung und Beschneidung des verfassungsmäßigen Rechts auf Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) durch die zionistische Antisemitismus-Keule.

So wie hier in England durch die RASSISMUS-KEULE:

LGBT

Was mir der Außen-Fischer oder der Informelle Mitarbeiter des Herrn Netanjahu gerne verbieten würden, wenn sie es nur könnten, das ist meine „bestimmte“, also meine ganz persönliche Art, „über Amerika, auch über Israel zu reden.“ Josef Joffe hat dieses Herzensanliegen im Übrigen schon seit geraumer Zeit zumindest in seinem Hause in die Tat umgesetzt.

Es ist seine absolutistische Vorstellung davon, dass  eine Meinung, die vom zionistischen Interessenstandpunkt aus als „falsch“ bewertet wird, mit der schärfsten Waffe der ideologischen Kriegsführung, dem Antisemitismus-Vorwurf bekämpft werden könne, und dass andererseits dieses Recht des Verbots von „bestimmten“ Meinungsäußerungen nur den Kindern des „auserwählten Volk Gottes“, nicht aber der übrigen Menschheit zustünde….?!

Dieses Privileg mag es in Israel geben, Herr Joffe, doch es existiert nicht im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Was Sie als grundgesetzlich privilegierter Herausgeber einer Wochenzeitung sich endlich aneignen sollten, das ist das von der Linken hart erkämpfte grundgesetzkonforme Verständnis von Meinungsfreiheit als Entäußerung jedweder Meinung, sei es der Ihrigen,  sei es die Irrige, sei es die des Massenmörders Eichmann.

dr.sammetOder sei es die Meinige: warum, Herr Joffe, haben Sie es zugelassen, dass auf ZEIT-Online dieser denunziatorische Antisemitismus-Vorwurf auch gegen mich als Waffe eingesetzt werden durfte und man über mich im Anschluss (!) ein prinzipielles Veröffentlichungsverbot auf ZEIT-Online verhängte, was ich immer noch als nicht nur falsch, sondern auch als sehr bedauerlich empfinde:Und was, bitte schön, hätten Sie denn gerne reglementieren wollen, nachdem Sie die von Ihnen hier referierten Meinungen dämonisiert hatten:

Zum Beispiel, wenn einer Gaza mit einem »Lager« oder gar mit dem Warschauer Ghetto gleichsetzt. Oder beim Anti-Terror-Kampf von »Vernichtungskrieg« und raunend vom »Knüppel des  AS-Vorwurfs« plaudert. Oder vom atomaren »Erstschlag« gegen Iran, mit dem Israel den »Weltfrieden« bedrohe. Oder von einer »jüdischen Lobby«, welche die US-Politik in den Krallen halte.  Oder über einen israelischen Premier, der »die gesamte Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs« führe. Der AS, so Adorno, ist das »Gerücht über die Juden«.

Dieser hier von Ihnen erwähnte Satz von Adorno ist Ausdruck von größter geistiger Umnachtung, eine natürlich zulässige Meinungsäußerung von ihm, aber objektiv beurteilt eine Verhöhnung der wissenschaftlichen Antisemitismusdebatte, die auf ihren Entäußerer zurückfällt und die wir – wenn sie denn überhaupt zutrifft sowie eingedenk seiner analytischen Lebensleistung – einfach mal wohlwollend als intellektuellen Fehltritt verbuchen werden!

Antisemitismus sei das „Gerücht über die Juden“, hatte Adorno von sich gegeben!

Ich fass es immer noch nicht! Was ist denn, bitte schön, im Vergleich dazu das “Gerücht über die Deutschen“? Oder über die Amis und deren american way of life and death?! Auch zu verbieten?! Als was, bitte schön?!

Nein, Herr Joffe, Sie werden zumindest in Deutschland damit leben müssen, dass diese hier von Ihnen referierten Meinungsäußerungen nicht nur zulässig, sondern sogar mehr oder minder zutreffend sind – und sollten Sie hier WIDERSPRUCH anmelden, dann würde mich das freuen, doch ich prognostiziere von hier aus, dass niemand, auch Sie nicht, diese Ihre autoritäre Gesinnung verteidigen wird. Weil Sie durchschaut sind.

Und dann auch noch Ihr Gerede vom antisemitischen „Topos“:

Hier finden sich die klassischen AS-Topoi wieder; bloß gelten sie nicht dem Juden, sondern dem jüdischen Staat: Allmacht, Verschwörung, das  Böse schlechthin. Das ist nicht Kritik, sondern Dämonisierung. Hinzu kommt der klassische Wesenszug der Obsession: die reflexhafte Verurteilung, die weder die Tragik des Konflikts noch die  Gräuel der anderen wahrnimmt.

Erinnern Sie sich noch an die Verarschung Ihrer Masche durch Harald Schmidt und Oliver Pocher per „Nazometer„? Das genau benutzen auch Sie, Herr Joffe, wenn Sie uns etwas von einem „antisemitischen Topos“ vertellen wollen.

Doch Sie werden es eines Tages selbst zugeben müssen, Herr Joffe, dass es keinen antisemitischen Topos gibt! Genau so wenig im Übrigen, wie es einen nationalsozialistischen Topos gibt. Oder zählen sie Mutter, Ehre, Treue, Vaterland, Heimat, Kraft durch Freude zu den Wörtern, die wir nicht mehr benutzen dürfen, oder wollen Sie mir untersagen, den Topos „raffendes Kapital“ deswegen nicht mehr benutzen zu dürfen, weil auch er einmal missbraucht worden ist; ich gebrauche ihn deshalb, weil er als diskussionsförderndes politisches Schlagwort besser geeignet ist, als es die Bezeichnungen „Heuschrecken“ oder „Raubtierkapitalismus“ der Genossen Müntefering und Schmidt gewesen sind.

Was es allerdings gibt, das sind Bilder und Wörter, mit denen ein persönlicher Deutschen-, Muslim- oder Judenhass zum Ausdruck gebracht werden soll; doch zur Falsifikation Ihrer Masche der Gleichsetzung von persönlichem Judenhass mit dem wirklichen Antisemitismus, dem RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN,  noch diese unwiderlegliche Argumentation von Horkheimer und Adorno:

Horkheimer zu Hass als TriebkraftEs gibt in der Tat keinen „geborenen Antisemiten“; auch ein jüdisches Staatswesen, das auf dem RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN basiert, kann eine – vornehm als ethnisch verbrämte – rassistische Politik betreiben. Und tut es.

Und der in einem Angriffskrieg seine Erfüllung findende Rassismus ist in der Tat die schlimmste Verletzung des Menschen- und Völkerrechts, weil er das Kriegsrecht missachtet und auf die „ethnische Säuberung“ des zu erobernden Landes ausgerichtet ist.

Methode Numero 4: die Vertuschung von Fehlern und Verbrechen Dritter durch das Verdrehen von Tatsachen

Sie, Herr Joffe, zitieren Adorno:

„Woher das ››Tuscheln«?, fragt Adorno.“

Und Sie, Herr Joffe, verfallen wiederum auf Ihre Masche der Küchenpsychologisierung der Motive der für Sie üblichen Verdächtigen:

„Unser aller Onkel Sigmund würde über Schuldabwehr und -projektion dozieren. Israel tue den Palästinensern an, was wir den Juden angetan haben. Wir haben unsere Lektion gelernt, Netanjahu – schlimmer als Hitler – plane gar den Weltenbrand. Das  ist die Wiedergutwerdung auf dem Rücken der  Enkel der Opfer, ››Israelkritik« als unbewusste Selbst-Salvierung, etwa: Die sind ja noch schlimmer, als unsere Vorväter es waren, also sind wir im moralischen Plus.

Dabei wissen Sie ganz genau, dass so gut wie keiner der „Israel-Kritiker“

a) eine persönliche Schuld auf sich geladen hat,
b) eine persönliche Schuld empfindet oder
c) eine persönliche Schuld hätte empfinden müssen –

und wenn er sich dennoch selbst für den Holocaust meint geißeln zu müssen, dann wäre das lediglich ein Indiz dafür, ihn als OPFERMENTALITÄTER zu verstehen! Es gibt in der europäischen Rechtsprechung und Ethik –  sieht man von den orientalischen Blutrache-Zwangshandlungen im „Ehrenkodex“ der albanischen, sardinischen, sizilianischen oder der kalabrischen „Mafia“ einmal ab – keine „Kollektivschuld“.

Und besonders verwerflich finde ich Ihr jüdisches Konstrukt der Schuld bis in siebte Glied, einer – auch aus dem „III. Reich“ überlieferten – Sippenhaftung, die man als Ausdruck eines schäbigen zionistischen Geschäftsinteresses bezeichnen muss, welches sich die kostenlose Belieferung mit U-Booten als Preis für die „Wiedergutwerdung“ der Lieferanten – sozusagen als legitime Schadenersatzforderung an die Lieferanten – selber schönredet und rationalisiert.

Wenn hier überhaupt von „Schuldprojektion“ und „Schuldabwehr“ gesprochen werden könnte, dann bei Ihnen selbst, Jost Joffe, der Sie ja genauestens wissen, welchen Zielsetzungen die von Ihnen in Ihrer tendenziösen ZEITGEIST-Kolumne knallhart unterschlagene israelische Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten dient und dass sie seit mehr als 40 Jahren das Resultat einer schuldhaft völkerrechtswidrigen Handlungsweise aller israelischen Regierungen gewesen ist, DIE Kernursache für die Krisen, Konflikte und Kriege zwischen Palästinensern und Israelis!

Und sie meinen, dass Sie durch Ignoranz bzw. durch Verdrehung von Tatsachen die Verbrechen der israelischen Regierung vertuschen oder gar ungeschehen machen könnten?!

Ihre Kollektivschuld-These versuchen Sie auch noch mit der Zitierung dieser Meinungsäußerung von Claudius Seidl in der FAZ zu untermauern, der meine Kritik an der verbrecherischen Siedlungspolitik der Israelis mit dem arroganten Verdikt meinte diskreditieren zu können,

dass die „Nachfahren der Täter …»nicht besonders gut legitimiert« (seien), den Opfer-Nachkommen zu sagen, „was richtig oder  falsch sei“, sie sollten »ein bisschen höflicher« sein.“ (Claudius Seidl)

Dazu möchte ich Ihnen abschließend noch stecken, dass auch die Angehörigen des erbsündigen „Tätervolks“ Deutschland – und nur davon sprechen sie beide hier logischer Weise – auch einen zionistischen Verbrecher einen Verbrecher nennen dürfen, und dass die israelischen „Opfer-Nachkommen“, wenn Sie sich denn des Verbrechens der ethnischen Vertreibung schuldig gemacht haben, keinen moralischen etc. Anspruch darauf hätten, anders – etwa „höflicher“ – belangt werden als jeder andere Soldat oder Staatsdiener, der sich einer Menschen- oder Völkerrechtsverletzung schuldig gemacht haben soll.Vergleich Nazideutschland IsraelUnd natürlich mussten Sie die zynische Seidlschen Relativierung von Unrechtstaten mittels dieser Ihrer Empfehlung noch toppen:

Positiver ausgedrückt: Sie könnten nach siebzig Jahren mustergültiger demokratischer Entwicklung ruhig etwas gelassener sein.

Mein Tipp für Sie

Wenn Sie der Seidlschen Suspendierung der kerndemokratischen Forderung nach Gleichheit vor dem Gesetz mit dieser Ihrer süffisanten Abwiegelung von Kritik an israelischen Kriegsverbrechen meinen beikommen zu dürfen, dann würde ich Ihnen – im Unterschied zu Ihnen – Ihre Meinung zwar nicht verbieten, Ihnen jedoch die Empfehlung mit auf den Weg geben wollen, Ihre Denkweise mit den Rechtsstaats-Idealen des deutschen Grundgesetzes abzugleichen und daraus jene Konsequenzen zu ziehen, die der grundgesetzlichen Privilegierung Ihres Berufsstandes wenigstens halbwegs gerecht werden.

Anhang: Zionistische Lobby-Organisationen weltweit

Beurteilung: ein ziemlich großer Propagandapparat für so ein kleines Völkchen….!


ANMERKUNGEN

[1] Moshe Zimmermann schreibt dazu:

„Andererseits war die zionistische Bewegung als anti-assi-Zionisten im III. .ReichAuch die Orthodoxen empfanden „letzten Endes auch die Nürnberger Gesetze (…) nicht unbedingt als negativ“ (ebenda, S. 253). Zionisten und Orthodoxe waren auch die einzigen Organisationen aus der Weimarer Republik, die 1933 nicht verboten, sondern die erst 1941 – mit dem Beginn der „Endlösung“ –  aufgelöst worden sind, da die deutschen Staatsorgane mit ihrer Unterstützung die profitable Auswanderung jener Juden nach Palästina betrieben, die von den Zionisten in Deutschland darauf hervorragend vorbereitet werden konnten: Haawara-Abkommen.

Aus: Moshe Zimmermann: Der Judenhass (!) als Herausforderung. Paderborn 2005, S. 254.

[2] Diese Position war auch für das jüdische Christentum noch so dominant gewesen, dass von Matthäus, Markus, Lukas, Johannes  der „Sohn Gottes“ unbedingt auch noch als Abkömmling aus dem „königlichen Geschlechte Davids“ geadelt werden musste. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46265606.html.

Houston Stewart Chamberlain erklärt diese Einbettung der aufkeimenden Geschäftsidee eines Christentums in die historisch-materialistische Geschäftsidee namens Judentums – er bezeichnet die Thora als eine „Wüstenchronik“ und Karl Marx lässt auch schön grüßen! – als Ausdruck einer unbedingt notwendigen, also unverzichtbaren Instrumentalisierung/Hebammenkunst der vier Jünger Jesu und des – darob noch heute hörbar mit den Zähnen knirschenden – Apostels Paulus!

Die ursprünglich unjüdische, mythisch-idealistischeWeltanschauung von Jesus selbst – „mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ – hätte, so Chamberlain,  einzig über ihren Gegenpart: das diesseitig-materialistische, gänzlich mythenfreie Judentum, zu einer  „internationalen“ – also: nicht rassistisch begrenzten – Welt-Religion werden können; Chamberlain:  „ In diesem Zusammenhang ist jedoch Folgendes das wichtigste ….“ (S. 230/270)

[3] ZEITGEIST: Antisemitismus-Knüppel. Von Josef Joffe: Israel oder Dämonisierung? Dazu Adorno lesen. In: DIE ZEIT No. 3 vom 10. Januar 2013

[4]  Gerd Weghorn: Das 12. Gespräch in meinem DialogbuchBuchtitel Dialogbuch

[5]  Interessant ist die Tatsache, dass zufälliger Weise in DIE ZEIT Numero 4 vom 17. Januar 2013 die Topos-Thematik – also das Reden in Klischees und Schlagworten – groß herausgestellt wird, hier allerdings in der kritischen Sichtweise, die ich schon 2009 vorgeführt habe, übrigens auch damals schon exemplifiziert an der Denkweise von Wolfgang Benz.

In DER SPIEGEL von der gleichen Woche wird die Thematik von Jan Fleischhauer so pesifliert:

„Kaum ist ein neuer Begriff gefunden, vergeht etwas Zeit, bis auch dieser als abwertend empfunden wird. Die beklagte Benachteiligung oder Zurücksetzung einer Minderheit ändert sich ja noch nicht dadurch, dass man anders über sie spricht.

So wird die „Euphemismus-Tretmühle“ in Gang gesetzt, wie der amerikanische Harvardprofessor Steven Pinker diesen Vorgang genannt hat. Auf Ausländer folgt Migrant, auf Migrant der Mensch mit Migrationshintergrund. Wenn auch das pejorativ klingt, wendet man sich der anderen Seite zu und spricht von Pass- beziehungsweise Bio-Deutschen. Irgendwann ist man bei der Trottelsprache. Dann ist der Behinderte nicht mehr behindert, sondern „anders befähigt“ beziehungsweise ein „Mensch mit anderen Bedürfnissen“.

Den Stein ins Rollen gebracht hat im jüngsten Fall übrigens die Heinrich-Böll-Stiftung, wie man der aktuellen „Zeit“ entnehmen kann. Mekonnen Mesghena vom Referat „Migration & Diversity“ fand die „Kleine Hexe“ beim Vorlesen so „rassistisch“, dass er umgehend den Verlag alarmierte. Wer sich berufsbedingt mit Fremdenfeindlichkeit beschäftigt, kommt möglicherweise nicht umhin, hinter jedem Satz und Strauch eine Diskriminierung zu wittern.“

Veröffentlicht unter Führungs- u. Kampfkompetenz, Geschäftsinteresse, Israel | Verschlagwortet mit , , | 4 Kommentare

Widerspruch ist nicht gleich WIDERSPRUCH

Hört, hört:

„WIDERSPRUCH ist gefährlich! Er ist gefährlich für die, die ihn wagen: Der Widersprechende wird marginalisiert und pathologisiert, nicht mehr eingeladen und gelegentlich totgeschlagen. Er ist gefährlich für den Status quo: Für die herrschende Meinung, für die bequeme Ideologie, für die einfache Antwort.
WIDERSPRUCH wird unterdrückt, aber nie ausgemerzt.“
 

Klingt gut und hätte – bis auf den letzten Halbsatz – auch von mir sein können, habe ich doch schließlich bereits vor fünf Jahren ein Dialogbuch zum Thema „wirklich Denken können“ veröffentlicht, wo mit dem schönen Untertitel „wie ich den WIDERSPRUCH lieben lernte“ von mir schon die mit der „Professionalisierung meiner Beziehungs-, Führungs- und Kampfkompetenz“ verbundene Zielsetzung des Buches hervorgehoben worden ist: den WIDERSPRUCH als den großen Beweger vor dem Herren würdigen KÖNNEN! Weiterlesen

Veröffentlicht unter Coaching, Denken und Lernen, Geschäftsinteresse, Plappernde Kaste | 1 Kommentar

Antisemitismus, Deutschtum, Zionismus, Judentum und Co.

 

work in progress 18. Juni 2020

Mein Thema heute heißt INTOLERANZ, muss doch – wer als Pazifist für TOLERANZ kämpfen will – gerade deren WIDERSPRUCH bestens kennen lernen, und ich frage hier – motiviert durch einen Offenen Brief [1] von Anat Hoffman aus Jerusalem für Women of the Wall  –  exemplarisch danach, woher insbesondere die (In)Toleranz im Judentum rührt, die Anat bMarr Antisemitismuseklagt bzw. die sie einfordert: ist (In)Toleranz ein Kennzeichen von „Judentum“ – oder was?!

Doch ich erweitere zugleich die Betrachtung, wenn ich frage: ist etwa Deutschtum im Grunde das gleiche wie Judentum? Und Katholizismus das gleiche wie Zionismus, wie Sozialismus, wie Hitlerismus, wie Imperialismus, wie Protestantismus, Feminismus, Islamismus, Pazifismus: Wie halten sie es – jeder für sich – mit der „Toleranz“ gegenüber ihren Konkurrenten um Macht und Einfluss? Was heißt hier „Sieg des Germanentums über das Judentum“ – das Manifest von Wilhelm Marr, des Erfinders und Propagandisten des Wortes „Antisemitismus“?! Weiterlesen

Verschlagwortet mit , , , , , | 14 Kommentare

„Lügenpresse“ und „Linker Antisemitismus“

work in progress 15. Dezember 2015

Eine Kritik der journalistischen Stasi-Methode
„Zersetzung linker Elemente“

Unter der Schlag-Zeile „Schon vergessen?“ platzierte Willi Winkler in der SZ vom 9. November 2012 ein Pamphlet, dessen Stoßrichtung schon aus dieser Unterzeile hervorging:

„Am 9. November 1969 platzierten Anarchos in Berlin eine Bombe. Sie waren entschlossen, Juden zu töten. Teile der deutschen Linken fürchten diese Vergangenheit bis heute.“

Nota bene: Winkler behauptet – satte 43 Jahre nach (!) diesem Vorfall: CUI BONO?! –   zum einen, das wahre Motiv jener „Anarchos“ zu kennen – er nennt es: „JUDEN töten“ – wobei er dann in einem zweiten Atemzug den von ihm dingfest gemachten Möchtegern-Mörder Dieter Kunzelmann mit „Teilen der deutschen Linken“ unentwirrbar verknüpft, die – wir dürfen ihn Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bürgertum, Coaching, Führungs- u. Kampfkompetenz, Geschäftsinteresse, Journalismus, Plappernde Kaste, Polemik | 2 Kommentare

R2P-Menschenrechtskeule vs. Völkerrecht

Die Menschenrechtskeule R2P
zersetzt das Völkerrecht

work in progress: 29. November 2015

Die altehrwürdige „Erklärung der Menschenrechte“ hat im Zuge der Umfunktionierung der Nato  von einer Institution der Landesverteidigung ihrer Mitglieder zu einem Instrument der (im Übrigen) krass unilateralen, also egoistischen us-amerikanischen Außenpolitik im 21. Jahrhundert [1] wieder einen so herausragenden propagandistischen Stellenwert erlangt, dass alle vier Angriffskriege des Imperiums in den vergangenen 13 Jahren von der Plappernden Kaste ausschließlich mit einer „humanitären Schutzverantwortung“ rationalisiert worden sind. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Führungs- u. Kampfkompetenz, Geschäftsinteresse, Journalismus, Massenmedien, Plappernde Kaste, SPD | Verschlagwortet mit , , , , | 6 Kommentare

Israelischer Angriffskrieg auf Iran? Denn man tau!

work in progress: 23. Juni 2019

Iran Holocaust II Netanjahu lügt Antizionismus

In meinem – für meine Verhältnisse – stark beachteten Beitrag über die „Münchner Dissidentenjagd“ des Chefredakteurs der SZ gegen Günter Grass habe ich alle „Argumente“ der publizistischen Kriegshetzer unwidersprochen – weil unwiderleglich – in der Luft zerrissen und verweise deshalb denjenigen (m/w) auf dieses publizistische Meisterwerk, der wissen will, warum – objektiv betrachtet – „Israel“ [1] und nicht „der Iran“ eine Bedrohung für den Weltfrieden ist.

Den Auslöser für diesen Beitrag nun bildet der Kommentar von Paul-Anton Krüger in der SZ von heute, der – verfassungsrechtlich beurteilt – exemplarisch als Ausdruck der  Verkommenheit der Leitmedien Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geschäftsinteresse, Impressum, Journalismus, Massenmedien, Plappernde Kaste | Verschlagwortet mit , , | 18 Kommentare

Münchner Dissidentenjagd: die „Süddeutsche“ bei der publizistischen Kriegsvorbereitung ertappt

Aktualisierte Fassung vom 12. 5. 2014

„Der aktuelle Fall (Grass-Gedicht – GW)  lehrt, dass Frieden, auch der gesellschaftliche, ein kostbares Gut ist. Dass Demagogie auch heute noch funktioniert. Und dass jedes Land Sachlichkeit und Fairness verdient“, so Stefan Kornelius in der SZ von heute, wobei man ergänzen muss, dass nicht nur jedes Land, sondern auch jeder Mensch „Sachlichkeit und Fairness verdient.“ Auch – und gerade – ein Dissident!

Kornelius´Rede ist von „Israel“ und Günter Grass – und meine Rede wird sein vom Umgang dieses Kritikers mit der Grassschen  „Provokation“; oder „Aggression“. Und mit dem publizistischen Versuch der publizistischen  „Auslöschung“ einer ehrbaren Persönlichkeit!

Ich werde auch hier wiederum eine Kritik vorlegen, Weiterlesen

Veröffentlicht unter Bürgertum, Journalismus, Plappernde Kaste | 7 Kommentare