Prof. Dr. Christian Pfeiffer vs. Prof. Dr. Martin Luther

work in progress: 21. Mai 2018

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Pfeiffer,

mit Interesse habe ich Ihre differenzierte Darstellung der Denkweise und historischen Bedeutung von Martin Luther, Ihrem persönlichen „Antisemiten“, gelesen http://www.ln-online.de/Sonntag/Gastkommentar/Luthers-Schatten .

Luthers Schatten PfeifferKeine Übereinstimmung habe ich in Ihrer Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs gegenüber dem Reformator gefunden, ist dieser Begriff doch – worauf jeder Zionist auch Sie vergattern würde – im Jahre 2017 unauflöslich mit Auschwitz konnotiert. Insofern haben Sie Ihre Begriffsverwendung also dadurch schon selbst falsifiziert, wenn Sie feststellen: „Etwas hat Luther allerdings nicht verlangt: den Holocaust.“  Dieses „Etwas“ aber ist das Definiens von „Antisemitismus“

Dieses „Etwas“ aber ist auch dann (für den Zionisten) das Definiens von „Antisemitismus“, wenn ein Zionist oder ein „Israelversteher“ wie Sie den Antisemitismusbegriff durch seine Psychologisierung / Personalisierung entpolitisieren und universalisieren (wollen).

Da Sie den Artikel hauptsächlich deshalb verfasst haben, um die zionistische Kollektivschuld-Lüge zu propagieren –  mit: „ihren Wahlsieg verdanken die Nazis hauptsächlich evangelischen Wählern“ suggerieren Sie zwischen den Zeilen, dass „die Deutschen“ 1933 die Hitlerpartei vor allem deshalb gewählt hätten, weil sie Deutschland gerne „judenrein“ gesehen hätten – darf ich Ihre Tatsachenfeststellung um diese wesentliche Erkenntnis und Tatsache bereichern:

„Etwas“ haben die Deutschen 1933 ff. allerdings von den Hitleristen absolut nicht „verlangt“ oder gefordert:
die ethnische Säuberung Deutschlands sowie den Holocaust!
Beide Projekte sind
kein Gegenstand von Volksabstimmungen (Wahlen) gewesen.

BLUEPRINTtheorie: Genau dieses „Etwas“ namens KOLLEKTIVSCHULD des deutschen Volkes aber ist das Definiens des zionistischen Antisemitismus-Verständnisses, das mithin als Lüge bezeichnet werden muss.

Die Projekte Lösung der Judenfrage und Endlösung der Judenfrage konnten von der Naziführung dadurch realisiert werden, dass es ihr nach der Machtübernahme gelang, jeglichen Widerstand im Keim zu ersticken:

Nürnberger GerichtshofDurch die Erhebung von  Antisemitismus in den Rang einer antijüdischen Staatsdoktrin ist Antisemitismus ab 1933 keine persönliche Gesinnung mehr, sondern zu einem staatspolitischen Projekt geworden.

Seit dieser Zeit unterschied der Antisemitismus sich auch insofern nicht mehr vom Katholizismus, vom Protestantismus, vom Feudalismus, vom Kapitalismus, als dass diese Gesellschaftsformationen immer schon das Resultat einer Geschäftsidee der jeweils Herrschenden gewesen sind, politisch und administrativ umgesetzt von deren Funktionseliten, die den Katholizismus, den Islam, den Protestantismus als Staatsreligion aufgebaut, und die eben ab 1933 auch den Antisemitismus in Gestalt von RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN institutionalisiert haben. Diese Funktionseliten der Herrschenden – man nennt sie heute pauschal „die Nazis“ – sind es gewesen, die den Antisemitismus als Geschäftsidee praktisch umgesetzt haben, nicht aber die Deutschen, das deutsche Volk, die kleinen Leute.

Noch einmal also für die zionistischen Hetzer und ihre Propagandisten auf den Punkt gebracht:

„Etwas“ haben die Deutschen 1933 ff. von den Hitleristen absolut nicht „verlangt“ oder gefordert:
die Projekte „Lösung“ bzw. „Endlösung der Judenfrage“!
Beide Projekte sind
kein Gegenstand von Volksabstimmungen (Wahlen) gewesen.

Empirischer Beleg: in Deutschland ist 500 Jahre vor „1933“ und 77 Jahre nach „1945“ kein einziger Jude von einem Deutschen persönlich deswegen vertrieben oder getötet worden, „weil er ein Jude“ gewesen ist!

Das persönliche Töten galt auch im Dritten Reich nicht als „nationalsozialistisch“ und ist nach StGB bestraft worden, denn fürs Töten hatten die Nationalsozialisten ihre staatlichen und parteilichen Organe gehabt, zuvörderst die SS, aber auch Polizeieinheiten und Handlanger bei SA und Wehrmacht.

Das persönliche Töten von Araber gilt in Israel nicht als „zionistisch“ und wird bestraft – denn fürs Töten haben die Zionisten ihre staatlichen Organe wie den Mossad, Shin Beit oder eben die IDF

US-Botschaft

JVP Gaza MassacreIn Deutschland verboten, jedoch in Israel erlaubt ist der persönlich vorgetragene Fremdenhass, solange der Vortrag korrespondiert mit dem staatlichen Projekt „Lösung der Araberfrage“ in Gesamt-Palästina [respektive „Samaria“ und „Judäa“]: Tötet alle Araber, das darf ein Jude in Israel öffentlich  fordern, ohne als Antisemit bezeichnet zu werden, weil in Israel für Zionisten Meinungsfreiheit herrscht.Araberhass

Begründung:  eine persönliche Gesinnung ist nur dann als „zionistisch“ zu beurteilen, wenn die sie begründende Handlung im Geschäftsinteresse einer zionistischen Partei- oder Staatsräson sowie von dazu befugten Funktionseliten („willigen Vollstreckern“) ausgeübt wird; dieselbe Aussage gilt entsprechend auch für jeden anderen politisch-ökonomischen „Ismus“ – also für den Katholizismus ebenso, wie  für den Protestantismus und den Nationalsozialismus, beispielsweise. Es gibt deshalb keinen Kollektivschuldvorwurf  gegenüber Juden, Amerikanern oder  Katholiken, und es darf eben auch keinen Kollektivschuldvorwurf gegenüber Deutschen geben –  jedenfalls nicht nach römischem Recht!

Juristisch und historisch unzulässig und moralisch verwerflich finde ich  dementsprechend Ihre Diffamierung von Luther als „Antisemiten“, basierend auf Ihrer Verurteilung von Luthers politisch-ökonomischer Kampfschrift, die im Übrigen auch Sie nicht zu kennen scheinen?! (Widerlegen Sie meine Analyse im anliegenden Dossier S. 30ff).

Juristisch unzulässig ist es, die Wahrheit bzw. Berechtigung der Vorwürfe Luthers gegen die (auch unter den Juden) politisch-ökonomisch dominierenden Talmud-Juden nicht überprüft zu haben. Anders gesagt: Sie besitzen insofern ein parteiisches, unwissenschaftliches Vorurteil über das zeitgenössische Judentum, als Sie es als sakrosankt, also als Tabu  behandeln?!

Historisch völlig unzulässig ist es, eine Handlungsweise nach heutigem Maßstab zu beurteilen und gar zu bewerten: wofür machen Sie denn Jesus Christus „verantwortlich“? Für die Kreuzzüge? Und Karl Marx für den Stalinismus?!

Meine These: keines  meiner Argumente können Sie widerlegen!. WARUM und WOZU also hetzen Sie dann gegen den Reformator, verbreiten mithin Fake  News und Hate News über jemanden, der sich nicht mehr wehren kann – und dem auch von evangelischer Seite peinlicher Weise niemand – siehe mein Dossier „Luther und die Unterwerfungspolitik der EKD“ [PDF] – argumentativ beispringt, mir also auch diesen Job der Ehrenrettung „ihres“ Brötchengebers noch aufdrückt!?

Abgesehen davon also, dass Luthers Kritik am politisch-ökonomisch agierenden Finanzjudentum seiner Epoche sich nicht nur auf Hesekiel berufen konnte (konnte er nicht, ich weiß natürlich, dass Hesekiel nichts dagegen hatte, wenn der Jude den Nicht-Juden wucherte), sondern auch  wissenschaftlich nachvollziehbar und moralisch berechtigt gewesen ist, wenn man also erkennen KÖNNTE bzw. WÜRDE, dass Luther im Interesse seiner Anhänger unter den kleinen Leuten mit dem Juden den Sack schlägt, aber den Esel – sprich: den prunksüchtigen Adel und die verschwenderischen Landesherren – meint, abgesehen davon also ist Luther keinesfalls für die Instrumentalisierung seiner Philippika durch die Nazis „verantwortlich“ zu machen, auch wenn die EKD sich noch so „verantwortlich“ fühlt für die in der Tat verbrecherische Judenpolitik der staatsterroristisch agierenden Reichsregierung und zehntausender „Vollstrecker“. Das also nennen Sie die „Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels“ der Evangelischen Kirche Deutschlands, Herr Pfeiffer:

luther-die-juden-und-die-ekd

Luther war kein Antisemit! Er ist ein Feind des Talmud- und des Finanzjudentums seiner Zeit gewesen, wobei jeder weiß, wenn er auch sonst nichts weiß, dass diese Feindschaft auf Gegenseitigkeit beruhte.

Das lassen Sie sich – in diesem Kontext – mal auf der Zunge zergehen: die heutigen Juden, genauer gesagt die Zionisten wollen eine ENTSCHULDIGUNG von den Nachfahren unserer Eltern und Großeltern, also von Ihnen und mir!? Das ist Rache bis ins 20. Glied! Und die EKD pariert, weil sie nicht nur 1933ff., sondern auch 2017ff. im Kern aus einem Haufen von prinzipienlosen, schuldsüchtigen Opportunisten besteht, ein politischer Kollateralschaden des christlichen Erbsünde-Traumas.

Max Weber Die protestantische Ethik


Ihr zutreffender Hinweis, demzufolge die nationalsozialistische Judenfeindschaft – die Hitleristen haben diese selbst nicht als „Antisemitismus“ bezeichnet – in evangelischen Kreisen weiter verbreitet gewesen sei als in katholischen Bevölkerungsschichten kann keinesfalls auf Luther zurückgeführt werden, sondern primär darauf, dass Juden evangelische Landstriche bevorzugt bewohnt haben; den Grund dafür könnten Sie bei Max Weber nachlesen:
Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

In Österreich hingegen werden Sie Ihre Aussage falsifiziert sehen, vom Spanien des Jahres 1492  – das 1543 Luthers Vorbild gewesen ist – gar nicht erst zu reden: Isabella und Ferdinand von Kastilien hatte das praktiziert, was Luther gefordert hat. Wikipedia: Mit dem Alhambra-Edikt vom 31. März 1492 wurden alle Juden im Herrschaftsgebiet von Isabella und Ferdinand (Sephardim) gezwungen, entweder zum Christentum überzutreten oder das Land zu verlassen. Papst Alexander VI. verlieh dem Ehepaar 1494 den Titel der reyes católicos (Katholische Könige). 

Die Ursache für den mit der Reichsgründung im Jahre 1871 überhaupt erst entstehenden Antisemitismus als Ausdruck einer persönlichen Gesinnung (!) ist vor allem auf die Konkurrenzsituation zurückzuführen, der sich das Bürgertum ausgesetzt gesehen hat. [Das Studium der Zionistischen Schriften von Theodor Herzl erweiterte hier Ihren  Horizont und wäre auch speziell für die EKD ein bahnbrechender Beitrag zur „historischen Wahrheitsfindung“].

Einer wissenschaftlichen Erhebung zufolge hat es in Berlin im Jahre 1931 – bei einem jüdischen Bevölkerungsanteil von 4 % – in akademischen Berufen diesen Anteil an Glaubens-Juden gegeben: Medizinprofessoren 30%, Rechtsanwälte 40%, Ärzte 30%, Notare 60%. [Dass viele Berliner Juden zu dieser Zeit keine Glaubens-Juden mehr gewesen sind, sei hier nur angemerkt].

Es ist  – dem entsprechend – das meinungsbildende akademische Bürgertum der Großstädte gewesen, das partiell und temporär aus politisch-ökonomischen Gründen (!) antijüdisch gesinnt gewesen ist,  und das dementsprechend auch mit Abneigung und Neid gegenüber (akademisch gebildeten) Juden gehandelt hat PROFITEURE DES NS-REGIMES: DAS BÜRGERTUM; man denke hier nur an die Studentenschaft der Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität, die auch maßgeblich die Bücherverbrennung betrieben hat.

Kernpunkt meiner Kritik an Ihrem zionistischen Missbrauch des Antisemitismus-Vorwurfs, Herr Pfeiffer, ist die These, dass Sie den nationalsozialistischen Antisemitismus mitnichten verstanden haben, unterschied sich dieser doch qualitativ vom bürgerlichen Gesinnungs-Antisemitismus darin, antijüdisch-arisch angestrichenen RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN institutionalisiert und exekutiert zu haben, und dies in einer Weise, die auch von den deutschen Gesinnungs-Antisemiten vor 1933 und nach 1945  niemals praktiziert worden wäre (und ist).

Die staatspolitische Funktion des nationalsozialistischen Projekts von (End)Lösung der Judenfrage habe ich in www.blueprinttheorie.de  – diskussionswürdig und bisher nicht falsifiziert – herausgestellt.  [Als Einstieg empfehlenswert ist BLUEPRINTtheorie  (6 Thesen) https://wp.me/pxqev-2FD ]

Es würde mich schon freuen, wenn Sie wenigstens einen Versuch der Widerlegung meiner BLUEPRINTtheorie vornehmen würden (Thesenpapier I. BLUEPRINTtheorie: Kein Antisemitismus ohne Zionismus!), was über 2.300 selbsternannte Antisemitismus- und Zionismusexperten weltweit vor Ihnen bis auf den heutigen Tag nicht gewagt bzw. geleistet haben?! Sollten auch Sie sich diesbezüglich verweigern, so gäbe es dafür keine Ausreden, habe ich die doch bereits alle antizipiert und widerlegt.

Die Plausibilität meiner Antithese der zionistischerseits postulierten These von einer „deutschen Kollektivschuld“ erschließt sich jedem, der „wirklich“  denken kann alleine aus dieser empirisch überprüfbaren Feststellung, dass weder vor 1933 noch nach 1945 auch nur einem einzigen Juden von einem „Deutschen“ deswegen ein Leid zugefügt worden ist, „weil er ein Jude war.“ Antisemitismus liegt also – und diese Kritik an der rassistisch formierten Frankfurter Schule werden Sie ebenfalls nicht widerlegen können – den Deutschen nicht im Blut, sondern beides: die Lösung wie die Endlösung der Judenfrage sind das Werk einer sehr wohl bekannten Clique von Hitleristen gewesen. Zumindest war diese Wahrheit dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg noch im Jahre 1946 bewusst:

Nürnberger Gerichtshof

Die zionistische Instrumentalisierung des Antisemitismus-Vorwurfs gegen Luthers Kritik am Finanzjudentum, die auch Sie hier propagieren, ist ja erst im Zuge der zionistischen Eroberung Restpalästinas in den Jahren 1967ff. entstanden und hat bis heute diese eine Funktion: die völkerrechtswidrige Etablierung von Groß-Israel gegen den Widerstand und den Widerspruch von Antizionisten und Zionismuskritiker propagandistisch abzusichern: ZIONISMUSKRITIK UND SPD-MITGLIEDSCHAFT.

In der Hoffnung, dass wenigstens Sie, Herr Pfeiffer, nicht die Segel streichen, sondern meine Argumentation (!) zu kritisieren versuchen, verbleibe ich
mit freundlichem Gruß

Gerd Weghorn

 PS Als Hochschullehr wissen Sie um den wissenschaftlichen Comment: eine Theorie, die nicht widerlegt wird, hat den Paradigmenwechsel vollzogen – mit der Konsequenz von These 6 (in BLUEPRINTtheorie: 6 Thesen)

 

 

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2 Antworten zu Prof. Dr. Christian Pfeiffer vs. Prof. Dr. Martin Luther

  1. blogfighter schreibt:

    @Deepskies: Na gut. Dann bewerte ich Luther mit den Maßstaben des Mittelalters: Als zweiter Antichrist. Der erste war Paulus, nebenbei bemerkt. Ok, und wenn ich schon dabei bin, bewerte ich Luther noch nach zeitlosen ethischen Maßstäben: Als hominoider Abschaum und Abfall. Gleiches gilt für jeden, der das Schwein Luther und die Gräuel, die er legitimierte, bis heute, irgendwie reinzuwaschen gedenkt. Gerd Weghorn, du Stück bourgeoises Dreck: Geh sterben! Verrecke elendig, du Missgeburt und mach mit Luther einen Club in der Hölle auf!

    • blogfighter schreibt:

      Gerd Weghorn
      @deepskies exponiert sich hier in seiner Glanzrolle als Prototyp für Maas sein Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das aber auf ihn und seinen Beitrag – auch auf Facebook – niemals angewandt werden würde, weil seine Hassrede im Mainstream state of the art, also geradezu Pflicht ist.

      Auch hasserfüllte Gefühlsäußerungen – mehr bringt er ja nicht – zu veröffentlichen, das finde ich im Übrigen total in Ordnung, geht mir doch seine Empörung, weil sie nichts mit mir zu tun hat, geflissentlich am Arsch vorbei, spiegeln seine Projektionen doch ausschließlich seinen Selbsthass, seine Dummheit, seine Ohnmacht, seine Hilflosigkeit gegenüber meiner Argumentation

      Auch @deepskies ahnt / weiß, dass er meine wissenschaftlich qualifizierten Ausführungen, beispielweise in PROF. PFEIFFER vs. PROF. LUTHER http://wp.me/pxqev-2Lo, nicht widerlegen könnte, weil sie nicht zu widerlegen sind.

      Doch: Versuch es selbst einmal – schon der Versuch würde Dich bereichern.

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