Prof. Dr. Christian Pfeiffer vs. Prof. Dr. Martin Luther

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Pfeiffer,

mit Interesse habe ich Ihre differenzierte Darstellung der Denkweise und historischen Bedeutung von Martin Luther, Ihrem persönlichen „Antisemiten“, gelesen http://www.ln-online.de/Sonntag/Gastkommentar/Luthers-Schatten .

Luthers Schatten PfeifferKeine Übereinstimmung habe ich in Ihrer Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs gegenüber dem Reformator gefunden, ist dieser Begriff doch – worauf jeder Zionist auch Sie vergattern würde – im Jahre 2017 unauflöslich mit Auschwitz konnotiert. Insofern haben Sie Ihre Begriffsverwendung also dadurch schon selbst falsifiziert, wenn Sie feststellen: „Etwas hat Luther allerdings nicht verlangt: den Holocaust.“  Dieses „Etwas“ aber ist das Definiens von „Antisemitismus“

BLUEPRINTtheorie: Dieses „Etwas“ aber ist auch dann (für den Zionisten) das Definiens von „Antisemitismus“, wenn ein Zionist (oder ein „Israelversteher“ wie Sie) den Antisemitismusbegriff durch ihre Psychologisierungen / Personalisierungen entpolitisieren und universalisieren (wollen).

Da Sie den Artikel hauptsächlich deshalb verfasst haben, um die zionistische Kollektivschuld-Lüge zu propagieren –  mit: „ihren Wahlsieg verdanken die Nazis hauptsächlich evangelischen Wählern“ – suggerieren Sie unmissverständlich, dass „die Deutschen“ 1933 die Hitlerpartei deshalb gewählt hätten, weil sie Deutschland gerne „judenrein“ gesehen hätten – darf ich Ihre Tatsachenfeststellung mit dieser Wahrheit vervollständigen:

„Etwas“ haben die Deutschen 1933 ff. allerdings von den Hitleristen nicht „verlangt“ oder gefordert:
die ethnische Säuberung Deutschlands sowie den Holocaust!
Beide Projekte sind
kein Gegenstand von Volksabstimmungen (Wahlen) gewesen.

BLUEPRINTtheorie: Genau dieses „Etwas“ namens KOLLEKTIVSCHULD aber ist auch dann (für den Zionisten) das Definiens von „Antisemitismus“, wenn ein Zionist (oder ein „Israelversteher“ wie Sie) den Antisemitismusbegriff durch ihre Psychologisierungen / Personalisierungen entpolitisieren und universalisieren (wollen).

These: so wenig es einen Katholiken ohne den Katholizismus als Institution (katholische Kirche) gibt, so wenig kann es einen Antisemiten ohne den Antisemitismus als Institution („Drittes Reich“) geben! Diese These ist unwiderleglich! Wenn Sie es versuchten, so würden Sie es selbst erleben. Denn: Nürnberger GerichtshofBegründung: „Antisemitismus“ ist seit 1933 keine persönliche Gesinnung mehr, sondern ein staatspolitisches Programm, eine Staatsdoktrin, ist doch weder der Katholizismus, noch der Protestantismus, noch der Zionismus, noch der nationalsozialistische Antisemitismus das Resultat einer persönlichen Gesinnung von Herrn Hinz und Frau Kunz (gewesen), sondern immer und ausschließlich das Resultat einer Geschäftsidee der jeweils Herrschenden und der jeweils Mächtigen – und ihrer Funktionseliten: die haben den Katholizismus, den Islam, den Protestantismus als Staatsreligion institutionalisiert, und die haben auch den Antisemitismus in Gestalt von RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN institutionalisiert, nicht aber die kleinen Leute PROFITEURE DES NS-REGIMES: DAS BÜRGERTUM.

Noch einmal also für die zionistischen Hetzer und ihre Propagandisten auf den Punkt gebracht:

„Etwas“ haben die Deutschen 1933 ff. von den Hitleristen nicht „verlangt“ oder gefordert:
die ethnische Säuberung Deutschlands sowie den Holocaust!
Beide Projekte sind
kein Gegenstand von Volksabstimmungen (Wahlen) gewesen.

Empirischer Beleg: in Deutschland ist 500 Jahre vor „1933“ und 77 Jahre nach „1945“ kein einziger Jude von einem Deutschen persönlich deswegen vertrieben oder getötet worden, „weil er ein Jude“ gewesen ist! Das ist auch heute noch in Israel anders: da wird auch aus dem persönlichen Grund vertrieben und getötet, weil der andere ein Araber oder ein Jude ist. Das Töten aber gilt unter den Zionisten nicht als „zionistisch“ und wird bestraft, manchmal – nicht jedoch die Volksverhetzung:Araberhass

Begründung:  eine persönliche Gesinnung ist nur dann als „zionistisch“ zu beurteilen, wenn die sie begründende Handlung im Geschäftsinteresse einer zionistischen Partei- oder Staatsräson sowie von dazu befugten Funktionseliten ausgeübt wird; dieselbe Aussage gilt entsprechend auch für jeden anderen politisch-ökonomischen „Ismus“ – also für den Katholizismus ebenso,wie  für den Protestantismus und für den Nationalsozialismus – was wohl auch Ungebildeteten verstehen hilft, dass es keinen atheistischen Kollektivschuldvorwurf für Katholiken und keinen zionistischen Kollektivschuldvorwurf für Deutsche gibt und geben kann – jedenfalls nicht nach römischem Recht!

Juristisch und historisch unzulässig und moralisch verwerflich finde ich dementsprechend Ihre Diffamierung von Luther als „Antisemiten“, basierend auf Ihrer Verurteilung von Luthers Spätwerk, das im Übrigen auch Sie nicht zu kennen scheinen?! (Widerlegen Sie meine Analyse im anliegenden Dossier S. 30ff).

Juristisch unzulässig ist es, die Wahrheit bzw. Berechtigung der Vorwürfe Luthers gegen die politisch-ökonomisch dominierenden Talmud-Juden nicht überprüft zu haben. Anders gesagt: Sie haben insofern ein parteiisches, unwissenschaftliches Vorurteil über das zeitgenössische Judentum, als Sie es als sakrosankt, also als Tabu  behandeln?!

Historisch völlig unzulässig ist es, eine Handlungsweise nach heutigem Maßstab zu beurteilen und gar zu bewerten: wofür machen Sie denn Jesus Christus „verantwortlich“? Für die Kreuzzüge? Und Karl Marx für den Stalinismus?!

Meine These: keines  meiner Argumente können Sie widerlegen!. WARUM und WOZU also hetzen Sie dann gegen den Reformator, verbreiten mithin Fake  News und Hate News über jemanden, der sich nicht mehr wehren kann – und dem auch von evangelischer Seite peinlicher Weise niemand – siehe mein Dossier „Luther und die Unterwerfungspolitik der EKD“ [PDF] – argumentativ beispringt, mir also auch diesen Job der Ehrenrettung „ihres“ Brötchengebers noch aufdrückt!?

Abgesehen davon also, dass Luthers Kritik am politisch-ökonomisch agierenden Finanzjudentum seiner Epoche dann nachvollziehbar und berechtigt gewesen ist, wenn man erkennen KÖNNTE bzw. WÜRDE, dass Luther im Interesse seiner Anhänger unter den einfachen Leuten mit dem Juden den Sack schlägt, aber den Esel – sprich: den prunksüchtigen Adel und die verschwenderischen Landesherren – meint, so  ist Luther keinesfalls für die Instrumentalisierung seiner Philippika durch die Nazis „verantwortlich“ zu machen, auch wenn die EKD sich noch so „verantwortlich“ fühlt für die in der Tat verbrecherische Judenpolitik der staatsterroristisch agierenden Reichsregierung. Das also nennen Sie die „Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels“ der Evangelischen Kirche Deutschlands, Herr Pfeiffer:

luther-die-juden-und-die-ekd

Das lassen Sie sich mal auf der Zunge zergehen: eine ENTSCHULDIGUNG!? Das ist Rache bis ins 20. Glied! Und die EKD gehorcht, weil sie nicht nur 1933ff., sondern auch 2017ff. im Kern aus einem Haufen von prinzipienlosen, schuldsüchtigen Opportunisten besteht.

Ihr zutreffender Hinweis, demzufolge die nationalsozialistische Judenfeindschaft – die Hitleristen haben diese selbst nicht als „Antisemitismus“ bezeichnet – in evangelischen Kreisen weiter verbreitet gewesen sei als in katholischen Bevölkerungsschichten kann keinesfalls auf Luther zurückgeführt werden, sondern primär darauf, dass Juden evangelische Landstriche bevorzugt bewohnt haben; in Österreich werden Sie Ihre Aussage falsifiziert sehen, von Spanien – das Luthers Vorbild gewesen ist – ganz zu schweigen.

Die Ursache für den mit der Reichsgründung im Jahre 1871 überhaupt erst entstehenden Antisemitismus als Ausdruck einer persönlichen Gesinnung (!) ist vor allem auf die Konkurrenzsituation zurückzuführen, der sich das Bürgertum ausgesetzt gesehen hat. [Das Studium der Zionistischen Schriften von Theodor Herzl erweiterte auch hier den Horizont und wäre speziell für die EKD ein bahnbrechender Beitrag zur „historischen Wahrheitsfindung“ 

Einer Erhebung zufolge hat es in Berlin im Jahre 1931 – bei einem jüdischen Bevölkerungsanteil von 4 % – in akademischen Berufen diesen Anteil an Glaubens-Juden gegeben: Medizinprofessoren 30%, Rechtsanwälte 40%, Ärzte 30%, Notare 60%.

Es ist  – dem entsprechend – das meinungsbildende akademische Bürgertum der Großstädte gewesen, das partiell und temporär antijüdisch gesinnt gewesen ist,  und das dementsprechend auch mit Abneigung und Neid gegenüber (akademisch gebildeten) Juden gehandelt hat PROFITEURE DES NS-REGIMES: DAS BÜRGERTUM; man denke hier nur an die Studentenschaft der Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität, die auch maßgeblich die Bücherverbrennung betrieben hat.

Kernpunkt meiner Kritik an Ihrem zionistischen Missbrauch des Antisemitismus-Vorwurfs, Herr Pfeiffer, ist die These, dass Sie den nationalsozialistischen Antisemitismus mitnichten verstanden haben, unterschied sich dieser doch qualitativ vom bürgerlichen Gesinnungs-Antisemitismus darin, antijüdisch-arisch angestrichenen RASSISMUS ALS STAATSDOKTRIN institutionalisiert und exekutiert zu haben, und dies in einer Weise, die auch von den deutschen Gesinnungs-Antisemiten vor 1933 und nach 1945  niemals praktiziert worden wäre (und ist).

Die staatspolitische Funktion des nationalsozialistischen Projekts von (End)Lösung der Judenfrage habe ich in www.blueprinttheorie.de  – diskussionswürdig und bisher nicht falsifiziert – herausgestellt.  

Es würde mich schon freuen, wenn Sie wenigstens einen Versuch der Widerlegung meiner BLUEPRINTtheorie vornehmen würden (Thesenpapier I. BLUEPRINTtheorie: Kein Antisemitismus ohne Zionismus!), was über 2.300 selbsternannte Antisemitismus- und Zionismusexperten weltweit vor Ihnen bis auf den heutigen Tag nicht gewagt bzw. geleistet haben?! Sollten auch Sie sich diesbezüglich verweigern, so gäbe es dafür keine Ausreden, habe ich die doch bereits alle antizipiert und widerlegt.

Die Plausibilität meiner Antithese der zionistischerseits postulierten These von einer „deutschen Kollektivschuld“ erschließt sich jedem, der „wirklich“  denken kann alleine aus dieser empirisch überprüfbaren Feststellung, dass weder vor 1933 noch nach 1945 auch nur einem einzigen Juden von einem „Deutschen“ deswegen ein Leid zugefügt worden ist, „weil er ein Jude war.“ Antisemitismus liegt also – und diese Kritik an der rassistisch formierten Frankfurter Schule werden Sie ebenfalls nicht widerlegen können – den Deutschen nicht im Blut, sondern beides: die Lösung wie die Endlösung der Judenfrage sind das Werk einer sehr wohl bekannten Clique von Hitleristen gewesen. [Zumindest war diese Wahrheit dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg noch im Jahre 1946 bewusst.]

Die zionistische Instrumentalisierung des Antisemitismus-Vorwurfs gegen Luthers Kritik am Finanzjudentum, die auch Sie hier propagieren, ist ja erst im Zuge der zionistischen Eroberung Restpalästinas in den Jahren 1967ff. entstanden und hat bis heute diese eine Funktion: die völkerrechtswidrige Etablierung von Groß-Israel gegen den Widerstand und den Widerspruch von Antizionisten und Zionismuskritiker propagandistisch abzusichern: ZIONISMUSKRITIK UND SPD-MITGLIEDSCHAFT.

In der Hoffnung, dass wenigstens Sie, Herr Pfeiffer, nicht die Segel streichen, sondern meine Argumentation (!) zu kritisieren versuchen, verbleibe ich
mit freundlichem Gruß

Gerd Weghorn

 PS Als Hochschullehr wissen Sie um den wissenschaftlichen Comment: eine Theorie, die nicht widerlegt wird, hat den Paradigmenwechsel vollzogen – mit der Konsequenz von These 6 (in BLUEPRINTtheorie: 6 Thesen)

 

 

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